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Sirach 30-33 · Tag 199 · 2025

Wahre Zufriedenheit finden – Dein Herz entscheidet!

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Mahnung zu strenger Kinderzucht
Wer seinen Sohn lieb hat, läßt ihn immerdar die Rute fühlen, damit er zuletzt Freude an ihm erlebe.
Wer seinen Sohn in Zucht hält, wird Freude an ihm haben und inmitten der Bekannten sich seiner rühmen können.
Wer seinem Sohn Belehrung erteilt, macht seinen Feind eifersüchtig und kann vor seinen Freunden über ihn frohlocken.
Stirbt sein Vater, so ist’s, als wäre er nicht gestorben, denn einen ihm Ähnlichen läßt er zurück;
solange er lebt, sieht er ihn mit Freuden an und bei seinem Tode tritt keine bange Sorge ein.
Den Feinden gegenüber hinterläßt er einen Rächer und seinen Freunden einen, der ihre Liebe vergilt.
Wer seinen Sohn verzärtelt, verbindet ihm die Wunden , und bei jedem Schrei gerät sein Herz in Angst.
Wie ein ungebändigtes Pferd störrisch wird, so wird ein Sohn, dem man die Zügel schießen läßt, widerspenstig.
Herze deinen Sohn, so wird er dich in Schrecken setzen, scherze mit ihm, so wird er dir Kummer bereiten.
Lache nicht mit ihm, damit du später nicht Schmerzen mit ihm zu leiden brauchst und schließlich mit den Zähnen knirschen mußt.
Gewähre ihm keine Freiheit in seiner Jugend und laß seine Verfehlungen nicht unbeachtet;
beuge ihm den Nacken in seiner Jugendzeit und bleue ihm den Rücken, solange er noch klein ist, damit er nicht störrisch und dir ungehorsam werde und dir Seelenkummer erwachse.
Halte deinen Sohn in Zucht und mache dir mit ihm zu schaffen, damit du nicht durch seine Torheit Kummer erlebst . Vom Wert der Gesundheit
Besser ein Armer, der gesund und von kräftiger Leibesbeschaffenheit ist, als ein Reicher, dessen Körper mit Krankheit behaftet ist.
Gesundheit und Wohlbefinden ist besser als alles Gold, und ein kräftiger Leib besser als unermeßliches Vermögen.
Kein Reichtum ist besser als leibliche Gesundheit, und kein Gut geht über volles Wohlbehagen.
Besser ist der Tod als ein qualvolles Leben und besser ewige Ruhe als immerwährende Krankheit.
Leckerbissen, einem verschlossenen Munde reichlich dargeboten, sind wie kostbare Speisen, die man auf ein Grab gestellt hat.
Was nützt das Opfer einem Götzenbilde? Es kann ja weder essen noch riechen.
So ist es auch mit dem, der vom Herrn heimgesucht, d.h. mit Geld und Gut gesegnet) wird: er sieht’s mit den Augen und seufzt gleichwie ein Entmannter, der eine Jungfrau umarmt und seufzt. Vom Trübsinn
Gib dich nicht dem Trübsinn hin und plage dich nicht mit sorgenvollen Gedanken.
Frohsinn im Herzen ist Leben für den Menschen, und die fröhliche Stimmung eines Mannes verlängert seine Lebenstage.
Rede deiner Seele zu und sprich deinem Herzen Mut ein und halte Trübsinn fern von dir; denn schon viele hat die Traurigkeit ums Leben gebracht, und es wohnt kein Nutzen in ihr.
Neid und Zorn verkürzen die Tage, und Sorgen führen das Greisenalter vor der Zeit herbei.
Ein heiteres und fröhliches Herz wird sich bei Leckerbissen an die ihm zusagenden Speisen halten .

