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Lukas 23–24 · Tag 299 · 2025

Am Kreuz wird alles entschieden – im Grab wird alles neu.

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Nun erhob sich ihre ganze Versammlung, und sie führten ihn dem Pilatus vor.
Dort erhoben sie folgende Anklagen gegen ihn: Wir haben festgestellt, daß dieser Mensch unser Volk aufwiegelt und es davon abhalten will, dem Kaiser Steuern zu entrichten, und daß er behauptet, er sei Christus, ein König.
Pilatus fragte ihn nun: Bist du der König der Juden?, und Jesus antwortete ihm: Ja, ich bin es!
Da sagte Pilatus zu den Hohenpriestern und der Volksmenge: Ich finde keine Schuld an diesem Manne.
Sie aber versicherten immer heftiger: Er wiegelt das Volk auf, indem er seine Lehre im ganzen jüdischen Lande verbreitet: in Galiläa hat er damit begonnen und bis hierher es fortgesetzt!
Als Pilatus das hörte, fragte er, ob der Mann ein Galiläer wäre;
und als er vernahm, daß er aus dem Machtbereich des Herodes sei, sandte er ihn dem Herodes zu, der in diesen Tagen ebenfalls in Jerusalem weilte.
Herodes aber war sehr erfreut darüber, Jesus zu sehen; denn er hätte ihn längst gern gesehen, weil er viel über ihn gehört hatte; er hoffte auch, ein Wunderzeichen von ihm vollführt zu sehen.
So richtete er denn mancherlei Fragen an ihn, doch Jesus gab ihm keinerlei Antwort;
die Hohenpriester und Schriftgelehrten aber standen dabei und verklagten ihn leidenschaftlich.
Da behandelte ihn denn Herodes samt den Herren seines Gefolges mit Verachtung und Hohn und sandte ihn, nachdem er ihm ein Prachtgewand hatte anlegen lassen, zu Pilatus zurück.
An diesem Tage wurden Herodes und Pilatus miteinander befreundet, während sie vordem in Feindschaft gegeneinander gestanden hatten.
Pilatus ließ nun die Hohenpriester und die Mitglieder des Hohen Rates und das Volk zusammenrufen
und sagte zu ihnen: Ihr habt mir diesen Mann als einen Volksverführer vorgeführt. Nun, ihr seht, ich habe ihn in eurem Beisein verhört, habe aber an ihm durchaus nicht die Schuld gefunden, deren ihr ihn anklagt.
Ebensowenig auch Herodes, denn er hat ihn an uns zurückverwiesen. Ihr seht also: nichts, was die Todesstrafe verdient, ist von ihm begangen worden.
Darum will ich ihn geißeln lassen und dann freigeben.

