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Sirach 42-45 · Tag 202 · 2025

Weisheit von gestern – Wegweiser für heute.

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Angabe von Vornahmen und Dingen, deren man sich nicht zu schämen braucht
Jedoch wegen folgender Dinge sollst du dich nicht schämen und auf niemand Rücksicht nehmen dir zur Versündigung:
wegen des Gesetzes des Höchsten und seiner Satzungen und wegen der Rechtsprechung, daß du den Gottlosen gerecht sprächest;
wegen der Rede mit Genossen und Reisegefährten und wegen der Auszahlung einer von Genossen herrührenden Erbschaft;
wegen der Richtigkeit von Waage und Gewichten ; und wegen des Erwerbs von vielem oder wenigem ,
wegen des gleichmäßigen Preises beim Kauf und Verkauf und wegen strenger Kinderzucht und wegen Blutigschlagens des Rückens eines bösen Knechts.
Für ein böses Weib gehört sich die Verwendung eines Türschlosses , und wo viele Hände tätig sind, da schließe zu,
Was du herausgibst , sei gezählt und gewogen, und Ausgabe und Einnahme, alles sei schriftlich!
Schäme dich nicht wegen der Zurechtweisung eines Unverständigen und Toren und eines abgelebten Alten, der mit jungen Leuten im Wortwechsel liegt, so wirst du wahrhaft gebildet sein und bewährt nach dem Urteil aller Lebenden.
Eine Tochter ist für den Vater eine heimliche Beunruhigung, und die Sorge um sie verscheucht ihm den Schlaf: in ihrer Jugend, daß sie nicht verblühe, und ist sie verheiratet, daß sie nicht mißliebig werde;
in ihrer Mädchenzeit, daß sie sich nicht verführen lasse und im Vaterhause schwanger werde, wenn sie aber mit einem Gatten lebt, daß sie sich nicht vergehe, und verheiratet, daß sie nicht kinderlos bleibe.
Über eine leichtfertige Tochter halte strenge Wacht, daß sie dich nicht zur Schadenfreude deiner Feinde mache, zum Stadtgespräch und zum Verlästerten unter den Leuten und dich in Schande bringe in der Versammlung am Tore . .
Vor keinem Manne darf sie sich sehen lassen , und im Kreise von Weibern soll sie nicht vertraulich schwatzen;
denn von den Kleidern kommt die Motte her, und von dem einen Weibe die Schlechtigkeit des andern.
Besser ist die Unliebenswürdigkeit des Mannes als ein schöntuendes Weib, und eine schandbare Tochter verursacht Schande über Schande . VII. Siebenter Teil: Lobpreis Gottes ob seiner Bezeugung in Natur und Geschichte
Gedenken will ich nun der Werke des Herrn und darlegen, was ich gesehen habe. Durch das Wort des Herrn sind seine Werke .
Die helleuchtende Sonne strahlt über dem All und die Herrlichkeit des Herrn über allen seinen Werken.
Nicht hat der Herr den heiligen die Gabe verliehen, alle seine Wunderwerke aufzuzählen, die er, der allmächtige Herr, mit Kraft ausgestattet hat, daß das Weltall durch seine Herrlichkeit festen Bestand habe.
Den Abgrund und die Herzen erforscht er und durchschaut alle ihre Anschläge; denn der Höchste kennt alles Wissen und hat die Vorzeichen der Ewigkeit vor Augen.
Das Vergangene und das Zukünftige tut er kund und enthüllt den Befund verborgener Dinge;
ihm entgeht kein Gedanke, und kein einziges Vorkommnis bleibt ihm verborgen.
Die Wunderwerke seiner Weisheit hat er wohl geordnet und so, daß sie von Ewigkeit bis in Ewigkeit bestehen; nichts ist hinzugefügt worden und nichts hinweggenommen, und keines Ratgebers hat er bedurft.
Wie lieblich sind alle seine Werke! ja wie Blumen sind sie anzuschauen.
Sie alle leben und sind von ewiger Dauer, und für jedweden Zweck steht ihm alles zu Diensten.
Alle Dinge sind verschieden, eines gegenüber dem andern, doch nichts Überflüssiges hat er geschaffen:
jedes bildet eine treffliche Ergänzung zum andern, und wer kann sich satt sehen an seiner Pracht?

