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Lukas 20-22 · Tag 298 · 2025

Wenn Gottes Weg anders aussieht als deiner.

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Eines Tages nun, als er das Volk im Tempel lehrte und die Heilsbotschaft verkündigte, traten die Hohenpriester und Schriftgelehrten samt den Ältesten an ihn heran
und sagten zu ihm: Sage uns, aufgrund welcher Vollmacht du hier in dieser Weise auftrittst oder wer es ist, der dir die Vollmacht dazu gegeben hat?
Da antwortete er ihnen: Auch ich will euch eine Frage vorlegen; sagt mir:
Stammte die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen?
Da überlegten sie bei sich folgendermaßen: Sagen wir: ›Vom Himmel‹, so wird er fragen: ›Warum habt ihr ihm dann keinen Glauben geschenkt?‹
Sagen wir dagegen: ›Von Menschen‹, so wird das ganze Volk uns steinigen; denn es ist überzeugt, daß Johannes ein Prophet ist.
So gaben sie ihm denn zur Antwort, sie wüßten nicht, woher sie stamme.
Da sagte Jesus zu ihnen: Dann sage auch ich euch nicht, aufgrund welcher Vollmacht ich hier so auftrete.
Er begann dann dem Volk folgendes Gleichnis vorzutragen: Ein Mann legte einen Weinberg an, verpachtete ihn an Weingärtner und ging dann für längere Zeit ins Ausland.
Als nun die Zeit da war, sandte er einen Knecht zu den Weingärtnern, damit sie ihm vom Ertrag des Weinbergs abgäben; aber die Weingärtner mißhandelten diesen und schickten ihn mit leeren Händen zurück.
Da sandte er nochmals einen andern Knecht; sie aber mißhandelten und beschimpften auch diesen und schickten ihn mit leeren Händen zurück.
Er sandte darauf noch einen dritten; sie aber schlugen auch diesen blutig und warfen ihn hinaus.
Da sagte der Herr des Weinbergs: ›Was soll ich tun? Ich will meinen geliebten Sohn hinsenden; vor diesem werden sie sich doch wohl scheuen.‹
Als die Weingärtner ihn aber erblickten, überlegten sie miteinander und sagten: ›Dies ist der Erbe! Wir wollen ihn töten: dann fällt das Erbgut uns zu.‹
So stießen sie ihn denn aus dem Weinberge hinaus und schlugen ihn tot. Was wird nun der Herr des Weinbergs mit ihnen machen?
Er wird kommen und diese Weingärtner ums Leben bringen und den Weinberg an andere vergeben. Als sie das hörten, sagten sie: Nimmermehr!
Jesus aber blickte sie an und sagte: Was bedeutet denn dieses Schriftwort : ›Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden‹?
Jeder, der an diesem Steine zu Fall kommt, wird zerschmettert werden; auf wen aber der Stein fällt, den wird er zermalmen.
Da suchten die Schriftgelehrten und Hohenpriester ihn noch in derselben Stunde festzunehmen, fürchteten sich jedoch vor dem Volk; sie hatten nämlich wohl gemerkt, daß er dieses Gleichnis gegen sie gerichtet hatte.
So lauerten sie ihm denn auf und sandten Aufpasser ab, die sich das Aussehen gesetzesstrenger Leute geben sollten, damit sie ihn durch einen seiner Aussprüche fingen und ihn dann der Obrigkeit und der Gewalt des Statthalters überliefern könnten.
Die fragten ihn also: Meister, wir wissen, daß du offen redest und lehrst und die Person nicht ansiehst, sondern den Weg Gottes mit Wahrhaftigkeit lehrst:
ist es recht, daß wir dem Kaiser Steuern entrichten, oder nicht?
Da er nun ihre böse Absicht durchschaute, sagte er zu ihnen:
Zeigt mir einen Denar! Wessen Bild und Aufschrift trägt er? Sie antworteten: Des Kaisers.
Da sagte er zu ihnen: Nun, so gebt dem Kaiser, was dem Kaiser zukommt, und Gott, was Gott zukommt.
Und sie vermochten ihn nicht bei einem Ausspruch vor dem Volk zu fangen und wußten, voll Verwunderung über seine Antwort, nichts mehr zu sagen.
