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Psalm 80-83 · Tag 155

Gebet um Wiederherstellung, hörende Herzen und Gottes gerechte Herrschaft über alle Mächte.

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  1. 0:00 Intro bis 1:52
  2. 1:52 Psalm 80 bis 4:06
  3. 4:06 Psalm 81 bis 6:00
  4. 6:00 Psalm 82 bis 6:51
  5. 6:51 Psalm 83 bis 8:45
  6. 8:45 Outro bis 9:32

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Dem Musikmeister, nach »Lilien ist das Zeugnis«; von Asaph ein Psalm.
O Hirte Israels, merk auf,

der du Joseph leitest wie eine Herde!
Der du thronst über den Cheruben,A erscheine!

Als Anführer Ephraims und Benjamins und Manasses

biete deine Heldenkraft auf und komm uns zu Hilfe!

O Gott , stelle uns wieder her

und laß dein Angesicht leuchten, damit uns Rettung widerfährt!

O HERR, Gott der Heerscharen, wie lange noch

raucht dein Zorn trotz der Gebete deines Volkes?

Du hast uns Tränenbrot essen lassen

und uns eimerweise getränkt mit Tränen;

du hast uns gemacht zum Zankapfel unsern Nachbarn,

und unsere Feinde spotten über uns.

O Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her

und laß dein Angesicht leuchten, damit uns Rettung widerfährt!

Einen Weinstock hast aus Ägypten du ausgehoben,

hast Heidenvölker vertrieben, ihn eingepflanzt,

hast weiten Raum vor ihm her geschafft,

daß er Wurzeln schlug und das Land erfüllte;

die Berge wurden von seinem Schatten bedeckt

und von seinen Reben die Zedern Gottes;A

er streckte seine Ranken aus bis ans Meer

und seine Schößlinge bis zum Euphratstrom.

Warum hast du sein Gehege eingerissen,

so daß alle ihn zerpflücken, die des Weges ziehn?

Es zerwühlt ihn der Eber aus dem Walde,

und die Tiere des Feldes fressen ihn kahl.

O Gott der Heerscharen, kehre doch zurück,

schaue vom Himmel nieder und blicke her
und nimm dich dieses Weinstocks an,

des Setzlings, den deine Rechte gepflanzt,

und des Schößlings, den du dir großgezogen!

Er ist mit Feuer verbrannt, ist abgehauen:

vor dem Zornblick deines Angesichts kommen sie um.

Halte schirmend die Hand über den Mann deiner Rechten,

den Menschensohn, den du dir großgezogen:

so wollen wir nimmer von dir weichen!

Schenke uns neues Leben,A
so wollen wir deinen Namen preisen!

O HERR, Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her,

laß dein Angesicht leuchten, damit uns Rettung widerfährt!

Festlied mit Bußrede

Dem Musikmeister, nach der Keltertreterweise; von Asaph .
Singt jubelnd dem Gott, der unsre Stärke ist,

jauchzet dem Gott Jakobs!

Stimmt Lobgesang an und laßt die Pauken erschallen,

die liebliche Zither mitsamt der Harfe!

Stoßt am Neumond in die Posaune,

beim Vollmond zur Feier unsres Festes!

Denn so ist es Satzung für Israel,

ein Gebot des Gottes Jakobs;

als Gesetz hat er’s für Joseph verordnet,

als er auszog gegen Ägyptenland. –
Eine Sprache, die ich bisher nicht gekannt, vernehme ich:

»Ich hab’ seine Schulter der Last entzogen,

seine Hände sind des Tragkorbs ledig geworden.

Als du riefst in der Drangsal, erlöste ich dich,

erhörte dich in der Hülle der Donnerwolke,
prüfte dich am Haderwasser . SELA.

›Höre, mein Volk, ich will dich warnen!

o Israel, möchtest du mir doch gehorchen!

Kein fremder Gott soll unter dir sein,

vor keinem Gott des Auslands darfst du dich niederwerfen!

Ich, der HERR, bin dein Gott,

der dich heraufgeführt aus Ägyptenland:
tu deinen Mund weit auf, so will ich ihn füllen!‹

Doch mein Volk hat nicht gehört auf meine Stimme,

und Israel ist mir nicht zu Willen gewesen.

Da hab ich sie preisgegeben dem Starrsinn ihres Herzens:

sie sollten nach ihren eignen Gedanken wandeln.

O wollte mein Volk doch mir gehorchen,

Israel doch wandeln auf meinen Wegen!

