Bibel in einem Jahr Cover

Sirach 14-17 · Tag 195 · 2025

Dein Leben – kostbares Geschenk Gottes.

Weitere Folgen

Mitlesen

Text dieser Folge Zum Mitlesen aufklappen

Heil dem Manne, der sich nicht mit seinem Munde verfehlt und der nicht gequält wird vom Kummer über seine Sünden!
Heil dem, den sein Bewußtsein nicht verurteilt und der seiner Hoffnung nicht verlustig gegangen ist!
Für einen knauserigen Menschen ist der Reichtum nicht gut, und wozu dient das Geld einem mißgünstigen Menschen?
Wer da sammelt und sichs abdarbt, sammelt für andere, und in seinen Gütern werden andere schwelgen .
Wer gegen sich selbst hartherzig ist, gegen wen sollte der gütig sein? Niemals wird ein solcher seines Geldes froh werden.
Kein Mensch ist bösartiger, als wer sich selbst nichts gönnt, und gerade dies ist der Lohn für seine Schlechtigkeit.
Tut er wirklich einmal Gutes, so tut er’s aus Vergeßlichkeit, und zuletzt macht er doch seine Schlechtigkeit offenbar.
Schlecht ist der mißgünstig Blickende, der sein Angesicht wegwendet und andere Seelen nicht beachtet.
Des Habgierigen Auge ist mit seinem Anteil nicht zufrieden, und seine böse Ungerechtigkeit trocknet ihm die Seele aus.
Ein böses Auge ist neidisch sogar beim Brot und leidet Mangel am eigenen Tisch.
Mein Sohn, tue dir gütlich nach deinem Vermögen und bringe dem Herrn in gebührender Weise Gaben dar.
Bedenke wohl, daß der Tod nicht säumt und daß der Beschluß der Unterwelt dir nicht kundgetan ist.
Bevor du stirbst, tue deinem Freunde Gutes, und nach deinem Vermögen reiche dar und gib ihm.
Laß keinen guten Tag unbenutzt entschwinden und laß deinen Anteil an einem erlaubten Genuß dir nicht verloren gehen;
mußt du nicht einem andern den Ertrag deiner mühsamen Arbeit hinterlassen und dein sauer Erworbenes der Verteilung durchs Los?
Gib und nimm an und rede dir selbst zu; denn in der Unterwelt kann man keinem Wohlleben nachgehen.
Alles Fleisch wird alt wie ein Gewand; denn von Ewigkeit her besteht das Gesetz: Du mußt sterben.
Wie die sprossenden Blätter am dichtbelaubten Baume – die einen fallen ab, andere wachsen hervor –: ebenso ist’s mit den Geschlechtern von Fleisch und Blut: das eine stirbt, und ein anderes wird geboren.
Jedes seiner Werke vermodert und nimmt ein Ende, und was seine Hände schaffen, folgt ihm nach .
Heil dem Manne, der über die Weisheit nachsinnt und mit seiner Einsicht überlegt,
der die Wege zu ihr in seinem Herzen erwägt und über ihre Geheimnisse nachdenkt,
indem er ihr nachgeht wie ein Späher und an den Wegen lauert, auf denen sie geht,
der durch ihre Fenster hineinguckt und an ihren Türen horcht,
der ganz nahe bei ihrer Wohnung Rast hält und seinen Zeltpflock in ihre Wände einschlägt,
sein Zelt aufschlägt ihr zur Seite und so Einkehr hält in guter Herberge,
auch sein Nest in ihrem Laubdach baut und unter ihren Zweigen dauernd weilt:
der wird durch sie vor der Sonnenglut beschirmt und herbergt bei ihr in Herrlichkeit .

