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Sirach 26-29 · Tag 198 · 2025

Beziehungen voller Weisheit leben.

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Glücklich zu preisen ist der Mann einer guten Frau, und die Zahl seiner Lebenstage verdoppelt sich.
Eine tüchtige Frau ist die Freude ihres Mannes , und er erreicht die Vollzahl seiner Jahre in Frieden.
Eine gute Frau ist ein gutes Los; als Glückslos wird sie den Gottesfürchtigen beschieden.
Ob reich oder arm, sein Herz ist guter Dinge und sein Angesicht zu jeder Zeit heiter.
Vor drei Dingen scheut sich mein Herz, und vor dem vierten fürchte ich mich sehr: Stadtgeklatsch und Zusammenrottung des Volkes und Verleumdung, das alles ist widerwärtiger als der Tod.
Herzeleid und Kummer verursacht eine Frau, die auf eine andere eifersüchtig ist, und eine Zungengeißel für alle, denen sie Mitteilungen macht.
Wie ein Ochsengespann, das hin und her zerrt, ist eine böse Frau; wer sie nimmt, gleicht einem, der einen Skorpion anfaßt.
Großen Zorn erregt ein trunksüchtiges Weib; ihre Schamlosigkeit kann sie nicht verbergen.
Daß ein Weib Unzucht treibt, erkennt man am Aufschlag ihrer Augen und an ihren Augenwimpern.
Über eine zuchtlose Tochter halte strenge Wacht, damit sie nicht, wenn sie ein Nachlassen bemerkt, es sich zunutze mache;
ihrem schamlosen Auge gehe sorgfältig nach und wundere dich nicht, wenn sie sich gegen dich vergeht.
Wie ein durstiger Wanderer den Mund aufsperrt, und von jedem Wasser trinkt, auf das er stößt, so setzt sie sich vor jedem Pfahle nieder und öffnet ihren Köcher vor dem Pfeile.
Die Anmut der Frau ergötzt ihren Gatten, und ihre Klugheit macht seine Glieder kräftig.
Eine Gabe des Herrn ist ein schweigsames Weib, und unbezahlbar ist eine wohlerzogene Seele.
Anmut über Anmut ist eine keusche Frau, und mit nichts aufzuwägen ist eine züchtige Seele.
Wie die Sonne, die da aufgeht am hohen Gotteshimmel, so ist die Schönheit einer guten Frau ein Schmuck seines Hauses .
Wie die Lampe hell strahlt auf dem heiligen Leuchter, so die Schönheit ihres Angesichts auf hoher Gestalt.
Wie goldene Säulen auf silbernem Untersatz, so sind schöne Füße auf wohlgeformten Fersen . .1 Mein Sohn, bewahre dir die Blüte deiner Jugend gesund und gib nicht Fremden deine Kraft hin. .2 Suche dir aus der ganzen Feldmark ein fruchtbares Feld zum Besitz aus und säe deinen eigenen Samen aus, im Vertrauen auf deine edle Abkunft; so werden deine Sprößlinge am Leben bleiben und im Besitz des Freimuts edler Abkunft groß wachsen. .3 Eine feile Dirne wird dem Speichel gleich geachtet, eine Ehefrau aber gilt für die, welche sich mit ihr einlassen, als ein todbringender Turm. .4 Ein gottloses Weib wird dem Gesetzlosen als Anteil zugeteilt, ein frommes Weib dagegen dem Gottesfürchtigen. .5 Ein schamloses Weib macht sich nichts aus der Schande, aber eine schamhafte Tochter wird sich sogar vor ihrem Manne schämen. .6 Ein stets lüsternes Weib wird wie ein Hund geachtet, die schamhafte aber fürchtet den Herrn. .7 Ein Weib, das ihren Ehemann in Ehren hält, erscheint allen als weise; wenn sie ihn aber mißachtet, wird sie bei ihrem Hochmut allen als gottlos gelten. .8 Der Mann eines guten Weibes ist glücklich zu preisen, denn die Zahl seiner Lebensjahre verdoppelt sich. .9 Ein kreischendes und zungenfertiges Weib erscheint wie eine Kriegstrompete, welche die Feinde in die Flucht treibt; bei jedem Manne aber wir die Seele, die darin gleichgeartet ist, sich auf ein unruhiges Kriegstreiben gefaßt machen müssen. Das Bedauerliche des Rückgangs mancher Menschen
Über zwei Dinge ist mein Herz betrübt, und beim dritten überkommt mich der Zorn: ein Kriegsmann, der verarmt ist und Mangel leidet und wenn einsichtsvolle Männer für nichts geachtet werden; wenn sich aber jemand von der Gerechtigkeit zur Sünde hinwendet, den hält der Herr fürs Schwert bereit. Gefahren des Handels und des Strebens nach Reichtum
Nur mit Mühe wird ein Kaufmann vor Verfehlungen bewahrt bleiben und ein Krämer sich frei von Schuld erhalten.