Warnung vor übermäßiger Sorge ums Geld
Die Schlaflosigkeit des Reichen macht sein Fleisch schwinden, und seine Sorgen verscheuchen den Schlaf.
Sorgenvolles Wachen hält den Schlummer fern und macht wie eine schwere Krankheit den Schlaf unmöglich.
Der Reiche müht sich ab bei der Ansammlung von Vermögen, und wenn er ausruht, sättigt er sich an seinen Genüssen ;
der Arme dagegen bei kümmerlichem Lebensunterhalt, und wenn er ausruht, so leidet er Mangel.
Wer das Gold liebt, bleibt nicht schuldlos, und wer dem Gelde nachjagt, gerät dadurch in Sünden .
Viele sind dem Untergang anheimgefallen aus Liebe zum Golde, und plötzlich stand das Verderben vor ihnen;
ein Stück Holz, über das man fällt, ist es für die Toren , und jeder Unverständige läßt sich dadurch fangen.
Glücklich zu preisen ist der Reiche, der untadelig erfunden wird und hinter dem Golde nicht hergeht.
Wo ist ein solcher, daß wir ihn glücklich preisen? Denn Wundertaten hat er in seinem Volke vollbracht.
Wer ist durch den Besitz von Gold versucht worden und bis ans Ende unsträflich geblieben? es soll ihm zum Ruhm gereichen! Wer konnte das Gesetz übertreten und ließ sich doch keine Übertretung zu schulden kommen? wer konnte Böses tun und tat es doch nicht?
Einem solchen ist sein Glück gesichert, und seine Gerechtigkeit preist die Gemeinde. Vom Verhalten bei Gastmählern; Mahnungen zur Mäßigkeit beim Essen und Trinken und Verwandtes
Wenn du an der Tafel eines Großen sitzest, so sperre an ihr nicht den Rachen auf und sage nicht: Ei, da stehen ja viele Sachen aufgetragen!
Bedenke wohl, daß ein mißgünstiges Auge etwas Schlimmes ist: was ist mißgünstiger geschaffen als das Auge? Darum vergießt es Tränen über das ganze Gesicht herab.
Wohin der andere blickt, dahin strecke deine Hand nicht aus, damit du nicht zugleich mit ihm in der Schüssel zusammentreffest.
Beurteile die Wünsche des anderen von deinem eigenen Standpunkt aus und denke nach bei allem, was du tust .
Iß, wie ein Mensch soll, das, was man dir vorgesetzt hat, und schmatze nicht beim Kauen , damit du keinen Anstoß erregest.
Höre mit Rücksicht auf den Anstand zuerst auf und sei nicht unersättlich, damit du nicht Ärgernis gebest.
Und wenn du inmitten vieler sitzest, so strecke deine Hand nicht früher aus als jene.
Wie wenig genügt einem wohlerzogenen Menschen! und er braucht auf seinem Lager nicht zu stöhnen.
Gesunder Schlaf stellt sich ein, wenn der Magen nicht zu voll ist; man steht morgens auf und hat einen klaren Kopf; Beschwerde der Schlaflosigkeit und des Erbrechens und Leibschmerzen stellen sich bei einem unersättlichen Menschen ein.
Hast du dich aber beim Genuß der Gerichte übernommen, so stehe auf und geh umher, so wirst du wieder zur Ruhe kommen.
Höre auf mich, mein Sohn, und schlage meine Worte nicht in den Wind! Du wirst schließlich finden, daß ich recht habe. Bei allem, was du tust, sei mäßig , so wird dich keinerlei Krankheit befallen.
Bei wem die Tafel glänzend besetzt ist, den preisen alle Lippen, und das Rühmen seiner Anständigkeit tritt zuverlässig ein;
wer aber bei der Bewirtung knauserig ist, über den murrt die ganze Stadt, und der Ruf von seiner Knauserei tritt entschieden ein.
Beim Weintrinken suche kein Held zu sein, denn schon viele hat der Wein zugrunde gerichtet.
Wie der Ofen den Stahl erprobt, den man eingetaucht hat, so erprobt der Wein die Herzen, wenn Übermütige im Streit liegen .
Ein Lebenswasser ist der Wein für den Menschen, wenn man ihn mit Maßen trinkt. Was ist das Leben für den, der den Wein entbehren muß? Ja, er ist den Menschen zum Frohsinn geschaffen.
Des Herzens Freude und der Seele Lust ist der Wein, wenn man ihn zu rechter Zeit mäßig trinkt;
aber Herzeleid schafft der Wein, wenn er genossen wird bei Streit und im Zorn .
Trunkenheit steigert die Wut des Unvernünftigen zu anstößigem Tun , schwächt die Körperkraft und fügt auch noch Wunden hinzu.
Beim Weingelage stelle den Nächsten nicht zur Rede und behandle ihn nicht geringschätzig in seiner Fröhlichkeit; sprich kein schmähendes Wort zu ihm und rege ihn nicht auf durch eine Schuldforderung.

