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Galater 1-3 · Tag 330 · 2025

Du bist genug – allein aus Gnade!

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Ich, Paulus, ein Apostel – nicht von Menschen her , auch nicht durch Vermittlung eines Menschen , sondern durch Jesus Christus und Gott den Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat –:
ich und sämtliche Brüder, die hier bei mir sind, senden den Gemeinden in Galatien unsern Gruß:
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus,
der sich für unsere Sünden hingegeben hat, um uns aus der gegenwärtigen bösen Welt zu erretten, nach dem Willen unsers Gottes und Vaters.
Diesem sei die Ehre in alle Ewigkeit. Amen.
Ich muß mich darüber wundern, daß ihr so schnell wieder abfallt von dem, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, und euch einer anderen Heilsbotschaft zuwendet,
während es doch keine andere gibt; nur daß gewisse Leute da sind, die euch verwirren und die Heilsbotschaft Christi verkehren möchten.
Aber auch wenn wir selbst oder ein Engel aus dem Himmel euch eine andere Heilsbotschaft verkündigten als die, welche wir euch verkündigt haben: Fluch über ihn!
Wie wir es schon früher ausgesprochen haben, so wiederhole ich es jetzt noch einmal: Wenn jemand euch eine andere Heilsbotschaft verkündigt als die, welche ihr empfangen habt: Fluch über ihn!
Suche ich jetzt nun den Beifall von Menschen zu gewinnen oder die Zustimmung Gottes? Oder gehe ich etwa darauf aus, Menschen zu gefallen? Nein, wenn ich mich noch um das Wohlgefallen von Menschen bemühte, so wäre ich kein Knecht Christi. I. Beweis, daß Paulus seine Heilsbotschaft nicht von Menschen empfangen hat
Ich weise euch nämlich darauf hin, liebe Brüder, daß die von mir zuverlässig verkündigte Heilsbotschaft nicht nach Menschenart ist.
Ich habe sie ja auch nicht von einem Menschen empfangen, noch sie durch Unterricht erlernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi .
Ihr habt ja von meinem einstmaligen Verhalten im Judentum gehört: daß ich nämlich die Gemeinde Gottes maßlos verfolgt habe und sie zu vernichten suchte
und daß ich es an Leidenschaft für das jüdische Wesen vielen meiner Altersgenossen in meinem Volk zuvorgetan habe, indem ich ein ganz besonderer Eiferer für die von meinen Vätern überkommenen Überlieferungen war.
Als es aber dem, der mich vom Mutterleibe an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefällig war,
seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich die Heilsbotschaft von ihm unter den Heiden verkündigte, da habe ich mich sofort nicht an Menschen von Fleisch und Blut gewandt,
bin auch nicht nach Jerusalem zu meinen Vorgängern im Apostelamt hinaufgegangen, nein, ich begab mich nach Arabien und kehrte dann wieder nach Damaskus zurück.
Darauf, drei Jahre später, ging ich nach Jerusalem hinauf, um Kephas kennenzulernen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm.
Von den übrigen Aposteln habe ich damals keinen gesehen außer Jakobus, den Bruder des Herrn.
Was ich euch hier schreibe – vor Gottes Angesicht , daß ich die reine Wahrheit sage!
Hierauf begab ich mich in die Landschaften von Syrien und Cilicien.
Den Christengemeinden in Judäa aber blieb ich persönlich unbekannt;
nur vom Hörensagen wußten sie: Unser ehemaliger Verfolger verkündigt jetzt als Heilsbotschaft den Glauben, den er einst ausrotten wollte;
und sie priesen Gott im Hinblick auf mich.