Der Stolz in der Höhe ist das durchsichtige Himmelsgewölbe, die Erscheinung des Himmels ein herrlicher Anblick.
Die Sonne strahlt beim Aufgang Wärme aus : wie wunderbar ist das Werk des Höchsten!
Durch ihre Mittagsglut trocknet sie den Erdkreis aus: wer vermag ihrer Hitze gegenüber standzuhalten?
Den Schmelzofen bläst man an bei Werken der Feuerglut, aber dreimal mehr setzt die Sonne die Berge in Brand; feurige Dünste entfacht sie, und lichte Strahlen entsendend , blendet sie die Augen.
Ja, groß ist der Herr, der sie geschaffen hat, und auf sein Geheiß durcheilt sie ihre Bahn.
Und auch der Mond erstrahlt immerdar zu seinen Zeiten zur Bestimmung der Zeiten und als ein ewiges Zeichen.
Vom Monde kommt die Festsetzung der Festzeiten; eine Leuchte ist er, die abnimmt, wenn er voll geworden ist .
Der Monat ist nach ihm benannt, er nimmt wunderbar zu in seinem Wechsel; als Feldzeichen für die Heerscharen in der Höhe erstrahlt er am festen Himmelsgewölbe.
Des Himmels Schönheit ist die Pracht der Sterne, ein strahlender Schmuck in den Himmelshöhen Gottes.
Nach dem Geheiß des Heiligen stehen sie da in fester Ordnung und werden nicht müde in ihrem Wachtdienst.
Schau den Regenbogen an und preise seinen Schöpfer! denn überaus herrlich ist er in seiner Farbenpracht;
das Himmelsgewölbe umzieht er mit seinem Strahlenkreise; die Hand des Höchsten hat ihn ausgespannt mit Allmacht.
Seine Allmacht entflammt Blitze und läßt Brandpfeile fliegen, wenn er richtet.
Für ihre Verwendung hat er eine Rüstkammer geschaffen, und die Wolken fliegen hervor wie Vögel.
Durch seine gewaltige Kraft verdichtet er das Gewölk, und Hagelsteine fallen zerbröckelt herab.
Der Hall seines Donners macht die Erde erbeben, und durch sein Erscheinen geraten die Berge ins Wanken.
Nach seinem Willen erbraust der Südwind und der Sturm aus dem Norden und der Wirbelwind; wie Vögel, die herniederfliegen, schüttelt er den Schnee hin, und wie Heuschrecken, die sich niederlassen, ist sein Herabfallen;
seine weiße Pracht blendet die Augen, und über sein Gestöber staunt das Herz.
Auch den Reif schüttet er wie Salz über die Erde aus, und gefroren wird er zu Nadelspitzen.
Läßt er den kalten Nordwind wehen, so gefriert das Wasser zu Eis; über jedes stehende Gewässer zieht er eine Decke, und wie in einen Panzer hüllt sich der Teich.
Wiederum versengt er den Ertrag der Berge wie dörrende Hitze und die sprossenden Auen wie eine Feuerflamme .
Heilung für alles bringt das Geträufel der Wolken ; Tau tritt ein und schafft Erquickung nach dem Glutwind.
Durch seine Überlegung hat er das Weltmeer zur Ruhe gebracht und die Inseln in der Flut gegründet.
Die Seefahrer erzählen von der Ausdehnung des Meeres; da staunen wir über das, was wir zu hören bekommen.
Dort sind auch die wundersamen und erstaunlichen Geschöpfe, Getier der mannigfachsten Art und die Ungeheuer der Walfische.
Für ihn bringen die Engel ihr Werk zustande, und nach seinem Geheiß vollführen sie seinen Willen .
Noch vieles könnten wir anführen und würden doch nicht zu Ende kommen, und der Schluß der Rede würde immer sein: Er ist alles!
Ihm zu preisen, wie vermöchten wir es ? er ist ja größer als alle seine Werke.
Verehrungswürdig ist der Herr über alle Maßen, und wunderbar ist seine Macht.
Erhebt den Herrn mit Lobpreis, so hoch ihr könnt: er ist doch immer noch erhabener! Bietet für euren Lobpreis immer neue Kraft auf und werdet nicht müde: ihr erreicht ihn doch nicht völlig.
Wer hat ihn gesehen, daß er davon erzählen könnte? und wer kann ihn preisen, wie er ist?
Vieles gibt es, was noch wunderbarer und unbegreiflicher ist als dieses , denn nur weniges haben wir von seinen Werken gesehen.
Alles hat ja der Herr geschaffen, und den Frommen hat er Weisheit verliehen.

