Bibel in einem Jahr Cover

Psalm 108-111 · Tag 162

Lob, Klage, messianische Hoffnung und die Weisheit der Ehrfurcht vor Gott.

Weitere Folgen

Kapitel & Zeitmarken

  1. 0:00 Intro bis 1:55
  2. 1:55 Psalm 108 bis 3:20
  3. 3:20 Psalm 109 bis 6:48
  4. 6:48 Psalm 110 bis 7:47
  5. 7:47 Psalm 111 bis 8:54
  6. 8:54 Outro bis 9:43

Mitlesen

Text dieser Folge Zum Mitlesen aufklappen

Ein Lied, ein Psalm Davids.
Mein Herz ist getrost, o Gott:

singen will ich und spielen!
Wach auf, meine Seele!A

Wacht auf, Harfe und Zither:

ich will das Morgenrot wecken!

Ich will dich preisen unter den Völkern, o HERR,

und dir lobsingen unter den Völkerschaften!

Denn groß bis über den Himmel hinaus ist deine Gnade,

und bis an die Wolken geht deine Treue.

Erhebe dich über den Himmel hinaus, o Gott,

und über die ganze Erde deine Herrlichkeit!

Daß deine Geliebten gerettet werden,

hilf uns mit deiner Rechten, erhör’ uns!

Gott hat in seiner Heiligkeit gesprochen :

» will ich frohlocken, will Sichem verteilen
und das Tal von Sukkoth vermessen.

Mein ist Gilead, mein auch Manasse,

und Ephraim ist meines Hauptes Schutzwehr,
Juda mein Herrscherstab.

Moab ist mein Waschbecken,

auf Edom werf’ ich meinen Schuh;
über das Philisterland will ich jauchzen.«

Wer führt mich hin zur festen Stadt,

wer geleitet mich bis Edom?

Hast nicht du uns, o Gott, verworfen

und ziehst nicht aus, o Gott, mit unsern Heeren?

O schaffe uns Hilfe gegen den Feind!

Denn nichtig ist Menschenhilfe.

Mit Gott werden wir Taten vollführen,

und er wird unsre Bedränger zertreten.

Verfluchung gottloser Feinde

Dem Musikmeister; von David ein Psalm.
Du Gott, dem mein Lobpreis gilt, bleibe nicht stumm!
Denn Frevlermund und Lügenmaul

haben sich gegen mich aufgetan,
mit trügerischer Zunge zu mir geredet;

mit Worten des Hasses haben sie mich umschwirrt

und ohne Ursach’ mich angegriffen;

für meine Liebe befeinden sie mich,

während ich doch bete;

ja sie haben mir Böses für Gutes vergolten

und Haß für meine Liebe erwiesen.

Bestell’ einen Frevler zum Richter gegen ihn,

und ein Ankläger steh’ ihm zur Rechten!

Als schuldig soll er hervorgehn aus dem Gericht

und sogar sein Gebet ihm als Sünde gelten!

Seiner Lebenstage müssen nur wenige sein,

und sein Amt ein andrer empfangen!

Seine Kinder müssen zu Waisen werden

und seine Frau eine Witwe!

Seine Kinder müssen unstet umherziehn und betteln

und vertrieben werden aus ihres Vaterhauses Trümmern!

Sein Gläubiger lege Beschlag auf alles, was er hat,

und Fremde müssen seine Habe plündern!

Er finde keinen, der ihm Schonung gewährt,

und niemand habe Erbarmen mit seinen Waisen!

Sein Nachwuchs müsse der Ausrottung verfallen:

schon im zweiten Gliede müsse ihr Name erlöschen!

Der Verschuldung seiner Väter werde beim HERRN gedacht,

und die Sünde seiner Mutter bleibe ungetilgt!

Sie müssen beständig dem HERRN vor Augen stehn,

und er tilge ihr Gedächtnis aus von der Erde ,

dieweil er nicht daran dachte, Liebe zu üben,

vielmehr den Elenden und Armen verfolgte
und den hoffnungslos Verzagten, ihn vollends zu töten.

Er liebte den Fluch: so treffe er ihn!

Er hatte am Segen keine Freude: so bleib’ er ihm fern!

Er zog den Fluch an wie sein Kleid:

so dringe er ihm in den Leib wie Wasser
und wie Öl in seine Gebeine;

er werde ihm wie der Mantel, in den er sich hüllt,

wie der Gürtel, den er sich ständig umlegt!

Dies sei meiner Widersacher Lohn von seiten des HERRN

und derer, die Böses gegen mich reden!

Du aber, HERR, mein Gott, tritt für mich ein um deines Namens willen!