Um schnöden Geldes willen sündigen viele, und wer reich werden will, wendet das Auge ab.
Wie zwischen Steinfugen ein Pflock fest eingetrieben wird, so drängt sich die Sünde zwischen Kauf und Verkauf ein.
Wenn jemand nicht mit Eifer an der Gottesfurcht festhält, wird sein Haus gar bald zerstört werden. Die wahre Beschaffenheit der Menschen ist aus ihrer Redeweise und aus dem Erfolg ihres Tuns zu erkennen
Beim Schütteln des Siebes bleibt der grobe Unrat zurück, ebenso die Unlauterkeit des Menschen in seiner Gesinnung.
Die Töpfergefäße muß der Ofen prüfen, und die Erprobung eines Menschen erfolgt durch die Unterredung mit ihm.
Die Art eines Baumes erweist seine Frucht, ebenso auch die Vornahme einer Unterredung die ganze Denkweise eines Menschen.
Lobe also niemand, ehe du dich mit ihm besprochen hast; denn dadurch erfolgt die Erprobung der Menschen.
Wenn du nach der Gerechtigkeit trachtest, wirst du sie erlangen und sie dir anlegen wie ein Prachtgewand.
Wie die Vögel sich zu ihresgleichen gesellen, so wird auch die Wahrheit zu denen kommen, die sie üben.
Wie der Löwe seiner Beute auflauert, so die Sünde denen, die Unrecht tun.
Die Rede eines Frommen ist allezeit Weisheit, der Tor aber ist veränderlich wie der Mond.
Um inmitten der Unverständigen zu weilen, nimm die richtige Zeit wahr, aber im Kreise der Verständigen weile beständig.
Das Gespräch der Toren ist greuelhaft, und ihr Lachen erfolgt bei sündhafter Ausgelassenheit.
Das Geschwätz des viel Schwörenden macht die Haare sich sträuben, und vor ihrem Gezänk hält man sich die Ohren zu.
Zu Blutvergießen führt der Streit der Übermütigen und ihre Schmähreden sind widerwärtig anzuhören. Sprüche über verschiedene Arten von Fehlern und Sünden Über Verrat von Geheimnissen
Wer Geheimnisse verrät, bricht die Treue und findet keinen Freund mehr nach seinem Herzen.
Liebe deinen Freund und laß dich von ihm als treu erfinden; hast du aber seine Geheimnisse verraten, so laufe ihm nicht mehr nach.
Denn wie jemand seinen Feind zugrunde richtet, ebenso hast du die Freundschaft mit dem anderen zugrunde gerichtet;
und wie du einen Vogel aus der Hand hast fliegen lassen, ebenso hast du deinen Freund fahren lassen und wirst ihn nicht wieder einfangen.
Jage ihm nicht mehr nach, denn er hält sich fern und ist entflohen wie eine Gazelle aus dem Netz.
Denn eine Wunde läßt sich verbinden, und für Scheltworte gibt’s Versöhnung; wer aber Geheimnisse verraten hat, für den gibt’s nichts mehr zu hoffen. Warnung vor Falschheit
Wer mit den Augen zwinkert, hat Böses im Sinn, und der Kluge hält sich fern von ihm.
Dir ins Angesicht läßt er seinen Mund angenehm reden und äußert Bewunderung über deine Worte; nachher aber ändert er seine Rede und dichtet dir anstößige Äußerungen an.
Vieles hasse ich, jedoch nichts so sehr wie ihn, und auch der Herr haßt ihn. Über Hinterlist und Schadenfreude
Wer einen Stein in die Höhe wirft, wirft ihn sich selbst auf den Kopf, und ein hinterlistiger Schlag versetzt beiden Teilen Wunden.
Wer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein, und wer eine Schlinge legt, wird in ihr gefangen.
Wer Böses anstiftet: auf ihn selbst fällt es zurück, ohne daß er weiß, woher es ihm kommt.
Höhnen und Spotten geht von den Übermütigen aus, aber die Rache lauert auf sie wie ein Löwe.
In der Schlinge werden die gefangen, welche sich über den Fall der Frommen freuen, und der Schmerz verzehrt sie, ehe sie sonst hätten sterben müssen. Warnung vor Groll und Rachsucht; Empfehlung der Vergebung
Groll und Zorn, auch diese sind greuelhaft, und nur ein sündiger Mensch hält an ihnen fest.