Wie bald würde ich ihre Feinde beugen

und gegen ihre Dränger kehren meine Hand!

Die da hassen den HERRN, die müßten ihm schmeicheln,

und ihre Gerichtszeit sollte ewig währen.

Doch ihn wollt’ ich nähren mit dem Mark des Weizens,

dich sättigen aus dem Felsen mit Honig.«

Gottes Gericht über ungerechte Richter

Ein Psalm Asaphs .
Gott steht da in der Gottesversammlung,

hält inmitten der GötterA Gericht:

»Wie lange noch wollt ihr ungerecht richten

und Partei für die Gottlosen nehmen? SELA.

Schafft Recht dem Geringen und Verwaisten,

dem Bedrückten und Dürftigen verhelft zum Recht!

Rettet den Geringen und Armen,

entreißt ihn der Hand der Gottlosen!«

»Doch sie sind ohne Einsicht und ohne Erkenntnis;

in Finsternis gehn sie einher,
mögen der Erde Pfeiler auch alle wanken.

Wohl hab’ ich selber gesagt, daß ihr Götter seid

und Söhne des Höchsten allesamt;

dennoch wie Menschen sollt ihr sterben.

und fallen wie irgendeiner der Fürsten.«

Erhebe dich, Gott, richte die Erde!

Denn du bist der Erbherr über alle Völker.A

Feinde ringsum!

Ein Lied, ein Psalm Asaphs .
O Gott, halte dich nicht zurück,

verharre nicht im Schweigen und bleibe nicht ruhig, o Gott!

Denn siehe, deine Feinde toben,

und die dich hassen, tragen das Haupt hoch!

Gegen dein Volk ersinnen sie einen Anschlag

und beraten sich gegen deine Schutzbefohlnen;

sie sagen: »Kommt, wir wollen sie vertilgen als Volk:

des Namens Israel soll man fürder nicht gedenken!«

Ja, sie haben einmütigen Sinns sich beraten,

ein Bündnis gegen dich geschlossen:

die Zelte Edoms und der Ismaeliter,

Moab und die Hagriter,

Gebal und Ammon und Amalek,

das Philisterland samt den Bewohnern von Tyrus.

Auch Assur hat sich zu ihnen gesellt,

es leiht den Nachkommen LotsA seinen Arm. SELA.

Verfahre mit ihnen wie einst mit Midian ,

wie mit Sisera, wie mit Jabin am Bache Kison ,

die bei Endor den Untergang fanden,

mit ihren Leibern das Erdreich düngten!

Mache sie, ihre Edlen, wie Oreb und Seeb,

und wie Sebah und Zalmunna alle ihre Fürsten ,

die gesprochen hatten: »Wir wollen für uns erobern

die Fluren Gottes!«

Mein Gott, mache sie gleich dem verwehten Laub,

wie Spreu vor dem Winde!

Wie Feuer, das den Wald verzehrt,

wie Flammen, welche die Berge versengen:

so verfolge sie mit deinem Sturm

und schrecke sie mit deiner Windsbraut!

Laß Beschämung ihr Antlitz bedecken,

auf daß sie nach deinem Namen fragen, o HERR!

Laß sie beschämt und erschreckt sein für immer,

in Schande geraten und vergehn!

Sie müssen erkennen, daß du, dessen Name »HERR« ist,

du allein der Höchste bist über die ganze Erde.

Sehnsucht nach dem Hause Gottes

Vertiefung

Kernsatz des Tages

Wer Gottes Angesicht sucht, betet nicht aus Sicherheit, sondern aus Vertrauen mitten in der Bedrängnis.

Verdichteter Impuls

Diese Psalmen stehen im Schatten. Sie sprechen von Bedrohung, Verwirrung, Schuld und der Erfahrung, dass Gott fern zu sein scheint.

Verlangsamungsfrage

Wo suche ich Gottes Angesicht, ohne schon zu wissen, wie seine Antwort aussehen wird?

Dein Schritt für heute

Vielleicht nimmst du dir einen ruhigen Atemzug und sprichst leise: „Gott, wende dich mir zu.“

Wenn du hier weitergehen möchtest: im Begleitbuch weiterlesen.

Folgendetails

Psalm 80-83Veröffentlicht am 04. Juni 2026Laufzeit 9 Min. 32 Sek.

Personen in dieser Folge

Samuel Glöggl

Zu hören: Samuel Glöggl.

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