Hierauf traten einige Sadduzäer herzu, die da behaupten, es gebe keine Auferstehung, und legten ihm eine Frage vor
mit den Worten: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben : ›Wenn jemandem sein Bruder stirbt, der eine Frau hat, jedoch kinderlos geblieben ist, so soll sein Bruder die Frau ehelichen und für seinen Bruder das Geschlecht fortpflanzen.‹
Nun waren da sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau und starb kinderlos;
der zweite heiratete sie darauf,
dann der dritte und in derselben Weise alle sieben, hinterließen aber keine Kinder und starben;
zuletzt starb auch die Frau.
Wem von ihnen wird diese nun bei der Auferstehung als Frau angehören? Alle sieben haben sie ja zur Frau gehabt.
Da sagte Jesus zu ihnen: Die Kinder der jetzigen Weltzeit heiraten und werden verheiratet;
diejenigen aber, welche würdig befunden worden sind, an jener Weltzeit und an der Auferstehung der Toten teilzunehmen, die heiraten weder noch werden sie verheiratet;
sie können dann ja auch nicht mehr sterben, denn sie sind den Engeln gleich und sind Söhne Gottes, weil sie Söhne der Auferstehung sind.
Daß aber die Toten auferweckt werden, das hat auch Mose bei dem Dornbusch erkennen lassen , indem er dort den Herrn ›den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs‹ nennt.
Gott ist doch nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden, denn alle leben ihm.
Da antworteten mehrere Schriftgelehrte: Meister, du hast trefflich gesprochen!
Sie wagten auch hinfort nicht mehr, ihm eine Frage vorzulegen.
Er sagte dann aber zu ihnen: Wie kann man behaupten, Christus sei Davids Sohn?
David selbst sagt ja doch im Psalmbuch : ›Der Herr hat zu meinem Herrn gesagt: Setze dich zu meiner Rechten,
bis ich deine Feinde hinlege zum Schemel deiner Füße.‹
David nennt ihn also ›Herr‹; wie kann er da sein Sohn sein?
Zu seinen Jüngern aber sagte er, während das ganze Volk zuhörte:
Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die es lieben, in langen Gewändern einherzugehen, und sich auf den öffentlichen Plätzen gern begrüßen lassen; die auf die vordersten Sitze in den Synagogen und auf die obersten Plätze bei den Gastmählern Anspruch machen;
die die Häuser der Witwen verschlingen und zum Schein lange Gebete verrichten; diese werden ein besonders strenges Gericht erfahren.

Als er dann aufblickte, sah er, wie die Reichen ihre Gaben in den Opferkasten einlegten.
Da sah er auch eine arme Witwe dort zwei Scherflein hineintun
und sagte: Wahrlich ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr als alle anderen eingelegt;
denn jene haben alle aus ihrem Überfluß eine Gabe in den Gotteskasten getan, sie aber hat aus ihrer Dürftigkeit alles eingelegt, was sie zum Lebensunterhalt besaß.
Als einige dann vom Tempel sagten, er sei mit herrlichen Steinen und Weihgeschenken geschmückt, antwortete er:
Was ihr da anschaut – es werden Tage kommen, an denen kein Stein auf dem andern liegen bleibt, der nicht niedergerissen wird.
Da richteten sie die Frage an ihn: Meister, wann wird dies denn geschehen, und welches ist das Anzeichen dafür, wann dies eintreten wird?
Da antwortete er: Seht zu, daß ihr nicht irregeführt werdet! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: ›Ich bin es‹, und ›Die Zeit ist nahe!‹ Lauft ihnen nicht nach!
Wenn ihr ferner von Kriegen und Aufständen hört, so laßt euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muß zuerst kommen, aber das Ende ist dann noch nicht sogleich da.
Hierauf fuhr er fort: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere ;
auch gewaltige Erdbeben werden stattfinden und hier und da Hungersnöte und Seuchen; auch schreckhafte Erscheinungen und große Zeichen vom Himmel her werden erfolgen.
Aber ehe alles dies geschieht, wird man Hand an euch legen und euch verfolgen, indem man euch an die Synagogen und Gefängnisse überantwortet und euch vor Könige und Statthalter führt um meines Namens willen.
Da wird euch dann Gelegenheit geboten werden, Zeugnis abzulegen.