Wer sich rächt, wird Rache vom Herrn erleiden, der ihm seine Sünden sicher vorbehalten wird.
Vergib deinem Nächsten sein Unrecht, dann werden, wenn du darum bittest, auch dir die Sünden vergeben werden.
Ein Mensch hält den Zorn gegen einen andern fest und will doch Heilung vom Herrn fordern?!
Mit einem Menschen seinesgleichen hat er kein Erbarmen und bittet doch für seine eigenen Sünden um Nachsicht?!
Er selbst, der doch Fleisch ist, hält den Groll fest: wer wird ihm da seine Sünden vergeben?
Denke an das Ende, und laß ab von der Feindschaft, denke an Verwesung und Tod und bleibe den Geboten treu;
denke an die Gebote und grolle dem Nächsten nicht; denke an den Bund mit dem Höchsten und vergib die Verfehlung! Warnung vor Zank und Streitsucht
Halte dich fern von Streit, so wirst du weniger sündigen, denn ein zornmütiger Mensch facht Streit an,
und ein böser Mann entzweit Freunde und stiftet Zerwürfnis unter Friedfertigen an.
Ein Feuer brennt, jenachdem es Brennstoff hat, ebenso wird auch ein Streit entbrennen, jenachdem geschürt wird; je größer die Macht eines Menschen ist, desto stärker ist sein Groll, und je reicher er ist, desto höher läßt er seinen Zorn aufsteigen.
Übereilter Zwist facht ein Feuer an, und ein übereilter Streit führt zu Blutvergießen.
Wenn du einen Funken anbläst, so flammt er auf, und wenn du auf ihn speist, erlischt er, und beides kommt doch aus deinem Munde. Warnung vor Ohrenbläserei und Verleumdung
Den Ohrenbläser und den Doppelzüngigen verfluche, denn viele friedliebende Leute haben sie ins Verderben gebracht.
Eine verleumderische Zunge hat viele gestürzt und sie von Volk zu Volk getrieben, auch feste Städte zerstört und die Paläste von Machthabern niedergerissen.
Eine verleumderische Zunge hat treffliche Frauen aus ihren Häusern gestoßen und sie des Ertrags ihrer Arbeit beraubt.
Wer auf sie hört, findet keine Ruhe und kann nicht in Frieden wohnen.
Der Schlag der Geißel bringt Striemen hervor, aber der Schlag der Zunge zerschmettert die Gebeine.
Viele sind durch die Schneide des Schwertes gefallen, aber nicht so viele, wie durch die Zunge gefallen sind.
Wohl dem, der vor ihr geborgen bleibt und ihre Wut nicht an sich erfährt, der nicht an ihrem Joche zieht und mit ihren Banden nicht gefesselt wird!
denn ihr Joch ist ein eisernes Joch, und ihr Fesseln sind eherne Fesseln.
Der Tod durch sie ist ein schrecklicher Tod, und besser ist die Unterwelt als sie.
Über die Frommen hat sie keine Gewalt, und von ihrer Feuerflamme werden sie nicht versengt;
aber die den Herrn verlassen, fallen in sie hinein; an ihnen brennt sie, ohne zu erlöschen; sie wird auf sie losgelassen wie ein Löwe und wütet unter ihnen wie ein Panther.
Wohlan! umzäune dein Grundstück mit Dornen und lege dein Silber und Gold unter Verschluß;
aber auch für deine Worte bringe Waage und Gewichte in Anwendung und bringe auch an deinem Munde Tür und Riegel an.
Gib acht, daß du durch sie dich nicht verfehlest und zu Falle kommest vor den Augen dessen, der darauf lauert.