Da schrien sie aber allesamt: Hinweg mit diesem! Gib uns dagegen Barabbas frei! –
dieser saß nämlich wegen eines Aufruhrs, der in der Stadt vorgekommen war, und wegen Mordes im Gefängnis.
Da redete Pilatus zum zweitenmal auf sie ein, weil er Jesus gern freigeben wollte;
sie aber riefen ihm dagegen zu: Kreuzige, kreuzige ihn!
Zum drittenmal fragte er sie dann: Was hat denn dieser Mann Böses getan? Ich habe keine todeswürdige Schuld an ihm gefunden! Ich will ihn also geißeln lassen und dann freigeben.
Sie aber bestürmten ihn mit lautem Geschrei und verlangten seine Kreuzigung; und ihr Geschrei drang durch.
So fällte denn Pilatus das Urteil, ihr Verlangen solle erfüllt werden.
Er gab also den Mann frei, der wegen Aufruhrs und Mordes ins Gefängnis geworfen worden war, wie sie es verlangten; Jesus dagegen gab er ihrem Willen preis.
Als sie ihn dann abführten, griffen sie einen gewissen Simon aus Cyrene auf, der vom Felde heimkam, und bürdeten ihm das Kreuz auf, damit er es Jesu nachtrüge.
Es folgte ihm aber eine große Volksmenge, auch viele Frauen, die um ihn wehklagten und weinten.
Da wandte Jesus sich zu ihnen um und sagte: Ihr Töchter Jerusalems, weint nicht über mich, weint vielmehr über euch selbst und über eure Kinder!
Denn wisset wohl: es kommen Tage, an denen man sagen wird: ›Glücklich zu preisen sind die Unfruchtbaren und die Frauen, die nicht Mutter geworden sind und die kein Kind an der Brust genährt haben!‹
Dann wird man anfangen, den Bergen zuzurufen: ›Fallet auf uns!‹ und den Hügeln: ›Bedecket uns!‹
Denn wenn man dies am grünen Holze tut, was wird da erst am dürren geschehen?
Es wurden aber außerdem noch zwei Verbrecher mit ihm zur Hinrichtung abgeführt.
Als sie nun an den Platz gekommen waren, der ›Schädel‹ heißt, kreuzigten sie dort ihn und die beiden Verbrecher, den einen zu seiner Rechten, den anderen zu seiner Linken.
Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! Darauf verteilten sie seine Kleidungsstücke unter sich, indem sie das Los darüber warfen ;
und das Volk stand dabei und sah zu. Es verhöhnten aber auch die Mitglieder des Hohen Rates mit den Worten: Anderen hat er geholfen; so helfe er nun sich selbst, wenn er wirklich Christus, der Gesalbte Gottes, ist, der Auserwählte!
Auch die Soldaten verspotteten ihn: sie traten hinzu, reichten ihm Essig
und sagten: Bist du der König der Juden, so hilf dir selbst!
Über ihm war aber auch eine Inschrift angebracht : Dies ist der König der Juden.
Einer aber von den Verbrechern, die da gehenkt waren, schmähte ihn mit den Worten: Du willst Christus sein? So hilf dir doch selbst und uns!
Da antwortete ihm der andere mit lautem Vorwurf: Hast du denn nicht einmal Furcht vor Gott, da dich doch derselbe Urteilsspruch getroffen hat?
Und zwar uns beide mit Recht, denn wir empfangen den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan!
Dann fuhr er fort: Jesus, denke an mich, wenn du in deine Königsherrschaft kommst!
Da sagte Jesus zu ihm: Wahrlich ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradiese sein!
Es war nunmehr um die sechste Stunde: da kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde,
indem die Sonne ihren Schein verlor; und der Vorhang im Tempel riß mitten entzwei.
Da rief Jesus mit lauter Stimme die Worte aus: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist! , und nach diesen Worten verschied er.
Als nun der Hauptmann sah, was geschehen war, pries er Gott und sagte: Dieser Mann ist wirklich ein Gerechter gewesen!
Und die ganze Volksmenge, die zu diesem Schauspiel zusammengekommen war und alles sah, was sich zugetragen hatte, schlug sich an die Brust und kehrte heim.
Alle seine Bekannten aber standen von ferne , auch die Frauen, die ihm aus Galiläa nachgefolgt waren und dies alles mit ansahen.
Und siehe, ein Mann namens Joseph, der ein Mitglied des Hohen Rates war, ein guter und gerechter Mann –
er war mit ihrem Beschluß und ihrer Handlungsweise nicht einverstanden gewesen – aus der jüdischen Stadt Arimathäa, der auf das Reich Gottes wartete:
dieser ging zu Pilatus und bat ihn um den Leichnam Jesu.
Dann nahm er ihn herab, wickelte ihn in feine Leinwand und legte ihn in ein Grab, das in den Felsen gehauen und in welchem bisher noch niemand beigesetzt worden war.
Es war aber der Rüsttag, und der Sabbat wollte anbrechen.
Die Frauen aber, die ihn aus Galiläa begleitet hatten, waren mitgegangen und hatten sich das Grab und die Beisetzung seines Leichnams angesehen.
Nachdem sie hierauf zurückgekehrt waren, besorgten sie wohlriechende Stoffe und Salben und brachten dann den Sabbat nach der Vorschrift des Gesetzes in der Stille zu.