So beherzigt denn wohl, daß ihr euch nicht im voraus Sorge über die Art eurer Verteidigung machet;
denn ich selbst werde euch Redegabe und Weisheit verleihen, der alle eure Widersacher nicht zu widerstehen noch zu widersprechen imstande sein sollen.
Ihr werdet aber sogar von Eltern und Geschwistern, von Verwandten und Freunden überantwortet werden, ja man wird manche von euch töten,
und ihr werdet allen um meines Namens willen verhaßt sein.
Doch es soll kein Haar von eurem Haupte verlorengehen:
durch standhaftes Ausharren werdet ihr euch das Leben gewinnen.
Wenn ihr aber Jerusalem von Kriegsheeren umlagert seht, dann erkennet daran, daß seine Zerstörung nahe bevorsteht.
Dann sollen die in Judäa ins Gebirge fliehen und die Bewohner auswandern und die auf dem Lande Wohnenden nicht in die Stadt hineinziehen;
denn dies sind die Tage der Vergeltung , damit alles in Erfüllung gehe, was in der Schrift steht.
Wehe den Frauen, die in jenen Tagen guter Hoffnung sind, und den Müttern, die ein Kind zu nähren haben! Denn große Not wird im Lande herrschen und ein Zorngericht über dieses Volk ergehen;
und sie werden durch die Schärfe des Schwertes fallen und in die Gefangenschaft unter alle Heidenvölker weggeführt werden, und Jerusalem wird von Heiden zertreten werden , bis die Zeiten der Heiden abgelaufen sind.
Dann werden Zeichen an Sonne, Mond und Sternen in Erscheinung treten und auf der Erde wird Verzweiflung der Völker in ratloser Angst beim Brausen des Meeres und seines Wogenschwalls herrschen,
indem Menschen den Geist aufgeben vor Furcht und in banger Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen werden; denn die Kräfte des Himmels werden in Erschütterung geraten .
Und hierauf wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen mit großer Macht und Herrlichkeit .
Wenn dies nun zu geschehen beginnt, dann richtet euch auf und hebt eure Häupter empor; denn eure Erlösung naht.
Er sagte ihnen dann noch ein Gleichnis: Seht den Feigenbaum und alle anderen Bäume an:
sobald sie ausschlagen, erkennt ihr, wenn ihr es seht, von selbst, daß nunmehr der Sommer nahe ist.
So sollt auch ihr, wenn ihr alles dieses eintreten seht, erkennen, daß das Reich Gottes nahe ist.
Wahrlich ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschieht.
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nimmermehr vergehen!
Habt aber auf euch selbst acht, daß eure Herzen nicht etwa durch Schlemmerei und Trunkenheit und Sorgen des Lebens beschwert werden und jener Tag euch unvermutet überfalle wie eine Schlinge;
denn hereinbrechen wird er über alle Bewohner der ganzen Erde.
Seid also allezeit wachsam und betet darum, daß ihr die Kraft empfanget, diesem allem, was da kommen soll, zu entrinnen und vor den Menschensohn hinzutreten!
Tagsüber war Jesus im Tempel, wo er lehrte; an jedem Abend aber ging er hinaus und übernachtete am sogenannten Ölberg;
und das ganze Volk kam schon frühmorgens zu ihm, um ihm im Tempel zuzuhören.

VI. Jesu Leidensgeschichte und die Auferstehungsberichte
So kam denn das Fest der ungesäuerten Brote, das sogenannte Passah, heran;
und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten Mittel und Wege, wie sie ihn beseitigen könnten; denn sie fürchteten sich vor dem Volke.
Da fuhr der Satan in Judas, der den Beinamen Iskariot führte und zur Zahl der Zwölf gehörte:
er ging hin und verabredete mit den Hohenpriestern und den Hauptleuten der Tempelwache, wie er ihnen Jesus in die Hände liefern wollte.
Darüber freuten sie sich und kamen mit ihm überein, ihm Geld zu geben;
er war einverstanden und suchte nun nach einer guten Gelegenheit, um ihnen Jesus hinter dem Rücken des Volkes in die Hände zu liefern.
Als dann der Tag der ungesäuerten Brote gekommen war, an dem man das Passahlamm schlachten mußte,
sandte er Petrus und Johannes ab mit der Weisung: Geht hin und richtet uns das Passahmahl zu, damit wir es essen können!