Preisen will ich nun die frommen Männer , unsere Väter nach ihren Geschlechtern.
Viel Ehre hat der Herr ihnen zugeteilt, nämlich seine Herrlichkeit von der Urzeit her:
nämlich Beherrscher der Erde in ihren Königreichen und Männer, berühmt durch ihre Macht, die Rat erteilten durch ihre Einsicht, die Auskunft gaben durch ihre Weissagungen,
Führer von Völkern durch Ratschläge und Einsicht und Fürsten durch ihren Scharfblick,
die Lieder ersannen nach den Regeln und Sprüche schriftlich bekannt machten,
reiche Männer, ausgestattet mit Macht und ruhig in ihren Wohnstätten lebend:
alle diese waren zu ihrer Zeit hochgeehrt, und solange sie lebten, bestand ihr Ruhm.
Manche von ihnen haben einen Namen hinterlassen, so daß man ihre Ruhmestaten erzählt;
aber an manche von ihnen ist kein Andenken hinterblieben, sondern sie sind untergegangen, als wären sie nie gewesen; sie wurden, als wären sie nie geboren, und ebenso ihre Kinder nach ihnen.
Aber dieses sind die frommen Männer , deren gerechtes Tun nicht in Vergessenheit geraten ist;
bei ihren Nachkommen verbleibt der Segen und ihr Erbe bei ihren Kindeskindern.
Im Bunde verharrt ihr Geschlecht und ihre Kinder um ihretwillen;
auf ewig bleibt ihr Gedächtnis bestehen , und ihr Ruhm wird nie vergessen.
Ihre Leiber wurden in Frieden bestattet, aber ihr Name lebt fort bis in die fernsten Geschlechter.
Von ihrer Weisheit erzählt die Volksgemeinde, und ihr Lob verkündet die Versammlung.
Henoch wandelte mit Gott und ward entrückt, ein Vorbild der Sinnesänderung für seine Zeitgenossen .
Der gerechte Noah wurde als untadelig erfunden, zur Zeit des Zornes wurde er der Stammvater ; um seinetwillen blieb ein Überrest, und infolge des Bundes mit ihm hörte die Flut auf .
Ein ewiger Bund wurde mit ihm geschlossen, daß nicht alles Fleisch durch eine Flut vertilgt werden sollte.
Abraham wurde zum großen Vater einer Menge von Völkern, und niemals ist jemand an Ehre ihm gleich erfunden worden;
er war’s, der das Gebot des Höchsten hielt und in einen Bund mit ihm trat; an seinem Fleische bestätigte er den Bund, und in der Versuchung ward er treu erfunden.
Darum verhieß Gott ihm mit einem Eide, daß die Völker durch seine Nachkommenschaft gesegnet werden sollten, nämlich ihn zahlreich zu machen wie den Staub der Erde, und wie die Sterne seine Nachkommenschaft zu erhöhen und ihnen Landbesitz zu verleihen von einem Meer bis zum andern und vom Euphratstrom bis ans Ende der Erde.
Auch dem Isaak gab er dieselbe Verheißung um Abrahams, seines Vaters, willen, nämlich den Segen für alle Menschen und den Bund,
und ließ endlich den Segen ruhen auf dem Haupte Jakobs. Er erkannte ihn als einen Erstgeborenen an und gab ihm zum Erbbesitz; er sonderte es in seine Gebiete, die er unter die zwölf Stämme verteilte.