Darauf, vierzehn Jahre später, zog ich wieder nach Jerusalem hinauf, mit Barnabas, und nahm auch Titus mit.
Ich unternahm aber diese Reise aufgrund einer Offenbarung und legte ihnen, insbesondere den Angesehenen, die Heilsbotschaft dar, die ich unter den Heiden verkündige, ob meine Arbeit vergeblich wäre oder gewesen wäre.
Doch nicht einmal mein Begleiter Titus, der doch aus den Griechen war, wurde zur Beschneidung genötigt.
Was aber die eingedrungenen falschen Brüder anlangt, die sich eingeschlichen hatten, um unsere Freiheit, die wir in Christus Jesus haben, zu belauern und uns ganz in die Knechtschaft zu bringen:
vor ihnen sind wir auch nicht für eine Stunde in Unterwürfigkeit zurückgewichen, damit die Heilsbotschaft in ihrer Wahrheit bei euch bestehen bliebe.
Von seiten der Angesehenen aber, die als Häupter galten – übrigens ist es mir gleichgültig, von welcher Art ihr Ansehen damals war: Gott nimmt ja auf das äußere Ansehen eines Menschen keine Rücksicht –: mir also haben diese Angesehenen keine weitere Verpflichtung auferlegt;
nein, im Gegenteil, weil sie einsahen, daß ich mit der Heilsbotschaft für die Unbeschnittenen betraut bin, ebenso wie Petrus für die Beschnittenen –
denn , der sich in Petrus für den Aposteldienst an den Juden mit seiner Kraft wirksam erwiesen hat, ist mit seiner Kraft auch in mir für die Heiden wirksam gewesen –,
und weil sie die Gnade erkannten, die mir zuteil geworden ist, haben Jakobus, Kephas und Johannes, die als Säulen galten, mir und Barnabas den Handschlag zum Gemeinschaftsbunde gegeben : wir sollten für die Heiden, sie aber für die Juden wirken;
nur der Armen sollten wir gedenken, was ich mir eben deshalb auch ernstlich habe angelegen sein lassen.
Als aber Kephas nach Antiochien gekommen war, trat ich ihm Auge in Auge entgegen, denn er war ganz offenbar im Unrecht.
Bevor nämlich einige des Jakobus kamen, hatte er mit den Heidenchristen Tischgemeinschaft gehalten; aber nach der Ankunft jener hatte er sich zurückgezogen und sich abgesondert aus Furcht vor den Judenchristen.
An dieser Heuchelei hatten sich auch die übrigen Judenchristen mit ihm beteiligt, so daß sich sogar Barnabas durch ihre Heuchelei hatte mit fortreißen lassen.
Als ich jedoch sah, daß sie nicht den rechten Weg in Übereinstimmung mit der Wahrheit der Heilsbotschaft wandelten, sagte ich zu Kephas offen im Beisein aller: Wenn du, der du doch ein Jude bist, nach heidnischer und nicht nach jüdischer Weise lebst, wie kannst du da die Heiden zwingen wollen, die jüdischen Bräuche zu beobachten?
Wohl sind wir von Natur Juden und nicht Sünder heidnischer Herkunft;
weil wir aber wissen, daß der Mensch nicht aufgrund von Gesetzeswerken gerechtfertigt wird, sondern nur durch den Glauben an Christus Jesus, haben auch wir den Glauben an Christus Jesus angenommen, um aufgrund des Glaubens an Christus und nicht aufgrund von Gesetzeswerken gerechtfertigt zu werden; denn aufgrund von Gesetzeswerken wird kein Fleisch gerechtfertigt werden.
Wenn wir nun aber bei unserem Streben, in Christus gerechtfertigt zu werden, gerade als Sünder erfunden worden wären, da stünde ja Christus im Dienst der Sünde! Das kann nicht sein!
Allerdings, wenn ich das, was ich niedergerissen habe, wieder aufbaue, so stelle ich mich damit selbst als Übertreter hin.
Ich meinerseits dagegen bin durch das Gesetz für das Gesetz gestorben, um für Gott zu leben: ich bin mit Christus gekreuzigt.
So lebe also nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir; was ich jetzt aber noch im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich dahingegeben hat.
Ich verwerfe die Gnade Gottes nicht; denn wenn Gerechtigkeit durch das Gesetz kommt, dann freilich ist Christus umsonst gestorben.