Auf ihre Frage: Wo sollen wir es zurichten?
antwortete er ihnen: Gebt acht: sobald ihr in die Stadt hineinkommt, wird euch ein Mann begegnen, der einen Krug mit Wasser trägt; folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht,
und sagt dem Eigentümer des Hauses: ›Der Meister läßt dich fragen: Wo ist der Speisesaal, in welchem ich das Passahlamm mit meinen Jüngern essen kann?‹
Dann wird er euch ein geräumiges, mit Tischpolstern ausgestattetes Obergemach zeigen: dort richtet das Mahl zu!
Sie gingen hin und fanden es so, wie er ihnen gesagt hatte, und richteten das Passahmahl zu.
Als dann die Stunde gekommen war, setzte er sich zu Tisch und die Apostel mit ihm.
Da sagte er zu ihnen: Herzlich habe ich mich danach gesehnt, dieses Passahmahl vor meinem Leiden noch mit euch zu essen;
denn ich sage euch: ich werde es nicht mehr essen, bis es im Reiche Gottes seine Vollendung findet.
Dann nahm er einen Becher, sprach das Dankgebet und sagte: Nehmt diesen und teilt ihn unter euch!
Denn ich sage euch: Ich werde von nun an von dem Erzeugnis des Weinstocks nicht mehr trinken, bis das Reich Gottes kommt.
Dann nahm er Brot, sprach den Lobpreis , brach das Brot und gab es ihnen mit den Worten: Dies ist mein Leib .
Doch wisset wohl: Die Hand meines Verräters ist mit mir zusammen auf dem Tische.
Denn der Menschensohn geht zwar dahin, wie es bestimmt ist; doch wehe dem Menschen, durch den er verraten wird!
Da fingen sie an, sich untereinander zu besprechen, wer von ihnen es wohl sein möchte, der dies tun würde.
Da entstand auch noch ein Streit unter ihnen darüber, wer von ihnen als der Größte zu gelten habe.
Er aber sagte zu ihnen: Die Könige der Völker herrschen gewaltsam über sie, und ihre Machthaber lassen sich ›Wohltäter‹ nennen.
Bei euch aber darf es nicht so sein, sondern der Größte unter euch muß wie der Jüngste sein und wer obenan sitzt, wie der Aufwartende.
Denn wer ist der Größere: der zu Tische sitzt oder der dabei bedient? Doch wohl der zu Tische Sitzende. Ich aber bin in eurer Mitte wie der Aufwartende.
Ihr aber seid es, die in meinen Anfechtungen bei mir ausgeharrt haben.
So vermache ich euch denn die Königswürde, wie mein Vater sie mir vermacht hat:
ihr sollt in meinem Reiche an meinem Tische essen und trinken und sollt auf Thronen sitzen, um die zwölf Stämme Israels zu richten.
Simon, Simon! Wisse wohl: der Satan hat sich ausgebeten, Gewalt über euch zu erhalten, um euch zu sichten , wie man Weizen siebt;
ich aber habe für dich gebeten, daß dein Glaube nicht ausgehe; und du, wenn du dich einst bekehrt hast, stärke deine Brüder!
Da antwortete ihm Petrus: Herr, ich bin bereit, mit dir sowohl ins Gefängnis als auch in den Tod zu gehen!
Jesus aber entgegnete: Ich sage dir, Petrus: Der Hahn wird heute nicht krähen, bis du dreimal geleugnet hast, mich zu kennen!
Dann fuhr er fort: Als ich euch ohne Geldbeutel, ohne Ranzen und Schuhe aussandte, habt ihr da Mangel an irgend etwas gelitten? Sie antworteten: Nein, an nichts!
Er fuhr fort: Jetzt aber – wer einen Beutel hat, der nehme ihn mit sich, ebenso auch einen Ranzen, und wer nichts hat, verkaufe seinen Mantel und kaufe sich ein Schwert!
Denn ich sage euch: Folgendes Schriftwort muß sich an mir erfüllen : ›Er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden‹; denn in der Tat: das mir bestimmte Geschick kommt jetzt zum Abschluß.
Da sagten sie: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter! Er antwortete ihnen: Das genügt.