Macht man dich zum Trinkwart, so überhebe dich nicht, benimm dich unter ihnen wie einer ihresgleichen; sorge für sie, und dann erst setze dich.
Bist du allen deinen Obliegenheiten nachgekommen, dann laß dich nieder, damit du deine Freude an ihnen hast und als Lohn für dein treffliches Verhalten den Kranz erhältst.
Rede, du Alter, denn das kommt dir zu, mit gründlicher Sachkenntnis, doch hindere den Gesang nicht!
Wo es Gesang zu hören gibt, da trage keine lange Rede vor und bringe deine Weisheit nicht zur Unzeit an.
Wie ein Siegelring von Karfunkel an goldener Halskette ist ein kunstgerechtes Konzert beim Weingelage;
ein Siegelring von Smaragd in goldener Einfassung ist melodischer Gesang bei lieblichem Wein.
Rede, du Jüngling, wenn’s durchaus nötig ist, aber nur, wenn man zwei- oder dreimal dich auffordert .
Fasse dich kurz, sage viel mit wenigen Worten; sei wie einer, der’s versteht und doch schweigen kann.
Unter Vornehmen stelle dich ihnen nicht gleich und unter Greisen schwatze nicht viel.
Wie der Blitz dem Donner vorauseilt, so geht vor dem Bescheidenen die Gunst einher.
Stehe beizeiten auf und halte dich nicht zum Nachtrab; begib dich schnell nach Hause und sei nicht leichtsinnig .
Dort sei vergnügt und führe deine Einfälle aus, doch in der Furcht Gottes und nicht in Unverstand ;
und außerdem preise deinen Schöpfer, der dich mit seinen Gütern überreich labt. Gegensatz zwischen dem gottesfürchtigen Weisen und dem sündigen Toren
Wer den Herrn sucht , erhält Belehrung , und die eifrig nach ihm trachten, erlangen sein Wohlgefallen.
Wer das Gesetz erforscht , wird mit ihm ganz erfüllt; wer aber heuchelt, kommt an ihm zu Fall.
Die den Herrn fürchten, verstehen das Recht und lassen gerechte Aussprüche wie ein Licht leuchten .
Ein sündiger Mensch lehnt die Belehrung ab und macht eine ihm genehme Auslegung ausfindig .
Ein Mann von Einsicht läßt die Ansicht eines Fremden nicht unbeachtet, aber der Hochmütige fügt sich keiner Rücksichtnahme, und nachdem er für sich allein gehandelt hat, ohne sich raten zu lassen, wird er seines Unverstandes überführt.
Ohne Rat tue nichts, so wirst du nach der Tat nichts zu bereuen haben.
Gehe nicht auf einem Wege, der Hindernisse darbietet , damit du nicht über Steine stolperst .
Traue keinem Wege, der frei von Anstoß ist, und so sei auch vor deinen Kindern auf der Hut .
Bei allem, was du tust, achte auf deine Seele , denn darin besteht die Beobachtung der Gebote .
Wer sein Vertrauen auf das Gesetz setzt, der bewahrt seine Seele , und wer auf den Herrn vertraut, wird nicht zu Schaden kommen.