Am ersten Tage nach dem Sabbat aber kamen sie beim Morgengrauen zum Grabe mit den wohlriechenden Stoffen, die sie zubereitet hatten.
Da fanden sie den Stein vom Grabe weggewälzt,
doch als sie hineingetreten waren, fanden sie den Leichnam des Herrn Jesus nicht.
Während sie nun hierüber ratlos waren, standen plötzlich zwei Männer in strahlenden Gewändern bei ihnen;
und als sie in Furcht gerieten und den Blick zu Boden schlugen, sagten diese zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?
Er ist nicht hier, sondern ist auferweckt worden. Denkt daran, wie er zu euch geredet hat, als er noch in Galiläa war,
und aussagte, der Menschensohn müsse in die Hände sündiger Menschen ausgeliefert und ans Kreuz geschlagen werden und am dritten Tage auferstehen.
Da erinnerten sie sich seiner Worte,
kehrten vom Grabe zurück und berichteten dies alles den elf und allen übrigen.
Es waren dies aber Maria von Magdala und Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus, und die anderen Frauen mit ihnen, die den Aposteln dies berichteten;
doch diese Mitteilungen erschienen ihnen als leeres Gerede, und sie schenkten ihnen keinen Glauben.
Petrus aber machte sich auf und eilte zum Grabe, und als er sich hineinbückte, sah er nur die Leintücher daliegen; so kehrte er denn nach Hause zurück, voll Verwunderung über das Geschehene.
Und siehe, zwei von ihnen waren an demselben Tage auf der Wanderung nach einem Dorf begriffen, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt lag und Emmaus hieß.
Sie unterhielten sich miteinander über alle diese Begebenheiten.
Während sie sich nun so unterhielten und sich gegeneinander aussprachen, kam Jesus selbst hinzu und schloß sich ihnen auf der Wanderung an;
ihre Augen jedoch wurden gehalten, so daß sie ihn nicht erkannten.
Er fragte sie nun: Was sind das für Gespräche, die ihr da auf eurer Wanderung miteinander führt? Da blieben sie betrübten Angesichts stehen.
Der eine aber von ihnen, namens Kleopas, erwiderte ihm: Du bist wohl der einzige, der sich in Jerusalem aufhält und nichts von dem erfahren hat, was in diesen Tagen dort geschehen ist?
Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das, was mit Jesus von Nazareth geschehen ist, der ein Prophet war, gewaltig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk.
Ihn haben unsere Hohenpriester und der Hohe Rat zur Todesstrafe ausgeliefert und ans Kreuz gebracht.
Wir aber hatten gehofft, daß er es sei, der Israel erlösen würde; aber nun ist bei dem allem heute schon der dritte Tag, seit dies geschehen ist.
Dazu haben uns aber auch noch einige Frauen, die zu uns gehören, in Bestürzung versetzt: sie sind heute in der Frühe am Grabe gewesen
und haben, als sie seinen Leichnam nicht gefunden hatten, nach ihrer Rückkehr erzählt, sie hätten auch noch eine Erscheinung von Engeln gesehen, und diese hätten gesagt, daß er lebe.
Da sind denn einige der Unseren zum Grabe hingegangen und haben es so gefunden, wie die Frauen berichtet hatten, ihn selbst aber haben sie nicht gesehen.
Da sagte er zu ihnen: O ihr Gedankenlosen, wie ist doch euer Herz so träge, um an alles das zu glauben, was die Propheten verkündigt haben!
Mußte denn Christus dies nicht leiden und dann in seine Herrlichkeit eingehen?
Darauf fing er bei Mose und allen Propheten an und legte ihnen alle Schriftstellen aus, die sich auf ihn bezogen.
So kamen sie in die Nähe des Dorfes, wohin die Wanderung ging, und er tat so, als wollte er weiterwandern.
Da nötigten sie ihn mit den Worten: Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich schon geneigt! So trat er denn ein, um bei ihnen zu bleiben.
Als er sich hierauf mit ihnen zu Tisch gesetzt hatte, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis , brach das Brot und gab es ihnen:
da gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten ihn; doch er entschwand ihren Blicken.
Da sagten sie zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriftstellen erschloß?
Und sie machten sich noch in derselben Stunde auf, kehrten nach Jerusalem zurück und fanden dort die Elf nebst ihren Genossen versammelt;
diese teilten ihnen mit: Der Herr ist wirklich auferweckt worden und ist dem Simon erschienen!
Da erzählten auch sie, was sich unterwegs zugetragen hatte und wie er von ihnen am Brechen des Brotes erkannt worden war.
Während sie hierüber noch sprachen, trat Jesus selbst mitten unter sie mit den Worten: Friede sei mit euch!
Da gerieten sie in Angst und Furcht und meinten, einen Geist zu sehen.
Doch er sagte zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt, und warum steigen Zweifel in euren Herzen auf?
Seht meine Hände und meine Füße an, daß ich es leibhaftig bin! Betastet mich und beschaut mich; ein Geist hat ja doch kein Fleisch und keine Knochen, wie ihr solche an mir wahrnehmt.
Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße.
Als sie aber vor Freude immer noch ungläubig und voll Verwunderung waren, fragte er sie:
Habt ihr hier nicht etwas zu essen? Da reichten sie ihm ein Stück von einem gebratenen Fisch;
das nahm er und aß es vor ihren Augen.
Dann sagte er zu ihnen: Dies besagen meine Worte, die ich zu euch gesprochen habe, als ich noch bei euch war: es müsse alles in Erfüllung gehen, was im mosaischen Gesetz, bei den Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht.
Hierauf erschloß er ihnen den Sinn für das Verständnis der Schriften
und sagte zu ihnen: So steht geschrieben: Christus muß leiden und am dritten Tage von den Toten auferstehen,
und auf Grund seines Namens muß Buße zur Vergebung der Sünden bei allen Völkern gepredigt werden, zuerst aber in Jerusalem.
Ihr seid die Zeugen hierfür.
Und wisset wohl: Ich sende das Verheißungsgut meines Vaters auf euch herab; ihr aber bleibt hier in der Stadt, bis ihr mit Kraft aus der Höhe ausgerüstet worden seid!
Hierauf führte er sie hinaus bis in die Nähe von Bethanien, erhob dann seine Hände und segnete sie;
und es begab sich: während er sie segnete, schied er von ihnen und wurde in den Himmel emporgehoben.
Und sie warfen sich anbetend vor ihm nieder und kehrten hocherfreut nach Jerusalem zurück
und hielten sich beständig im Tempel auf und priesen Gott.

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Veröffentlicht am 26. Oktober 2025Laufzeit 3 Min. 17 Sek.

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Samuel Glöggl

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