Und er ließ aus ihm einen Mann hervorgehen, der Gnade fand in den Augen aller Lebenden, geliebt von Gott und den Menschen, Mose, dessen Andenken gesegnet ist.
Er verherrlichte ihn wie einen Gott und machte ihn groß durch furchtbare Taten .
Auf sein Geheiß ließ er schnell die Zeichen geschehen und machte ihn beherzt vor dem Könige . Befehle erteilte er ihm an das Volk und ließ ihn seine Herrlichkeit schauen.
Wegen seiner Treue und seiner Sanftmut erwählte er ihn aus allen Menschenkindern;
er ließ ihn seine Stimme hören und ließ ihn in das Wolkendunkel treten und legte ihm die Gebote in die Hand , das Gesetz des Lebens und der Einsicht, daß er Jakob seinen Bund lehre und die Israeliten seine Rechte und Satzungen.
Und ebenso wie ihn erhöhte er einen Heiligen, nämlich Aaron aus dem Stamme Levi.
Er bestellte ihn zu einem Amte von ewiger Dauer und verlieh ihm das Priestertum im Volk, daß er ihm in Segen diene . Er verherrlichte ihn mit seiner Pracht und umgürtete ihn mit herrlicher Pracht ;
er ließ ihn den ganzen Schmuck anlegen und zierte ihn mit der prächtigen Kleidung, mit den Beinkleidern, dem Leibrock und Schulterkleid.
Und er brachte daran rings Granatäpfel an, Glöckchen in Menge ringsum, die einen lieblichen Klang erschallen ließen bei seinen Schritten, um ihren Ton im Tempel hören zu lassen, damit der Kinder seines Volkes gnädig gedacht würde,
mit der heiligen Gewandung aus Gold und Purpurblau und Purpurrot, in Kunstwirkarbeit, mit dem Brustschild des Urteilsspruches, den Urim und Thummim, mit dem gewobenen Karmesin , in Weberarbeit,
mit den Edelsteinen, graviert wie Siegelringe, in der Einfassung von Gold, der Arbeit des Steinschneiders, zur Erinnerung mit eingegrabener Schrift, entsprechend der Zahl der Stämme Israels;
dazu die goldene Krone oben am Kopfbund mit der eingeschnittenen Inschrift dem Herrn geheiligt, ein herrlicher Schmuck, ein Werk der Pracht, eine Wonne für die Augen und die vollkommenste Schönheit .
Vorher gab es nichts derartiges, und bis in Ewigkeit darf kein anderer es anlegen, sondern nur einer von seinen Söhnen und dessen Nachkommen nach ihren Geschlechtern .
Sein Speisopfer geht gänzlich in Rauch auf, alltäglich als ständiges zweimal.
Und Mose füllte seine Hand und salbte ihn mit dem heiligen Öl; und so wurde ihm eine Dienstleistung für alle Zukunft auferlegte und seinen Nachkommen, solange der Himmel steht, daß er ihm dienen und Priester sein solle und sein Volk in seinem Namen segnete.
Er erwählte ihn aus allen Lebenden, um das Brandopfer und die Fettsstücke darzubringen, Rauchwerk und Wohlgeruch als Erinnerungsopfer, und Sühne für sein Volk zu erwirken.
Und er gab ihm seine Gebote und übertrug ihm die oberste Entscheidung über das Gesetz und das Recht , um Jakob seine Zeugnisse zu lehren und Israel in seinem Gesetz zu unterweisen.
da traten Fremdlinge wider ihn auf und waren eifersüchtig auf ihn in der Wüste, die Anhänger Dathans und Abirams und die Rotte Korahs, in grimmigem Zorn.
Der Herr aber sah es und geriet in Zorn und vertilgte sie in seines Zornes Glut; er vollbrachte an ihnen Wunderzeichen und verzehrte sie durch flammendes Feuer.
Dem Aaron aber mehrte er noch die Ehre und gab ihm seinen Erbbesitz: die Erstlinge der Felderzeugnisse teilte er ihm zur Nahrung zu und hieß ihn die Opfer des Herrn essen;
die Schaubrote sind sein Anteil und ein Geschenk für ihn und seine Nachkommen.
Jedoch am Landbesitz des Volkes soll er kein Erbteil haben und inmitten des Volkes keinen Erbbesitz verteilen; denn der Herr selbst ist sein Anteil und sein Erbbesitz unter den Kindern Israel .
Und auch Pinehas, der Sohn Eleasars, erlangte als dritter Ehre durch seine Tatkraft , weil er eiferte für den Gott des Alls und für sein Volk in den Riß trat, weil sein Herz ihn dazu antrieb und er Sühne für Israel erwirkte.
Darum setzte er auch für ihn eine Rechtsbestimmung fest, einen Friedensbund, daß er Vorsteher des Heiligtums sein sollte, daß ihm und seinen Nachkommen das Hohepriestertum gehören sollte auf ewige Zeiten.
Es bestand aber auch eine Bundesverheißung mit David, dem Sohne Isais, aus dem Stamme Juda: das Erbe des Königs solle einem von seinen Söhnen allein zufallen , ebenso das Erbe Aarons ihm und seinen Nachkommen.
Er gebe euch Weisheit des Herzens, sein Volk mit Gerechtigkeit zu richten, damit euer Glück nicht aufhöre und eure Herrschaft bis in die fernsten Zeiten bestehe .

Folgendetails

Veröffentlicht am 21. Juli 2025Laufzeit 16 Min. 55 Sek.

Personen in dieser Folge

Samuel Glöggl

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