Psalm 44-47 · Tag 146
Klage, königliche Hoffnung und die tiefe Gewissheit, dass Gott Zuflucht und Herrscher über die ganze Erde ist.
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Dem Musikmeister; von den Korahiten ein Lehrgedicht .
O Gott, mit eignen Ohren haben wir’s gehört,
unsre Väter haben’s uns erzählt,
was du Großes in ihren Tagen vollführt hast,
in den Tagen der Vorzeit.
Du hast Heidenvölker mit deiner Hand vertrieben
und sieA an deren Stelle eingepflanzt;
Völker hast du vernichtet, sieB aber ausgebreitet.
Denn nicht mit ihrem Schwerte haben sie das Land gewonnen,
und nicht ihr Arm hat ihnen den Sieg verschafft,
nein, deine Rechte und dein Arm
und deines Angesichts Licht, denn du hattest Gefallen an ihnen.
Nur du bist mein König, o Gott:
entbiete Hilfe für Jakob!
Mit dir stoßen wir unsre Bedränger nieder,
mit deinem Namen zertreten wir unsre Gegner.
Denn nicht auf meinen Bogen verlasse ich mich,
und nicht mein Schwert verschafft mir den Sieg;
nein, du gewährst uns Hilfe gegen unsre Bedränger
und machst zuschanden, die uns hassen:
Gottes rühmen wir uns allezeit
und preisen deinen Namen ewiglich. SELA.
Und doch hast du uns verstoßen und Schmach uns angetan
und ziehst nicht mehr aus mit unsern Heeren;
du hast vor dem Feinde uns weichen lassen,
und die uns hassen, haben sich Beute geholt;
du hast uns hingegeben wie Schafe zur Schlachtung
und unter die Heiden uns zerstreut;
du hast dein Volk verkauft um ein Spottgeld
und den Preis für sie gar niedrig angesetzt;A
du hast uns unsern Nachbarn zum Hohn gemacht,
zum Spott und Gelächter rings umher;
hast gemacht, daß den Heiden zum Sprichwort wir dienen,
daß den Kopf die Völker über uns schütteln.
Allzeit steht meine Schmach mir vor Augen,
und die Scham bedeckt mir das Antlitz,
weil ich höre den lauten Hohn und die Lästerreden,
weil den Feind und seine Rachgier ich sehn muß.
Dies alles hat uns getroffen,
und wir hatten dich doch nicht vergessen
und dem Bunde mit dir die Treue nicht gebrochen.
Unser Herz ist nicht von dir abgefallen
und unser Schritt nicht abgewichen von deinem Pfade,
daß du zermalmt uns hast an der Stätte der Schakale
und mit Todesnacht uns umlagert hältst.
Hätten wir unsres Gottes Namen vergessen
und unsre Hände erhoben zu einem fremden Gott:
würde Gott das nicht entdecken?
Er kennt ja des Herzens geheimste Gedanken.
Nein, um deinetwillen werden wir täglich gemordet
und werden dem Schlachtvieh gleich geachtet.
Wach auf! Warum schläfst du, o Allherr?
Erwache! Verwirf nicht für immer!
Warum verbirgst du dein Angesicht,
denkst nicht an unser Elend und unsre Bedrängnis?
Ach, bis in den Staub ist unsre Seele gebeugt,
unser Leib liegt da, am Erdboden klebend!
Steh auf, komm uns zu Hilfe
und erlöse uns um deiner Gnade willen!
Festlied zur Vermählung des Königs
Dem Musikmeister, nach »Lilien«; von den Korahiten ein Lehrgedicht , ein Liebeslied .
Das Herz wallt mir auf von lieblichen Worten:
dem Könige weihe ich meine Lieder;
meine Zunge gleicht dem Griffel eines geübten Schreibers.
Du bist so schön wie sonst kein Mensch auf Erden:
Anmut ist ausgegossen auf deine Lippen;
darum hat Gott dich gesegnet für immer.
Gürte dein Schwert dir an die Seite, du Held,
dazu deine herrlich schimmernde Wehr!
Glück auf! Fahre siegreich einher
für die Sache der Wahrheit, zum Schutz des Rechts,
und furchtbare Taten lasse dein Arm dich schauen!
Deine Pfeile sind scharf – Völker sinken unter dir hin –:
sie dringen den Feinden des Königs ins Herz.
Dein Thron, ein Gottesthron, steht immer und ewig
ein gerechtes Zepter ist dein Herrscherstab.
Du liebst Gerechtigkeit und hassest den Frevel;
darum hat dich Gott, dein Gott, gesalbt
mit Freudenöl wie keinen deinesgleichen.
Von Myrrhe und Aloe duften, von Kassia alle deine Kleider;
aus Elfenbeinpalästen erfreut dich Saitenspiel.