Den Gottesfürchtigen trifft kein Übel, sondern in der Heimsuchung reißt der Herr ihn wieder heraus.
Nie wird weise, wer das Gesetz haßt , und er wird umhergeworfen wie ein Schiff im Wirbelsturm.
Ein verständiger Mensch setzt sein Vertrauen auf das Wort Gottes, und das Gesetz ist für ihn zuverlässig wie eine Frage an das göttliche Orakel.
Bereite dich auf deine Rede vor und dann laß dich hören, nimm dein Wissen zusammen und dann antworte.
Wie ein Wagenrad ist das Innere des Toren und wie eine sich drehende Wagenachse sein Denken.
Ein geiler Hengst ist wie ein spottsüchtiger Freund; mag auf ihm sitzen, wer da will: – er wiehert. Die Ungleichheit in der Natur sowie unter den Menschen rührt von Gott her
Warum ragt mancher Tag vor dem andern hervor, obgleich doch alles Tageslicht im Jahre von derselben Sonne kommt?
Durch die Weisheit Gottes sind sie unterschiedlich gestaltet, und er hat die Zeiten und Feste verschieden gemacht;
einige von ihnen hat er erhöht und geheiligt, während er manche von ihnen unter die Zahl der Alltage gesetzt hat.
Auch die Menschen bestehen allesamt aus Staub, und aus Erde wurde auch Adam erschaffen.
Auf Grund seiner großen Weisheit hat der Herr Unterschiede zwischen ihnen gemacht und ihnen mannigfaltige Geschicke zugewiesen;
manche von ihnen hat er gesegnet und ausgezeichnet, ja einige von ihnen geheiligt und nahe zu sich gebracht; aber andere von ihnen hat er verflucht und erniedrigt und sie von ihrer Stelle hinabgestürzt.
Wie der Ton in der Gewalt des Töpfers ist, so daß seine Gestaltung ganz von seinem Belieben abhängt, so stehen die Menschen in der Gewalt ihres Schöpfers, so daß er ihnen nach seiner Entscheidung zuteilt.
Gegenüber dem Bösen steht das Gute und gegenüber dem Tode das Leben; so steht auch der Fromme dem Sünder gegenüber.
Und ebenso blicke auf alle Werke des Höchsten: immer sind es zwei und zwei, eins dem andern gegenüber. Der Verfasser hält sich für berechtigt, Beachtung seiner Darlegungen zu fordern
Ich nun habe als ein Letzter rastlos gestrebt,
wie einer, der hinter den Weingärtnern her Nachlese hält; aber durch den Segen des Herrn bin ich vorangekommen und habe wie ein Weingärtner meine Kelter gefüllt.
Erkennet, daß ich nicht für mich allein gearbeitet habe, sondern für alle, die Belehrung suchen.
Hört auf mich, ihr Häupter des Volks, und ihr Leiter der Gemeinde, merkt auf! IV. Vierter Teil: Lebensregeln und Tugendlehre für rechte Diener Gottes
Dem Sohne und Weibe, dem Bruder und Freunde räume keine Gewalt über dich ein, solange du lebst; auch übergib keinem andern dein Vermögen, damit es dich nicht reue und du darum betteln mußt.
Solange du lebst und ein Atem in dir ist, gib keinem andern Menschen Gewalt über dich;
denn es ist besser, daß deine Kinder dich bitten, als daß du auf die Hände deiner Söhne blicken mußt.
Bei allem, was du unternimmst, behalte die Oberhand, damit du keinen Flecken auf deine Ehre fallen läßt.
Erst am Tage, wo es mit deinem Leben zu Ende geht, und in der Todesstunde verteile dein Erbe.
Wie Futter und Stock und Last dem Esel zukommen, so Brot und strenge Zucht und Arbeit dem Knecht.
Laß den Knecht für dich arbeiten, so wirst du Ruhe finden; laß seine Hände lässig sein, so wird er nach der Freiheit verlangen.
Wie Joch und Riemen den Nacken beugen, so gehören sich für einen boshaften Knecht Martern und Schläge.
Lege ihm reichliche Arbeit auf, damit er nicht müßig gehe; denn der Müßiggang lehrt viel Böses.
Stelle ihn zur Arbeit an, wie’s ihm zukommt, und wenn er ungehorsam ist, so lege ihm schwere Fesseln an;
aber überschreite das Maß bei keinem Menschen, und ohne daß du das Recht dazu hast, tue überhaupt nichts.
Hast du einen Knecht, so halte ihn wie dich selbst; denn du hast ihn mit Blut erworben.
Hast du einen Knecht, so behandle ihn wie einen Bruder, dann wirst du ihn an dich fesseln, als wäre es dein eigenes Leben .
Wenn du ihn schlecht behandelst und er sich auf- und davonmacht: auf welchem Wege willst du ihn suchen?

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Veröffentlicht am 18. Juli 2025Laufzeit 15 Min. 58 Sek.

Personen in dieser Folge

Samuel Glöggl

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