Wer den Herrn fürchtet, verfährt so, und wer sich an das Gesetz hält, wird sie erlangen;
und sie wird ihm entgegenkommen wie eine Mutter und wie ein Weib der Jugendliebe ihn aufnehmen.
Sie wird ihn speisen mit dem Brot der Einsicht und das Wasser der Erkenntnis ihm zu trinken geben.
Er wird sich auf sie stützen und nicht ins Wanken geraten, und er wird sich an sie halten und nicht enttäuscht werden;
sie wird ihn über seine Genossen erhöhen und ihm inmitten der Gemeinde den Mund auftun;
Frohsinn und eine Ruhmeskrone und einen ewigen Namen wird er erlangen.
Unverständige Menschen werden sie sich niemals aneignen und die Sünder sie nicht zu sehen bekommen;
fern bleibt sie von den Übermütigen , und die Lügner denken nicht an sie.
Übel klingt ihr Lobpreis im Munde des Sünders, weil ihm ein solcher vom Herrn nicht eingegeben wird;
denn nur durch den Mund des Weisen soll ein Loblied gesprochen werden, und wer seiner mächtig ist, soll es lehren .
Sage nicht: Durch Gott bin ich zum Abfall gekommen; denn er bewirkt nicht das, was er haßt .
Sage nicht: Er hat mich zu Fall gebracht; denn er bedarf keines sündigen Menschen .
Jeglichen Greuel haßt der Herr, und er läßt es nicht zustoßen denen, die ihn fürchten .
Gott hat den Menschen im Anbeginn geschaffen und ihn seiner eigenen Willensentscheidung überlassen.
Wenn du willst, kannst du die Gebote halten, und Treue zu beweisen hängt von deinem freien Willen ab.
Feuer und Wasser hat er dir vorgelegt: strecke deine Hand aus, wonach du willst.
Vor dem Menschen liegen Leben und Tod: was ihm beliebt, wird ihm gegeben.
Denn groß ist die Weisheit des Herrn; stark ist er an Macht und sieht alles;
und seine Augen sind auf die gerichtet, welche ihn fürchten, und er kennt alles Tun der Menschen.
Keinem Menschen hat er geboten, gottlos zu sein, und keinem die Erlaubnis gegeben, zu sündigen.

Wünsche dir nicht eine Menge nichtsnutziger Kinder, und freue dich nicht über gottlose Söhne.
Wenn sie zahlreich werden, freue dich nicht über sie, wenn keine Gottesfurcht in ihnen wohnt.
Verlaß dich nicht auf ihr langes Leben und setze dein Vertrauen nicht auf ihre Wohnstätte; denn ein einziges kann besser sein als tausend, und kinderlos sterben ist besser als der Besitz gottloser Kinder.
Denn durch einen Gottesfürchtigen wird eine Stadt bevölkert, aber durch ein Geschlecht von Gottlosen verödet sie.
Vieles derartige habe ich mit eigenen Augen gesehen, und noch Gewaltigeres hat mein Ohr vernommen.
Gegen die Rotte der Gottlosen loderte das Feuer auf, und gegen ein ungehorsames Volk entbrannte der Zorn ;
er verzieh nicht den Riesen der Vorzeit, die im Gefühl ihrer Kraft sich empörten;
er verschonte auch nicht die Ortsgenossen Lots, die sicher waren in ihrem Übermut ;
nicht erbarmte er sich des dem Untergange geweihten Volkes, das wegen seiner Sünden vertilgt wurde.
Und ebenso erging es den sechsmalhunderttausend Mann Fußvolks, die allesamt hingerafft wurden wegen ihrer Verstocktheit.
Und nun gar der Einzelne, der halsstarrig ist: ein Wunder wäre es, wenn er ungestraft bliebe; denn wie Erbarmen, so ist auch Zorn bei ihm; er hat die Macht zu verzeihen und gießt auch seinen Zorn aus;
so groß wie seine Gnade, ebenso groß ist auch seine Züchtigung; jeden richtet er nach seinen Werken.
Nicht entkommt der Frevler mit seinem Raube, und niemals läßt er die Hoffnung des Frommen unerfüllt;
für jeden, der Wohltätigkeit übt, gibt es einen Lohn , ein jeder empfängt nach seinen Werken.
Sage nicht: Ich bin vor Gott verborgen, und wer wird in der Höhe meiner gedenken? Unter den vielen Leuten bleibe ich unbemerkt, und was bin ich in der unermeßlichen Schöpfung?
Bedenke wohl: der Himmel und der Himmel des Himmels, das Weltmeer und die Erde erbeben, wenn er sie heimsucht;
die Berge allzumal und die Grundseiten der Erde erzittern vor Schrecken, wenn er sie anschaut.
Doch darauf achtet das Herz nicht, und wer bedenkt sein Walten?
Ja, wie der Sturmwind, den der Mensch nicht sehen kann, so sind die meisten seiner Werke verborgen.
Wer wird die Betätigungen seiner Gerechtigkeit verkündigen oder wer sie erwarten? In weiter Ferne liegt ja der Bund.
Wer Mangel an Einsicht hat, denkt so, und nur ein unverständiger Mensch ist so törichter Ansicht. II. Zweiter Teil: Gott als Schöpfer der Welt und die Stellung des Menschen ihm gegenüber
Höre mir zu, mein Sohn, und lerne Einsicht und auf meine Worte richte deinen Sinn!
Ich will dir wohlabgewogene Lehre kundtun und mit Genauigkeit meine Erkenntnis offenbaren.
Nach dem Ratschluß des Herrn sind seine Werke von Anfang an entstanden , und seit ihrer Erschaffung hat er ihre Teile geschieden.
Er ordnete seine Werke für ewige Zeiten und ihre Machtbereiche für ihre Geschlechter ; nicht hungern sie und nicht ermüden sie und lassen von ihren Arbeiten nicht ab;
keines befeindet das andere, und bis in Ewigkeit sind sie seinem Gebot nicht ungehorsam.
Und hierauf blickte der Herr auf die Erde und füllte sie mit seinen Gütern an;
mit allerlei lebenden Wesen bedeckte er ihre Oberfläche, und zu ihr kehren sie zurück.

