Markus 1-2 · Tag 286 · 2025
Bereit, Jesus zu folgen? – Wage den Schritt!
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Einleitung: Die Vorbereitung
Die Heilsbotschaft von Jesus Christus, dem Sohne Gottes, hat folgenden Anfang:
Wie beim Propheten Jesaja geschrieben steht: Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der dir den Weg herrichten soll ;
eine Stimme ruft in der Wüste: ›Bereitet den Weg des Herrn, macht gerade seine Pfade!‹ –:
so trat Johannes der Täufer in der Wüste auf, indem er eine Taufe der Buße predigte zur Vergebung der Sünden.
Da zog das ganze jüdische Land und auch alle Einwohner Jerusalems zu ihm hinaus und ließen sich von ihm im Jordanfluß taufen, indem sie ihre Sünden bekannten.
Johannes trug aber ein Fell von Kamelhaaren und einen ledernen Gurt um seine Hüften; er nährte sich von Heuschrecken und wildem Honig,
und seine Predigt lautete: Nach mir kommt der, welcher stärker ist als ich, für den ich nicht gut genug bin, ihm gebückt seine Schuhriemen aufzulösen.
Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit heiligem Geiste taufen.
In jenen Tagen begab es sich nun auch, daß Jesus aus Nazareth in Galiläa kam und sich von Johannes im Jordan taufen ließ.
Da, als er gerade aus dem Wasser heraufstieg, sah er den Himmel sich spalten und den Geist wie eine Taube auf ihn herabschweben;
und eine Stimme erscholl aus den Himmeln: Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen gefunden! –
Und sogleich trieb der Geist ihn in die Wüste hinaus;
und er war vierzig Tage lang in der Wüste und wurde vom Satan versucht; er weilte dort bei den wilden Tieren, und die Engel leisteten ihm Dienste. I. Die Anfänge der Wirksamkeit Jesu in Galiläa
Nachdem dann Johannes ins Gefängnis gesetzt war, begab Jesus sich nach Galiläa und verkündete dort die Heilsbotschaft Gottes
mit den Worten: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes nahe herbeigekommen; tut Buße und glaubt an die Heilsbotschaft!
Als Jesus nun am Ufer des Galiläischen Sees hinging, sah er Simon und Andreas, den Bruder Simons, die Netze im See auswerfen; sie waren nämlich Fischer.
Da sagte Jesus zu ihnen: Kommt, folgt mir nach, ich will euch zu Menschenfischern machen!
Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
Als er dann ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes, die, ebenfalls im Boot, ihre Netze instand setzten.
Sogleich berief er sie; da ließen sie ihren Vater Zebedäus mit den Lohnknechten im Boot und folgten ihm nach.
Sie begaben sich dann nach Kapernaum hinein; und sogleich am Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte.
Da waren sie über seine Lehre betroffen; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, ganz anders als die Schriftgelehrten .
Nun war da gerade in ihrer Synagoge ein Mann mit einem unreinen Geist behaftet; der schrie auf
und rief: Was willst du von uns, Jesus von Nazareth? Du bist gekommen, um uns zu verderben! Ich weiß von dir, wer du bist: der Heilige Gottes!
Jesus bedrohte ihn mit den Worten: Verstumme und fahre aus von ihm!
Da riß der unreine Geist den Mann hin und her und fuhr dann mit einem lauten Schrei von ihm aus.
Da gerieten sie allesamt in Staunen, so daß sie sich miteinander besprachen und sich befragten: Was ist dies? Eine neue Lehre mit Vollmacht! Auch den unreinen Geistern gebietet er, und sie gehorchen ihm!
Und der Ruf von ihm verbreitete sich alsbald überall in der ganzen umliegenden Landschaft Galiläa.
Sobald sie dann die Synagoge verlassen hatten, begaben sie sich in Begleitung des Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas.
Die Schwiegermutter Simons aber lag dort fieberkrank zu Bett, was man ihm sogleich von ihr mitteilte.
Er trat nun zu ihr, faßte sie bei der Hand und richtete sie auf; da wich das Fieber sogleich von ihr, und sie wartete ihnen auf.
Als es dann Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu ihm,
und die ganze Stadt war an der Tür versammelt.
Und er heilte viele, die an Krankheiten aller Art litten, und trieb viele böse Geister aus, ließ dabei aber die Geister nicht reden, weil sie ihn kannten.
Frühmorgens aber, als es noch ganz dunkel war, stand er auf, verließ das Haus und begab sich an einen einsamen Ort, wo er betete.
Simon jedoch und seine Genossen eilten ihm nach,
und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich!
Er aber antwortete ihnen: Wir wollen anderswohin in die benachbarten Ortschaften gehen, damit ich auch dort die Botschaft ausrichte; denn dazu bin ich ausgezogen.
So wanderte er denn in ganz Galiläa umher, indem er in ihren Synagogen predigte und die bösen Geister austrieb.
Da kam ein Aussätziger zu ihm, fiel vor ihm auf die Knie nieder und bat ihn flehentlich mit den Worten: Wenn du willst, kannst du mich reinigen.
Jesus hatte Mitleid mit ihm, streckte seine Hand aus, faßte ihn an und sagte zu ihm: Ich will’s: werde rein!