II. Die Rechtfertigung durch den Glauben und die Freiheit des Christen vom mosaischen Gesetz
O ihr unverständigen Galater! Wer hat euch nur bezaubert, da euch doch Jesus Christus vor die Augen gemalt worden ist als Gekreuzigter?
Nur das eine möchte ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist aufgrund von Gesetzeswerken empfangen oder infolge der Predigt vom Glauben?
Seid ihr wirklich so unverständig? Im Geist habt ihr den Anfang gemacht und wollt jetzt im Fleisch den Abschluß machen?
So Großes solltet ihr vergeblich erlitten haben?! Ja, wenn wirklich bloß vergeblich!
Der euch also den Geist mitteilt und Wunderkräfte in euch wirkt, aufgrund von Gesetzeswerken oder infolge der Predigt vom Glauben?
wie bei Abraham: er glaubte Gott, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet .
Ihr erkennt also: die Gläubigen, die sind Abrahams Söhne.
Weil aber die Schrift voraussah, daß Gott die Völker um des Glaubens willen rechtfertigt, hat sie dem Abraham die Heilsverheißung im voraus verkündigt : In dir sollen alle Völker gesegnet werden.
Somit empfangen die, welche aus dem Glauben sind den Segen zugleich mit dem gläubigen Abraham.
Denn alle, die aus Werken des Gesetzes sind, stehen unter einem Fluch; denn es steht geschrieben : Verflucht ist jeder, der nicht in allen , die im Buch des Gesetzes geschrieben stehen, beharrt, um sie zu erfüllen.
Daß aber aufgrund des Gesetzes niemand bei Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar; denn der Gerechte wird aus Glauben leben .
Das Gesetz aber hat mit dem Glauben nichts zu tun, sondern : Wer sie erfüllt hat, der wird durch sie leben.
Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes dadurch losgekauft, daß er für uns zum Fluch geworden ist; denn es steht geschrieben : Verflucht ist jeder, der am Holze hängt.
Es sollte eben der dem Abraham verheißene Segen den Heiden in Christus Jesus zuteil werden, damit wir das Verheißungsgut des Geistes durch den Glauben empfangen könnten.
Liebe Brüder, ich will an menschliche Verhältnisse erinnern: Auch die letztwillige Verfügung eines Menschen, die rechtskräftig geworden ist, kann doch niemand umstoßen oder nachträglich mit Zusätzen versehen.
Nun sind aber die Verheißungen dem Abraham und seinem Samen zugesprochen worden. Es heißt nicht: und den Samen in der Mehrzahl, sondern mit Bezug auf einen einzigen: und deinem Samen, und das ist Christus.
Ich meine das aber so: Eine von Gott bereits früher vollgültig gemachte Verfügung kann durch das Gesetz, das erst vierhundertunddreißig Jahre später gekommen ist, nicht außer Kraft gesetzt werden, so daß es die Verheißung aufhöbe.
Wenn nämlich das Erbe vom Gesetz abhängt, so hängt es nicht mehr von der Verheißung ab; dem Abraham aber hat Gott es durch eine Verheißung als Gnadengabe verliehen.
Was soll nun aber das Gesetz? Der Übertretungen wegen ist es hinzugefügt worden , bis der Same käme, dem die Verheißung gilt; und zwar ist es durch Engel verordnet worden unter Mitwirkung eines Mittlers.
Ein Mittler aber vertritt nicht einen einzigen; Gott aber ist ein einziger.
Steht demnach das Gesetz mit den Verheißungen Gottes in Widerspruch? Nimmermehr! Ja, wenn ein Gesetz gegeben worden wäre, das die Kraft besäße, Leben zu verleihen, dann käme die Gerechtigkeit tatsächlich aus dem Gesetz.
Nun aber hat die Schrift alles unter die Sünde zusammengeschlossen, damit das Verheißungsgut den Gläubigen aufgrund des Glaubens an Jesus Christus zuteil würde.
Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz in Verwahrung gehalten und waren unter Verschluß gelegt für den Glauben, der erst später geoffenbart werden sollte.
Somit ist das Gesetz unser Erzieher für Christus geworden, damit wir aufgrund des Glaubens gerechtfertigt würden.
Seitdem nun aber der Glaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter einem Erzieher;
denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben an Christus Jesus.
Denn ihr alle, die ihr in Christus getauft worden seid, habt Christus angezogen.
Da gibt es nun nicht mehr Juden und Griechen, nicht mehr Knechte und Freie, nicht mehr Mann und Weib: nein, ihr seid allesamt Einer in Christus Jesus.
Wenn ihr aber Christus angehört, so seid ihr damit ja Abrahams Nachkommenschaft, Erben gemäß der Verheißung.

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Veröffentlicht am 26. November 2025Laufzeit 15 Min. 10 Sek.

Personen in dieser Folge

Samuel Glöggl

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