Er ging dann hinaus und begab sich nach seiner Gewohnheit an den Ölberg; es begleiteten ihn auch seine Jünger.
Als er an Ort und Stelle angelangt war, sagte er zu ihnen: Betet darum, daß ihr nicht in Versuchung geratet!
Darauf entfernte er sich etwa einen Steinwurf weit von ihnen, kniete nieder und betete
mit den Worten: Vater, wenn du willst, so laß diesen Kelch an mir vorübergehen! Doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe!
Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.
Und als er in angstvollen Seelenkampf geraten war, betete er noch inbrünstiger; und sein Schweiß wurde wie Blutstropfen, die zur Erde niederfielen.
Nach dem Gebet stand er auf, und als er zu seinen Jüngern kam, fand er sie vor Traurigkeit eingeschlafen
und sagte zu ihnen: Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet!
Während er noch redete, erschien plötzlich eine Volksschar, und der mit dem Namen Judas, einer von den Zwölfen, ging an ihrer Spitze und trat auf Jesus zu, um ihn zu küssen.
Jesus aber sagte zu ihm: Judas, mit einem Kuß verrätst du den Menschensohn?
Als nun die Begleiter Jesu sahen, was da kommen würde, sagten sie: Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen?,
und einer von ihnen schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab.
Jesus aber antwortete: Laßt ab! Bis hierher und nicht weiter! Dann rührte er das Ohr an und heilte ihn.
Zu den Hohenpriestern aber und den Hauptleuten der Tempelwache und den Ältesten, die gegen ihn hergekommen waren, sagte Jesus: Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Knütteln ausgezogen.
Während ich täglich bei euch im Tempel war, habt ihr die Hände nicht gegen mich ausgestreckt. Aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis!
Als sie ihn dann festgenommen hatten, führten sie ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters; Petrus aber folgte von weitem.
Als sie dann mitten im Hof ein Feuer angezündet und sich zusammengesetzt hatten, nahm auch Petrus mitten unter ihnen Platz.
Da sah ihn eine Magd am Feuer sitzen; sie blickte ihn scharf an und sagte: Dieser ist auch bei ihm gewesen.
Petrus aber leugnete mit den Worten: Weib, ich kenne ihn nicht!
Nach einer kleinen Weile bemerkte ihn ein anderer und sagte: Du gehörst auch zu ihnen! Petrus aber entgegnete: Mensch, ich nicht!
Nach Verlauf von etwa einer Stunde versicherte ein anderer bestimmt: Wahrhaftig, dieser ist auch mit ihm zusammen gewesen, er ist ja auch ein Galiläer!
Da entgegnete Petrus: Mensch, ich verstehe nicht, was du sagst!; und unmittelbar darauf, während er noch redete, krähte der Hahn.
Da wandte der Herr sich um und blickte Petrus an; und Petrus dachte an das Wort des Herrn, wie er zu ihm gesagt hatte: Ehe noch der Hahn heute kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.
Und er ging hinaus und weinte bitterlich.
Die Männer aber, die Jesus zu bewachen hatten, trieben ihren Spott mit ihm und schlugen ihn;
sie verhüllten ihm das Gesicht und richteten dann die Frage an ihn: Weissage uns: Wer ist’s, der dich geschlagen hat?
Auch noch viele andere Schmähungen stießen sie gegen ihn aus.
Als es dann Tag geworden war, versammelte sich der Rat der Ältesten des Volkes, Hohepriester und Schriftgelehrte; sie ließen ihn in ihre Versammlung führen
und sagten: Wenn du Christus bist, so sage es uns! Doch er erwiderte ihnen: Wenn ich es euch sage, werdet ihr es mir doch nicht glauben,
und wenn ich Fragen an euch richte, werdet ihr mir keine Antwort geben.
Aber von nun an wird der Menschensohn zur Rechten der Macht Gottes sitzen!
Da sagten sie alle: So bist du also der Sohn Gottes? Er antwortete ihnen: Ja, ihr selbst sagt es: ich bin’s.
Da erklärten sie: Wozu haben wir noch weitere Zeugenaussagen nötig? Wir haben es ja selbst aus seinem Munde gehört!

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Veröffentlicht am 25. Oktober 2025Laufzeit 3 Min. 38 Sek.

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Samuel Glöggl

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