Markus 3-5 · Tag 287 · 2025
Jesus sieht dich persönlich – mitten in der Menge!
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Als er dann wieder einmal in eine Synagoge gegangen war, befand sich dort ein Mann, der einen gelähmten Arm hatte;
und sie lauerten ihm auf, ob er ihn am Sabbat heilen würde, um dann eine Anklage gegen ihn zu erheben.
Da sagte er zu dem Manne, der den gelähmten Arm hatte: Stehe auf in die Mitte!
Dann fragte er sie: Darf man am Sabbat Gutes tun, oder Böses tun? Darf man ein Leben retten oder soll man es töten? Sie aber schwiegen.
Da blickte er sie ringsum voll Zorn an, betrübt über die Verstocktheit ihres Herzens, und sagte zu dem Manne: Strecke deinen Arm aus! Er streckte ihn aus, und sein Arm wurde wiederhergestellt.
Da gingen die Pharisäer sogleich hinaus und berieten sich mit den Anhängern des Herodes über ihn, wie sie ihn umbringen könnten. III. Die großen Zeichen und Worte Jesu in Galiläa und außerhalb Galiläas
Jesus zog sich dann mit seinen Jüngern an den See zurück, und eine große Volksmenge aus Galiläa begleitete ihn; auch aus Judäa
und Jerusalem, aus Idumäa und dem Ostjordanlande und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen die Leute auf die Kunde von allen seinen Taten in großen Scharen zu ihm.
So befahl er denn seinen Jüngern, ein Boot solle wegen der Volksmenge beständig für ihn bereitgehalten werden, damit man ihn nicht zu arg dränge;
denn weil er viele heilte, so suchten alle, die ein Leiden hatten, mit Gewalt an ihn heranzukommen, um ihn anrühren zu können;
und sooft die unreinen Geister ihn erblickten, warfen sie sich vor ihm nieder und riefen laut: Du bist der Sohn Gottes!
Er gab ihnen dann allemal die strenge Weisung, sie sollten ihn nicht offenbar machen.
Da stieg er auf den Berg hinauf und rief die zu sich, die er selbst wünschte; und sie traten zu ihm heran.
So bestellte er denn zwölf nannte]; diese sollten beständig bei ihm sein, und er wollte sie auch aussenden, damit sie verkündigten;
sie sollten auch Vollmacht zur Austreibung der bösen Geister haben.
So setzte er die Zwölf ein und legte dem Simon den Namen Petrus bei;
ferner Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, denen er den Namen Boanerges, das heißt ›Donnersöhne‹, beilegte;
ferner Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, Thaddäus, Simon den Kananäer
und Judas Iskariot, denselben, der ihn überantwortet hat.
Er ging dann in ein Haus; da sammelte sich wieder eine solche Volksmenge an, daß sie nicht einmal Zeit zum Essen hatten.
Als seine Angehörigen Kunde davon erhielten, machten sie sich auf den Weg, um sich seiner zu bemächtigen; denn sie sagten, er sei von Sinnen gekommen.
Auch die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er ist von Beelzebul besessen, und: Im Bunde mit dem Obersten der bösen Geister treibt er die Geister aus.
Da rief Jesus sie zu sich und redete in Gleichnissen zu ihnen: Wie kann der Satan den Satan austreiben?
Und wenn ein Reich in sich selbst uneinig ist, so kann ein solches Reich keinen Bestand haben;
und wenn ein Haus in sich selbst uneinig ist, so wird ein solches Haus keinen Bestand haben können;
und wenn der Satan sich gegen sich selbst erhebt und mit sich selbst in Zwiespalt gerät, so kann er nicht bestehen, sondern es ist zu Ende mit ihm.
Niemand kann aber in das Haus des Starken eintreten und ihm sein Rüstzeug rauben, ohne zuvor den Starken gefesselt zu haben: erst dann kann er sein Haus ausplündern.
Wahrlich ich sage euch: Alle Sünden werden den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, so viele sie deren aussprechen mögen;
wer sich aber gegen den heiligen Geist der Lästerung schuldig macht, der erlangt in Ewigkeit keine Vergebung, sondern ist einer ewigen Sünde schuldig –
weil sie behaupteten, er sei von einem unreinen Geist besessen.
Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben draußen stehen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen,
während gerade eine große Volksmenge um ihn herum saß. Als man ihm nun meldete: Deine Mutter und deine Brüder sind draußen und fragen nach dir,
gab er ihnen zur Antwort: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?
Und indem er auf die blickte, welche rings im Kreise um ihn saßen, sagte er: Seht, diese hier sind meine Mutter und meine Brüder!
Jeder, der den Willen Gottes tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.
Und wieder einmal begann er am See zu lehren; und es sammelte sich eine sehr große Volksmenge bei ihm, so daß er in ein Boot stieg und sich darin auf dem See niedersetzte, während das gesamte Volk sich auf dem Lande am Ufer des Sees befand.
Da trug er ihnen vielerlei Lehren in Gleichnissen vor und sagte zu ihnen in seiner Belehrung:
Hört zu! Seht, der Sämann ging aus, um zu säen;
und beim Säen fiel einiges auf den Weg längshin; da kamen die Vögel und fraßen es auf.
Anderes fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erdreich hatte und bald aufschoß, weil es nicht tief in den Boden dringen konnte;
als dann die Sonne aufgegangen war, wurde es versengt und verdorrte, weil es keine Wurzel hatte.
Wieder anderes fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten es, und es brachte keine Frucht.
Anderes aber fiel auf den guten Boden und brachte Frucht, indem es aufging und wuchs; und das eine trug dreißigfältig, das andere sechzigfältig, noch anderes hundertfältig.
Er schloß mit den Worten: Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Als er dann allein war, fragten ihn die, welche samt den Zwölfen bei ihm waren, um das Gleichnis.
Da antwortete er ihnen: Euch ist es gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes ; den Außenstehenden aber wird alles nur in Gleichnissen zuteil,
›damit sie immerfort sehen und doch nicht wahrnehmen, und immerfort hören und doch kein Verständnis haben, auf daß sie sich nicht bekehren und ihnen nicht Vergebung zuteil werde‹.
Dann fuhr er fort: Ihr versteht dieses Gleichnis nicht? Ja, wie wollt ihr da die Gleichnisse überhaupt verstehen?
Der Sämann sät das Wort.
Die aber, bei denen der Same auf den Weg längshin fällt, sind solche: da wird das Wort gesät, doch wenn sie es gehört haben, kommt sogleich der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät war.
Ebenso die, bei denen der Same auf felsiges Land fällt, das sind solche: wenn sie das Wort hören, nehmen sie es für den Augenblick mit Freuden an;
doch sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind Kinder des Augenblicks; wenn nachher Drangsal oder Verfolgung um des Wortes willen kommt, werden sie sogleich irre.
Bei anderen fällt der Same unter die Dornen; das sind solche, die das Wort wohl gehört haben,
doch die weltlichen Sorgen und der Betrug des Reichtums und die sonstigen Gelüste dringen in sie ein und ersticken das Wort: so bleibt es ohne Frucht.
Wo aber auf den guten Boden gesät ist, das sind solche, die das Wort hören und aufnehmen und Frucht bringen, dreißigfältig und sechzigfältig und hundertfältig.
Weiter sagte er zu ihnen: Kommt etwa die Lampe , damit man sie unter den Scheffel oder unter das Bett stelle? Nein, damit sie auf den Leuchter gestellt werde .
Denn es gibt nichts Verborgenes, außer damit es offenbart werde, und nichts ist in Geheimnis gehüllt worden, außer damit es ans Tageslicht komme .
Wer Ohren hat zu hören, der höre! –
Dann fuhr er fort: Seid achtsam auf das, was ihr hört! Mit demselben Maß, mit dem ihr meßt, wird euch wieder gemessen werden, und es wird euch noch hinzugetan werden .
Denn wer da hat, dem wird noch dazugegeben werden; und wer nicht hat, dem wird auch das genommen werden, was er hat.
Er fuhr dann fort: Mit dem Reiche Gottes verhält es sich so, wie wenn jemand den Samen auf das Land wirft
und dann schläft und aufsteht in der Nacht und bei Tag; und der Same sproßt und wächst hoch, ohne daß er selbst etwas davon weiß.