Der Herr hat den Menschen aus Erde geschaffen und läßt ihn wieder zu ihr zurückkehren.
Lebenstage von bestimmter Zahl und eine Frist teilte er ihnen zu und verlieh ihnen Gewalt über alles, was auf ihr ist;
ihm selbst ähnlich, rüstete er sie mit Kraft aus und gestaltete sie nach seinem Bilde.
Die Furcht vor ihnen legte er auf alles Fleisch, auf daß sie die Herrschaft über die Tiere und Vögel besäßen.
Urteilskraft und Sprache und Augen, Ohren und ein Herz zum Denken gab er ihnen;
verständige Einsicht verlieh er ihnen reichlich und lehrte sie Gutes und Böses unterscheiden;
er richtete sein Auge auf ihre Herzen, um ihnen die Erhabenheit seiner Werke zu zeigen,
damit sie seinen heiligen Namen priesen und die Erhabenheit seiner Werke verkündigten.
Er teilte ihnen Einsicht zu und gab ihnen das lebenwirkende Gesetz zum Besitz;
einen ewigen Bund schloß er mit ihnen und tat ihnen seine Rechte kund;
die Erhabenheit seiner Majestät schauten ihre Augen, und die Herrlichkeit seiner Stimme vernahm ihr Ohr;
und er gebot ihnen; Hütet euch vor jeglichem Unrecht! und schrieb einem jeden von ihnen die Pflichten gegen den Nächsten vor.
Ihr Wandel liegt immerdar offen vor ihm, nicht können sie sich vor seinen Augen verbergen.
Jedem Volk hat er einen Herrscher gesetzt, aber Israel ist der Anteil, den der Herr für sich genommen.
Alle ihre Werke stehen vor ihm wie die Sonne, und seine Augen blicken beständig auf ihren Wandel;
nicht sind ihre Böstaten ihm verborgen, und alle ihre Sünden sind dem Herrn bekannt.
Die Mildtätigkeit eines Mannes ist bei ihm wie ein Siegelring, und die Liebestat eines Menschen hütet er wie den Augapfel.
Späterhin wird er sich erheben und ihnen vergelten und ihnen die Vergeltung auf ihr Haupt zurückzahlen;
jedoch denen, die sich bekehren, gestattet er die Rückkehr, und die, welchen das Vertrauen geschwunden ist, ermutigt er wieder.
Bekehre dich zum Herrn und laß ab von den Sünden, bete im Aufblick zu ihm und mindere die Zahl deiner Fehltritte;
kehre zum Höchsten zurück und wende dich ab vom Unrechttun und hasse aufrichtig den Sündengreuel.
Wer wird dem Höchsten in der Unterwelt lobsingen an Stelle derer, die da leben und ihm Lobpreis darbringen?
Für den Toten, der ja nicht mehr ist, hat der Lobpreis ein Ende; nur wer lebt und gesund ist, kann den Herrn preisen.
Wie groß ist die Barmherzigkeit des Herrn und seine Versöhnlichkeit für die, welche sich zu ihm bekehren!
Denn nicht kann die ganze Vollkommenheit in den Menschen vorhanden sein, weil ja die Menschenkinder nicht unsterblich sind.
Was ist heller als die Sonne? und sogar sie verfinstert sich; so richtet auch der Böse seinen Sinn auf Fleisch und Blut.
Die Heerscharen des Himmels droben mustert Gott, aber die Menschen allesamt sind Staub und Asche.

Folgendetails

Veröffentlicht am 14. Juli 2025Laufzeit 13 Min. 34 Sek.

Personen in dieser Folge

Samuel Glöggl

Zu hören: Samuel Glöggl.

Weitergehen

Weitere Podcasts von Samuel Glöggl: Katechismus in einem Jahr, Von der inneren Regierung oder direkt diese Arbeit mittragen.