2. Korinther 4-6 · Tag 327 · 2025
Stark durch Schwäche – Wie Gott deine Grenzen nutzt.
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Deshalb werden wir, weil wir infolge des uns widerfahrenen Erbarmens dieses Amt zu verwalten haben, nicht mutlos,
sondern haben uns von aller schändlichen Heimlichtuerei losgesagt; denn wir gehen nicht mit Arglist um, verfälschen auch das Wort Gottes nicht, empfehlen uns vielmehr durch die offene Verkündigung der Wahrheit jedem Gewissensurteil der Menschen vor den Augen Gottes.
Wenn trotzdem die von uns verkündigte Heilsbotschaft verhüllt ist, so ist sie doch nur bei denen verhüllt, welche verlorengehen,
weil in ihnen der Gott dieser Weltzeit das Denkvermögen der Ungläubigen verdunkelt hat, damit ihnen das helle Licht der Heilsbotschaft von der Herrlichkeit Christi, der das Ebenbild Gottes ist, nicht leuchte.
Denn nicht uns selbst verkündigen wir, sondern Christus Jesus als den Herrn, uns selbst aber als eure Knechte um Jesu willen.
Denn Gott, der da geboten hat : Aus der Finsternis strahle das Licht hervor!, der ist es auch, der das Licht in unsern Herzen hat aufstrahlen lassen, um die Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi erglänzen zu lassen.
Wir besitzen aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwengliche Kraft sich als Gott angehörend und nicht als von uns stammend erweise.
Allenthalben sind wir bedrängt, aber nicht erdrückt, in Ratlosigkeit versetzt, aber nicht in Verzagtheit,
verfolgt, aber nicht im Stich gelassen, zu Boden niedergeworfen, aber nicht ums Leben gebracht;
allezeit tragen wir das Sterben Jesu an unserm Leibe mit uns umher, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe sichtbar werde.
Denn immerfort werden wir mitten im Leben in den Tod dahingegeben um Jesu willen, damit auch das Leben Jesu an unserm sterblichen Fleische sichtbar werde.
Somit tut der Tod sein Werk in uns, das Leben aber in euch.
Weil wir aber denselben Geist des Glaubens besitzen – nach dem Wort der Schrift : Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet –, so glauben auch wir und deshalb reden wir auch;
denn wir wissen, daß der, welcher den Herrn Jesus auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken und uns mit euch zusammen darstellen wird.
Denn das alles geschieht um euretwillen, damit die Gnade, gemehrt durch immer weiteren Zuwachs , die Danksagung in immer stärkerem Strom sich ergießen lasse zur Ehre Gottes.
Darum werden wir auch nicht verzagt; nein, wenn auch unser äußerer Mensch aufgerieben wird, so empfängt doch unser innerer Mensch Tag für Tag neue Kraft.
Denn die augenblickliche, leicht wiegende Last unserer Leiden bringt uns in überschwenglicher Weise über alles Maß hinaus ein ewiges Vollgewicht von Herrlichkeit ein,
weil wir den Blick nicht auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare richten; denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber bleibt ewig.
Wir wissen ja, daß, wenn unser irdisches Haus, das Leibeszelt, abgebrochen sein wird, wir einen von Gott bereiteten Bau erhalten, ein nicht von Menschenhänden hergestelltes, ewiges Haus im Himmel.
In diesem Zustande seufzen wir ja auch, weil wir danach verlangen, mit unserer himmlischen Behausung überkleidet zu werden,
da wir ja , wenn wir diese angelegt haben, nicht unbekleidet werden erfunden werden.
Denn solange wir uns noch in dem Leibeszelte befinden, haben wir zu seufzen und fühlen uns bedrückt, weil wir lieber nicht erst entkleidet, sondern überkleidet werden möchten, damit das Sterbliche vom Leben verschlungen werde.
Der uns aber eben dafür zubereitet hat, das ist Gott, der uns den Geist als Unterpfand gegeben hat.
So haben wir denn allezeit guten Mut, und da wir wissen, daß, solange wir unsere Heimat im Leibe haben, wir fern vom Herrn in der Fremde leben
– denn wir wandeln in Glaubens, nicht schon in Schauens –,
so haben wir guten Mut, möchten jedoch lieber aus dem Leibe auswandern und in die Heimat zum Herrn kommen.
Darum bieten wir auch allen Eifer auf, mögen wir uns in der Heimat oder noch in der Fremde befinden, ihm wohlgefällig zu sein.
Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit ein jeder empfange, je nachdem er während seines leiblichen Lebens gehandelt hat, es sei gut oder böse.
Weil wir also die Furcht vor dem Herrn kennen, suchen wir Menschen zu gewinnen, für Gott aber sind wir offenbar; doch hoffe ich, auch in euren Gewissen offenbar zu sein.
Wir bringen uns damit nicht schon wieder bei euch in Empfehlung, sondern wollen euch einen Anlaß zum Ruhmeszeugnis für uns geben, damit ihr denen zu antworten wißt, die sich nur äußerer Vorzüge, nicht aber ihrer Herzensverfassung rühmen können.
Denn sind wir um den Verstand gekommen, so ist es für Gott geschehen, und sind wir bei gesundem Verstande, so zum Segen für euch.
Denn die Liebe Christi drängt uns, weil wir uns von der Überzeugung leiten lassen: Einer ist für alle gestorben, folglich sind sie allesamt gestorben;
und er ist darum für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt ist.
Daher kennen wir von jetzt ab niemand mehr nach dem Fleisch; nein, sogar wenn wir Christus nach dem Fleisch gekannt haben, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr so.
Wenn also jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung: das Alte ist vergangen, siehe, ein Neues ist entstanden!
Das alles ist aber das Werk Gottes, der uns durch Christus mit sich versöhnt hat und uns den Dienst der Versöhnung übertragen hat.
Denn Gott war in Christus und hat die Welt mit sich versöhnt, indem er ihnen ihre Übertretungen nicht anrechnete und in uns das Wort von der Versöhnung niedergelegt hat.
Für Christus also reden wir als seine Gesandten, da ja Gott durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: Laßt euch mit Gott versöhnen!
Er hat den, der Sünde nicht kannte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm Gottes Gerechtigkeit würden.
Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch auch: die Gnade Gottes nicht vergeblich anzunehmen! –
Es steht ja geschrieben : Zur willkommenen Zeit habe ich dich erhört und am Tage des Heils dir geholfen. Seht, jetzt ist die hochwillkommene Zeit, seht, jetzt ist der Tag des Heils!
Und dabei geben wir niemand irgendwelchen Anstoß, damit kein Tadel unsern Dienst treffe;
vielmehr suchen wir uns in jeder Hinsicht als Diener Gottes zu empfehlen: durch große Standhaftigkeit in Leiden, in Nöten, in Bedrängnissen,
bei Schlägen, bei Gefangenschaften, bei Volksaufständen, in Mühsalen, in durchwachten Nächten, bei Mangel an Nahrung,
in Sittenreinheit, durch Erkenntnis, durch Langmut, durch Gütigkeit, durch heiligen Geist, durch ungeheuchelte Liebe,
im Wort der Wahrheit, durch die Kraft Gottes, durch die Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken,
unter Ehre und Schande, bei übler und guter Nachrede, als wären wir Verführer und doch wahrhaftig,
als die Unbekannten und doch wohlbekannt, als die Sterbenden und seht, wir leben; als die Gezüchtigten und doch nicht zu Tode gepeinigt,
als die Leidtragenden, aber doch allezeit Fröhlichen, als Bettler, die aber viele reich machen; als solche, die nichts haben und doch alles besitzen. III. Ermahnung zu reinem Christenwandel
Liebe Korinther! Unser Mund hat sich euch gegenüber aufgetan, das Herz ist uns weit geworden!
Ihr nehmt in unserm Herzen keinen engen Raum ein, aber eng ist der Raum in eurem Inneren !
So vergeltet nun Gleiches mit Gleichem – ich rede zu euch wie zu Kindern –: laßt auch eure Herzen sich weit erschließen!
Gebt euch nicht dazu her, mit Ungläubigen an einem fremdartigen Joch zu ziehen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander gemein? Oder was hat das Licht mit der Finsternis zu schaffen?
Wie stimmt Christus mit Beliar überein, oder welche Gemeinschaft besteht zwischen einem Gläubigen und einem Ungläubigen?
Wie verträgt sich der Tempel Gottes mit den Götzen? Wir sind ja doch der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat : Ich werde unter ihnen wohnen und wandeln; ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.
Darum : Geht aus ihrer Mitte hinweg und sondert euch ab, gebietet der Herr, und rührt nichts Unreines an, so will ich euch aufnehmen und :
Ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, sagt der Herr, der Allmächtige.
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