Von selbst bringt die Erde Frucht hervor, zuerst die grünen Halme, dann die Ähren, dann den vollen Weizen in den Ähren.
Wenn aber die Frucht es zuläßt, legt er sofort die Sichel an; denn die Ernte ist da.
Weiter sagte er: Wie sollen wir ein Bild vom Reiche Gottes entwerfen oder in welchem Gleichnis es darstellen?
Es gleicht einem Senfkorn, das, wenn man es in den Erdboden sät, kleiner ist als alle anderen Samenarten auf der Erde;
doch wenn es gesät ist, geht es auf und wird größer als alle anderen Gartengewächse und treibt große Zweige, so daß unter seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.
In vielen derartigen Gleichnissen verkündete Jesus ihnen das Wort, je nach dem sie es zu verstehen vermochten;
aber ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen; wenn er dann mit seinen Jüngern allein war, so gab er ihnen die Auslegung von allem.
Er sagte dann zu ihnen an jenem Tage, als es Abend geworden war: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren!
So ließen sie denn die Volksmenge gehen und nahmen ihn, wie er war, im Boote mit; doch auch noch andere Boote begleiteten ihn.
Da erhob sich ein gewaltiger Sturmwind, und die Wellen schlugen in das Boot, so daß das Boot sich schon mit Wasser zu füllen begann;
er selbst aber lag am hinteren Teil des Bootes und schlief auf dem Kissen. Sie weckten ihn nun und sagten zu ihm: Meister, liegt dir nichts daran, daß wir untergehen?
Da stand er auf, bedrohte den Wind und gebot dem See: Schweige! Werde still! Da legte sich der Wind, und es trat völlige Windstille ein.
Hierauf sagte er zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr immer noch keinen Glauben?
Da gerieten sie in große Furcht und sagten zueinander: Wer ist denn dieser, daß auch der Wind und der See ihm gehorsam sind?
Sie kamen dann an das jenseitige Ufer des Sees in das Gebiet der Gerasener.
Als er dort aus dem Boot gestiegen war, lief ihm sogleich von den Gräbern her ein Mann entgegen, der von einem unreinen Geist besessen war.
Er hatte seinen Aufenthalt in den Gräbern, und niemand vermochte ihn zu fesseln, auch nicht mit einer Kette;
denn man hatte ihn schon oft mit Fußfesseln und Ketten gebunden, aber er hatte die Ketten immer wieder zerrissen und die Fußfesseln zerrieben, und niemand war stark genug, ihn zu überwältigen.
Er hielt sich allezeit, bei Tag und bei Nacht, in den Gräbern und auf den Bergen auf, schrie laut und zerschlug sich mit Steinen.
Als er nun Jesus von weitem sah, kam er herzugelaufen, warf sich vor ihm nieder
und stieß laut schreiend die Worte aus: Was willst du von mir, Jesus, du Sohn Gottes, des Höchsten? Ich beschwöre dich bei Gott: quäle mich nicht!
Jesus war nämlich im Begriff, ihm zu gebieten: Fahre aus, du unreiner Geist, aus dem Manne!
Da fragte Jesus ihn: Wie heißt du? Er antwortete ihm: Legion heiße ich, denn wir sind unser viele.
Dann bat er ihn inständig, er möchte sie nicht aus der Gegend verweisen.
Nun befand sich dort am Berge eine große Herde Schweine auf der Weide.
Da baten sie ihn: Schicke uns in die Schweine! Laß uns in sie fahren!
Das erlaubte Jesus ihnen auch, und so fuhren denn die unreinen Geister aus und fuhren in die Schweine hinein; und die Herde stürmte den Abhang hinab in den See hinein, etwa zweitausend Tiere, und sie ertranken im See.
Ihre Hirten aber ergriffen die Flucht und berichteten den Vorfall in der Stadt und in den Gehöften; da kamen die Leute, um zu sehen, was geschehen war.
Als sie nun zu Jesus gekommen waren, sahen sie den Besessenen ruhig dasitzen, bekleidet und ganz vernünftig, ihn, der die Legion in sich gehabt hatte, und sie gerieten darüber in Furcht.