Königstöchter befinden sich unter deinen Geliebten ;
die Gattin steht dir zur Rechten im Goldschmuck von Ophir.
Höre, Tochter, blick her und neige dein Ohr:
Vergiß dein Volk und deines Vaters Haus;
und trägt der König nach deiner Schönheit Verlangen
er ist ja dein Herr –: so huldige ihm!
Die Bürgerschaft von Tyrus wird mit Gaben dir nahen,
um deine Gunst mühen sich die Reichsten des Volkes.
Eitel Pracht ist die Königstochter drinnen,
aus gewirktem Gold besteht ihr Gewand;
in buntgestickten Kleidern wird sie zum König geführt;
Jungfraun, ihr Gefolge, ihre Gespielinnen ,
werden zu dir geleitet;
unter Freudenrufen und Jubel werden sie hingeführt,
ziehen ein in den Palast des Königs.
An deiner Väter Stelle werden deine Söhne treten;
du wirst sie zu Fürsten bestellen im ganzen Land.
Ich will ein Gedächtnis stiften deinem Namen
bei allen kommenden Geschlechtern; darum werden die Völker dich preisen immer und ewig.
Ein’ feste Burg ist unser Gott
Dem Musikmeister, von den Korahiten , im Bass-Stimmsatz, ein Lied.
Gott ist uns Zuflucht und Stärke,
als Hilfe in Nöten wohlbewährt befunden.
Darum bangen wir nicht, wenngleich die Erde vergeht,
wenn Berge mitten im Meer versinken;
mögen tosen, mögen schäumen seine Wogen,
mögen beben die Berge von seinem Ungestüm:
der HERR der Heerscharen ist mit uns,
ein’ feste Burg ist uns der Gott Jakobs! SELA.
Ein Strom ist da: seine Bäche erfreuen die Gottesstadt,
das Heiligtum, die Wohnung des Höchsten.
Gott ist in ihrer Mitte: sie wird nicht wanken,
Gott schützt sie, schon wenn der Morgen tagt.
Völker tobten, Königreiche wankten:
er ließ seinen Donner dröhnen, da zerfloß die Erde.
Der HERR der Heerscharen ist mit uns,
ein’ feste Burg ist uns der Gott Jakobs! SELA.
Kommt her und schauet die Taten des HERRN,
der Wunderbares wirket auf Erden,
der den Kriegen ein Ziel setzt bis ans Ende der Erde,
der Bogen zerbricht und Speere zerschlägt,
Kriegswagen mit Feuer verbrennt!
»Laßt ab und erkennt, daß ich Gott bin,
erhaben unter den Völkern, erhaben auf Erden!«
Der HERR der Heerscharen ist mit uns,
ein’ feste Burg ist uns der Gott Jakobs! SELA.
Israels Gott als König aller Völker
Dem Musikmeister, von den Korahiten , ein Psalm.
Ihr Völker alle, klatscht in die Hände,
jauchzet Gott mit Jubelrufen zu!
Denn der HERR, der Höchste, ist furchtbar ,
ein mächtiger König über die ganze Erde.
Er hat Völker unter unsre Herrschaft gebeugt
und Völkerschaften unter unsre Füße;
er hat uns unser Erbteil auserwählt,
den Stolz Jakobs, den er liebt. SELA.
Aufgefahren ist Gott unter Jauchzen,
der HERR beim Schall der Posaunen.
Lobsinget Gott, lobsinget,
lobsingt unserm König, lobsinget!
Denn König der ganzen Erde ist Gott:
so singt ihm denn ein kunstvolles Lied!
Gott ist König geworden über die Völker,
Gott hat sich gesetzt auf seinen heiligen Thron.
Die Edlen der Völker haben sich versammelt
als das Volk des Gottes Abrahams;
denn Gott sind untertan die Schilde der Erde:
hoch erhaben steht er da.
Der Festpilger Lobpreis auf Zion, die unbesiegte Gottesstadt
Vertiefung
Kernsatz des Tages
Glaube hält Gottes Treue fest, auch wenn die Gegenwart sie nicht sichtbar macht.
Verdichteter Impuls
Psalm 44 beginnt nicht mit einer Lösung, sondern mit Erinnerung. Was Gott einst getan hat, wird vor ihm ausgesprochen, nicht um Vergangenes festzuhalten, sondern um im Dunkel nicht den Halt zu verlieren.
Verlangsamungsfrage
Welche Wahrheit über Gott bleibt bestehen, auch wenn dein heutiger Tag sie nicht bestätigt?
Dein Schritt für heute
Lege für einen Moment die Hand ruhig auf dein Herz und sprich leise: „Gott, du bist meine Zuflucht.“
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Zu hören: Samuel Glöggl.
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