Da verschwand der Aussatz sogleich von ihm, und er wurde rein.
Jesus aber gab ihm strenge Weisung, hieß ihn auf der Stelle weggehen
und sagte zu ihm: Hüte dich, jemandem etwas davon zu sagen! Gehe vielmehr hin, zeige dich dem Priester und bringe für deine Reinigung das Opfer dar, das Mose geboten hat, zum Zeugnis für sie!
Als jener aber weggegangen war, fing er an, vielfach davon zu erzählen und die Sache überall bekannt zu machen, so daß Jesus nicht mehr offen in eine Stadt hineingehen konnte, sondern sich draußen an einsamen Orten aufhalten mußte; und doch kamen die Leute von allen Seiten her zu ihm.
II. Zusammenstöße mit den Führern des Volkes
Als er dann nach einiger Zeit wieder nach Kapernaum heimgekommen war und die Kunde sich verbreitet hatte, daß er im Hause sei,
da versammelten sich alsbald so viele Leute, daß selbst der Platz vor der Tür für sie nicht mehr ausreichte; und er verkündigte ihnen das Wort.
Da kamen Leute zu ihm, die einen Gelähmten brachten, der von vier Männern getragen wurde.
Weil sie nun mit ihm wegen der Volksmenge nicht an ihn herankommen konnten, deckten sie über der Stelle, wo Jesus sich befand, das Hausdach ab und ließen das Tragbett, auf dem der Gelähmte lag, durch eine Öffnung, die sie hindurchgebrochen hatten, hinab.
Als Jesus nun ihren Glauben erkannte, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind vergeben!
Es saßen dort aber einige Schriftgelehrte, die machten sich in ihrem Herzen Gedanken:
Wie kann dieser so reden? Er lästert ja Gott! Wer kann Sünden vergeben außer Gott allein?
Da nun Jesus in seinem Geiste sogleich erkannte, daß sie so bei sich dachten, sagte er zu ihnen: Warum denkt ihr so in euren Herzen?
Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: ›Deine Sünden sind vergeben‹, oder zu sagen: ›Stehe auf, nimm dein Tragbett und gehe umher‹?
Damit ihr aber wißt, daß der Menschensohn Vollmacht hat, Sünden auf Erden zu vergeben – hierauf sagte er zu dem Gelähmten:
Ich sage dir: Stehe auf, nimm dein Bett und gehe heim in dein Haus!
Da stand er auf, nahm sogleich das Tragbett und ging vor aller Augen hinaus, so daß alle vor Staunen außer sich gerieten und Gott priesen, indem sie erklärten: So etwas haben wir noch nie gesehen!
Er ging hierauf wieder hinaus an den See, und die ganze Volksmenge kam zu ihm, und er lehrte sie.
Im Vorübergehen sah er dann Levi, den Sohn des Alphäus, an der Zollstätte sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand er auf und folgte ihm nach.
Nun begab es sich, als Jesus in Levis Hause zu Tische saß, daß viele Zöllner und Sünder mit Jesus und seinen Jüngern am Mahl teilnahmen; denn es waren ihrer viele, die ihm nachfolgten.
Als nun die Schriftgelehrten, die zu den Pharisäern gehörten, ihn mit den Zöllnern und Sündern zusammen essen sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie , daß er mit den Zöllnern und Sündern ißt und trinkt?
Als Jesus das hörte, sagte er zu ihnen: Die Gesunden haben keinen Arzt nötig, wohl aber die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder.
Die Jünger des Johannes und die Pharisäer fasteten gerade. Da kamen Leute zu Jesus mit der Frage: Warum fasten die Jünger des Johannes und die Schüler der Pharisäer, während deine Jünger es nicht tun?
Jesus antwortete ihnen: Können etwa die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam noch bei ihnen weilt? Nein, solange sie den Bräutigam noch bei sich haben, können sie nicht fasten.
Es werden aber Tage kommen, wo der Bräutigam ihnen genommen sein wird; dann, an jenem Tage, werden sie fasten. –
Niemand setzt ein Stück von ungewalktem Tuch auf ein altes Kleid; sonst reißt der eingesetzte neue Fleck von dem alten Kleide wieder ab, und es entsteht ein noch schlimmerer Riß.
Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche; sonst sprengt der Wein die Schläuche, und der Wein geht samt den Schläuchen verloren. Nein, neuer Wein gehört in neue Schläuche.
begab es sich, daß Jesus am Sabbat durch die Kornfelder wanderte, und seine Jünger begannen im Dahingehen Ähren abzupflücken.
Da sagten die Pharisäer zu ihm: Sieh, was sie da am Sabbat Unerlaubtes tun!
Er antwortete ihnen: Habt ihr noch niemals gelesen , was David getan hat, als er Mangel litt und ihn samt seinen Begleitern hungerte?
Wie er da ins Gotteshaus ging zur Zeit des Hohenpriesters Abjathar und die Schaubrote aß, die doch niemand außer den Priestern essen darf , und wie er auch seinen Begleitern davon gab?
Dann fuhr er fort: Der Sabbat ist um des Menschen willen da und nicht der Mensch um des Sabbats willen;
somit ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.
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