Vom Leihen , Bürgschaft leisten und vom Glück dessen, der nicht auf fremde Unterstützung angewiesen ist
Wer Barmherzigkeit übt, leiht seinem Nächsten, und wer ihn mit seinen Mitteln unterstützt, beobachtet die Gebote.
Leihe dem Nächsten, wenn er in Not ist, und gibt du es deinem Nächsten zu rechter Zeit zurück.
Halte an deiner Zusage fest und beweise dich ihm als zuverlässig, so wirst du allezeit zur Verfügung haben, was du bedarfst.
Viele betrachten ein Darlehen als einen guten Fund und machen denen Verdruß, die ihnen geholfen haben;
bis er’s erhält, küßt er ihm die Hände und redet gar demütig um des Nächsten Geld; aber zur Zeit der Rückzahlung zieht er die Frist hin, gibt kummervolle Reden zur Antwort und klagt über schlechte Zeiten.
Wenn er zahlen kann, bringt er kaum die Hälfte wieder und rechnet es jenem noch als glücklichen Fund an; wenn aber nicht, so bringt er ihn um sein Geld und gewinnt obendrein an ihm einen Feind; mit Flüchen und Schimpfworten vergilt er ihm und zahlt ihm Schmach statt rühmlicher Anerkennung zurück.
So halten sich denn viele wegen solcher Schlechtigkeit zurück, sie fürchten ohne ihre Schuld Verluste zu erleiden.
Trotzdem habe mit dem Notleidenden Geduld und laß ihn nicht lange auf deine Mildtätigkeit warten;
um des Gebotes willen nimm dich des Armen an und laß ihn wegen seiner Bedürftigkeit nicht mit leeren Händen von dir gehen.
Verliere immerhin dein Geld um eines Bruders oder Freundes willen und laß es nicht unter dem Steine rosten, so daß es wertlos wird.
Lege dir einen Schatz an nach den Geboten des Höchsten, der wird dir mehr Gewinn bringen als das Gold.
Verschließe die Mittel zu Almosen in deinen Vorratskammern, das wird dich aus aller Bedrängnis erretten;
besser als ein starker Schild und ein wuchtiger Speer wird es gegen den Feind für dich kämpfen.
Ein braver Mann leistet Bürgschaft für seinen Nächsten, nur wer die Scham verloren hat, läßt ihn im Stich.
Den Liebesdienst eines Bürgen vergiß nicht; er hat sich ja selbst für dich geopfert.
Nur ein verworfener Mensch bringt den Bürgen um sein Vermögen, und nur ein durch und durch Undankbarer läßt den im Stich, der ihn gerettet hat.
Bürgschaft hat viele Wohlhabende zugrunde gerichtet und sie hin- und hergeschleudert wie die Meereswogen;
vermögende Männer hat sie von Haus und Hof getrieben, so daß sie unter fremden Völkern umherirren mußten.
Ein schlechter Mensch, der sich in Bürgschaft stürzt und ungerechtem Gewinn nachjagt , verfällt dem Gericht.
Nimm dich des Nächsten nach deinem Vermögen an, aber sieh dich vor, daß du dabei nicht selbst hineinfällst.
Die wichtigsten Lebensbedürfnisse sind Wasser und Brot, dazu Kleidung und Wohnung, um die Blöße zu bedecken.
Besser das Leben des Armen unter dem Bretterdach als köstliche Leckerbissen in fremden Häusern.
Bei kleinem und bei großem Besitz laß dir genügen, so wirst du nicht die Schmähung zu hören bekommen, daß du ein Fremder seist.
Ein schlimmes Leben ist’s, von Haus zu Haus zu ziehen; und wo du fremd bist, darfst du den Mund nicht auftun.
Du wirst ihnen zu essen und zu trinken geben, ohne Dank zu ernten, und wirst zu alledem noch bittere Worte zu hören bekommen:
Komm her, Fremdling, decke den Tisch, und wenn du etwas hast, so gib mir zu essen!
Zieh ab, Fremdling, mache dem Höherstehenden Platz! Mein Bruder ist als Gast bei mir eingekehrt: ich brauche das Haus.
Hart ist solches für einen verständigen Mann: das Schelten des Hausherrn und das Schimpfen des Gläubigers.

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Veröffentlicht am 17. Juli 2025Laufzeit 16 Min. 35 Sek.

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Samuel Glöggl

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