Weil deine Gnade köstlich ist, errette mich!

Denn elend bin ich und arm,

und mein Herz ist verwundet in meiner Brust.

Wie ein Schatten, wenn er sich dehnt , so schwinde ich hin,

bin vom Sturm verweht einer Heuschrecke gleich;

meine Knie wanken vom Fasten,

mein Leib ist abgemagert, ohne Fett;

und ich – den Leuten bin ich zum Hohn geworden:

sehen sie mich, so schütteln sie höhnend den Kopf.

Stehe mir bei, o HERR, mein Gott,

hilf mir nach deiner Gnade!

Laß sie erkennen, daß dies deine Hand ist,

daß du, HERR, selbst es so gefügt hast!

Sie mögen fluchen, du aber wollest segnen;

erheben sie sich, so laß sie zuschanden werden,
dein Knecht aber müsse sich freuen!

Laß meine Widersacher in Schmach sich kleiden

und ihre Schande umtun wie einen Mantel!

Laut soll mein Mund dem HERRN Dank sagen,

und inmitten vieler will ich ihn preisen;

denn er steht dem Armen zur Rechten,

um ihn zu retten vor denen, die ihn schuldig sprechen.

Gottes Botschaft an den Priesterkönig

Von David, ein Psalm.
So lautet der Ausspruch des HERRN an meinen Herrn:

»Setze dich zu meiner Rechten,
bis ich deine Feinde hinlege
zum Schemel für deine Füße!«

Dein machtvolles Zepter wird der HERR von Zion hinausstrecken:

herrsche inmitten deiner Feinde!

Dein Volk wird voller Willigkeit sein

am Tage deines Heereszuges;
in heiligem Schmuck, wie aus des Frührots Schoß der Tau,
wird dir kommen deine junge Mannschaft.B

Geschworen hat der HERR

und wird sich’s nicht leid sein lassen:
»Du sollst ein Priester in Ewigkeit sein
nach der Weise Melchisedeks.«A

Der Allherr, der dir zur Rechten steht,

wird Könige zerschmettern am Tage seines Zorns;

Gericht wird er unter den Völkern halten, füllt alles mit Leichen an,

zerschmettert ein Haupt auf weitem Gefilde.

Aus dem Bach am Wege wird er trinken;

darum wird er das Haupt hoch halten.

Lobpreis der leiblichen und geistlichen Segnungen Gottes

Halleluja!
Preisen will ich den HERRN von ganzem Herzen

im Kreise der Frommen und in der Gemeinde.

Groß sind die Werke des HERRN,

erforschenswert für alle, die Gefallen an ihnen haben.

Ruhmvoll und herrlich ist sein Tun,

und seine Gerechtigkeit bleibt ewig bestehn.

Er hat ein Gedächtnis seiner Wundertaten gestiftet;

gnädig und barmherzig ist der HERR.

Speise hat er denen gegeben, die ihn fürchten;

er gedenkt seines Bundes ewiglich.

Sein machtvolles Walten hat er kundgetan seinem Volk,

indem er ihnen das Erbe der Heiden gab.

Die Werke seiner Hände sind Treue und Recht;

unwandelbar sind alle seine Gebote,

festgestellt für immer, für ewig,

gegeben mit Treue und Redlichkeit.

Erlösung hat er seinem Volk gesandt,

seinen Bund auf ewig verordnet;
heilig und furchtgebietend ist sein Name.

Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang ,

eine treffliche Einsicht für alle, die sie üben:
sein Ruhm besteht in Ewigkeit.

Der Segen der Gottesfurcht und Barmherzigkeit

Vertiefung

Kernsatz des Tages

Ein bereites Herz entsteht nicht aus sicheren Umständen, sondern aus der Erinnerung an Gottes Treue.

Verdichteter Impuls

Die Psalmen dieses Tages beginnen nicht mit gelösten Problemen. Sie beginnen mit einem inneren Standpunkt. Das Herz richtet sich aus, bevor die Lage sich verändert.

Verlangsamungsfrage

Wem oder was gibst du heute den ersten Blick deines Herzens?

Dein Schritt für heute

Vielleicht sprichst du einmal leise: „Mein Herz richte sich auf dich“, und bleibst einen Atemzug lang dabei.

Wenn du hier weitergehen möchtest: im Begleitbuch weiterlesen.

Folgendetails

Psalm 108-111Veröffentlicht am 11. Juni 2026Laufzeit 9 Min. 43 Sek.

Personen in dieser Folge

Weitergehen

Weitere Podcasts von Samuel Glöggl: Katechismus in einem Jahr, Von der inneren Regierung oder direkt diese Arbeit mittragen.