Die Augenzeugen erzählten ihnen nun, was mit dem Besessenen vorgegangen war, und auch die Begebenheit mit den Schweinen.
Da verlegten sie sich aufs Bitten, er möchte ihr Gebiet verlassen.
Als er dann ins Boot steigen wollte, bat ihn der Besessene, bei ihm bleiben zu dürfen;
doch Jesus gestattete es ihm nicht, sondern sagte zu ihm: Gehe heim in dein Haus zu deinen Angehörigen und berichte ihnen, wie Großes der Herr an dir getan und wie er sich deiner erbarmt hat!
Da ging er weg und begann in der Landschaft der Zehn-Städte zu verkündigen, wie Großes Jesus an ihm getan hatte; und alle verwunderten sich darüber.
Als Jesus dann im Boot wieder an das jenseitige Ufer hinübergefahren war, sammelte sich eine große Volksmenge bei ihm, während er sich noch am See befand.
Da kam einer von den Vorstehern der Synagoge namens Jairus, und als er Jesus erblickte, warf er sich vor ihm nieder
und bat ihn inständig mit den Worten: Mein Töchterlein ist todkrank; komm doch und lege ihr die Hände auf, damit sie gerettet wird und am Leben bleibt!
Da ging Jesus mit ihm; es folgte ihm aber eine große Volksmenge und umdrängte ihn.
Nun war da eine Frau, die schon zwölf Jahre lang am Blutfluß gelitten
und mit vielen Ärzten viel durchgemacht und ihr ganzes Vermögen dabei zugesetzt hatte, ohne Nutzen davon gehabt zu haben – es war vielmehr immer noch schlimmer mit ihr geworden –;
die hatte von Jesus gehört und kam nun in der Volksmenge von hinten herzu und faßte seinen Rock;
sie dachte nämlich: Wenn ich auch nur seine Kleider anfasse, so wird mir geholfen sein.
Und sogleich hörte ihr Blutfluß auf, und sie spürte in ihrem Körper, daß sie von ihrem Leiden geheilt war.
Da nun auch Jesus sogleich die Empfindung in sich hatte, daß die Heilungskraft von ihm ausgegangen war, wandte er sich in der Volksmenge um und fragte: Wer hat meine Kleider angefaßt?
Da sagten seine Jünger zu ihm: Du siehst doch, wie sehr die Volksmenge dich umdrängt, und da fragst du: ›Wer hat mich angefaßt?‹
Doch er blickte rings um sich nach der, die es getan hatte.
Da kam die Frau voller Angst und zitternd herbei, weil sie wohl wußte, was mit ihr vorgegangen war, warf sich vor ihm nieder und bekannte ihm die ganze Wahrheit.
Er aber sagte zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dich gerettet: gehe hin in Frieden und sei von deinem Leiden geheilt!
Während er noch redete, kamen Leute aus dem Hause des Synagogenvorstehers mit der Meldung: Deine Tochter ist gestorben: was bemühst du den Meister noch?
Jesus aber ließ die Nachricht, die da gemeldet wurde, unbeachtet und sagte zu dem Synagogenvorsteher: Fürchte dich nicht, glaube nur!
Und er ließ niemand mit sich gehen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruders des Jakobus.
So kamen sie zum Hause des Synagogenvorstehers, wo er das Getümmel wahrnahm und wie sie weinten und laut wehklagten.
Als er dann eingetreten war, sagte er zu den Leuten: Wozu lärmt und weint ihr? Das Kind ist nicht tot, sondern schläft nur!
Da verlachten sie ihn. Er aber entfernte alle aus dem Hause, nahm nur den Vater des Kindes nebst der Mutter und seine Jünger, die ihn begleiteten, mit sich und ging hinein, wo das Kind lag.
Dann faßte er das Kind bei der Hand und sagte zu ihm: Talitha kumi!, was übersetzt heißt: Mädchen, ich sage dir: stehe auf!
Da stand das Mädchen sogleich auf und ging umher; denn sie war zwölf Jahre alt. Da gerieten sie sofort vor Staunen ganz außer sich.
Er gebot ihnen dann ernstlich, niemand solle etwas von dem Geschehenen erfahren, und ordnete an, man möge ihr zu essen geben.
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