Johannes 20-21 · Tag 306 · 2025
Jesus lebt – und begegnet dir persönlich!
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V. Die Offenbarungen des Auferstandenen
Am ersten Tage nach dem Sabbat aber ging Maria Magdalena frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grabe hin und sah, daß der Stein vom Grabe weggenommen war.
Da eilte sie hin und kam zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus lieb gehabt hatte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grabe weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat!
Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und machten sich auf den Weg zum Grabe.
Die beiden liefen miteinander, doch der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam zuerst an das Grab.
Als er sich nun hineinbeugte, sah er die leinenen Binden daliegen, ging jedoch nicht hinein.
Nun kam auch Simon Petrus hinter ihm her und trat in das Grab hinein; er sah dort die leinenen Binden liegen,
das Schweißtuch aber, das auf seinem Kopf gelegen hatte, lag nicht bei den Leintüchern, sondern für sich zusammengefaltet an einer besonderen Stelle.
Jetzt trat auch der andere Jünger hinein, der zuerst am Grabe angekommen war, und sah es auch und kam zum Glauben;
denn sie hatten die Schrift noch nicht verstanden, daß er von den Toten auferstehen müsse.
So gingen denn die Jünger wieder heim.
Maria aber war draußen am Grabe stehengeblieben und weinte. Mit Tränen in den Augen beugte sie sich vor in das Grab hinein;
da sah sie dort zwei Engel in weißen Gewändern dasitzen, den einen am Kopfende, den andern am Fußende der Stelle, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte.
Diese sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.
Nach diesen Worten wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wußte aber nicht, daß es Jesus war.
Da sagte Jesus zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie hielt ihn für den Hüter des Gartens und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir doch, wohin du ihn gebracht hast; dann will ich ihn wieder holen.
Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und sagte auf hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt Meister.
Jesus sagte zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht zum Vater aufgefahren! Gehe aber zu meinen Brüdern und sage ihnen: ›Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.‹
Da ging Maria Magdalena hin und verkündigte den Jüngern, sie habe den Herrn gesehen, und er habe dies zu ihr gesagt.
Als es nun an jenem Tage, dem ersten Wochentage, Abend geworden war und die Türen an dem Ort, wo die Jünger sich befanden, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, kam Jesus, trat mitten unter sie und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite; da freuten sich die Jünger, weil sie den Herrn sahen.
Dann sagte er nochmals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende auch ich euch.
Nach diesen Worten hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfanget heiligen Geist!
Wem immer ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, und wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten.
Thomas aber, einer von den Zwölfen, der auch den Namen ›Zwilling‹ führt , war nicht bei ihnen gewesen, als Jesus gekommen war.
Die anderen Jünger teilten ihm nun mit: Wir haben den Herrn gesehen! Er aber erklärte ihnen: Wenn ich nicht das Nägelmal in seinen Händen sehe und meinen Finger in das Nägelmal und meine Hand in seine Seite lege, werde ich es nimmermehr glauben!
Acht Tage später befanden sich seine Jünger wieder im Hause, und war Thomas bei ihnen. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat mitten unter sie und sagte: Friede sei mit euch!
Darauf sagte er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh dir meine Hände an; dann reiche deine Hand her und lege sie mir in die Seite und sei nicht ungläubig, sondern werde gläubig!
Da antwortete ihm Thomas: Mein Herr und mein Gott!
Jesus erwiderte ihm: Weil du mich gesehen hast, bist du gläubig geworden. Selig sind die, welche nicht gesehen haben und doch zum Glauben gekommen sind!
Noch viele andere Wunderzeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buche nicht aufgezeichnet stehen;
diese aber sind niedergeschrieben worden, damit ihr glaubt, daß Jesus der Gesalbte, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben in seinem Namen habt.
Danach offenbarte Jesus sich seinen Jüngern noch einmal am See von Tiberias, und zwar offenbarte er sich auf folgende Weise:
Es waren beisammen Simon Petrus und Thomas, der den Namen ›Zwilling‹ führt , Nathanael aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und noch zwei andere aus der Zahl seiner Jünger.
Da sagte Simon Petrus zu ihnen: Ich gehe hin und fische! Sie erwiderten ihm: Dann gehen auch wir mit dir! So gingen sie denn hinaus und stiegen in das Boot, fingen aber in jener Nacht nichts.
Als es bereits gegen Morgen war, stand Jesus am Ufer; die Jünger wußten jedoch nicht, daß es Jesus war.
Da rief Jesus ihnen zu: Kinder, habt ihr nicht etwas als Zukost? Sie antworteten ihm: Nein.
Nun sagte er zu ihnen: Werft das Netz nach der rechten Seite des Bootes aus, so werdet ihr einen Fang tun! Da warfen sie es aus und konnten es vor der Menge der Fische nicht mehr herausziehen.
Da sagte jener Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als nun Simon Petrus hörte, daß es der Herr sei, gürtete er sich sein Obergewand um – er hatte nämlich nur ein Unterkleid angehabt – und sprang in den See;
die anderen Jünger aber kamen mit dem Boote hinter ihm her – sie waren nämlich nicht weit vom Lande, sondern nur in einer Entfernung von etwa zweihundert Ellen – und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
Als sie dann ans Land ausgestiegen waren, sahen sie ein Kohlenfeuer hergerichtet und Fische darauf gelegt und Brot .
Jesus sagte zu ihnen: Bringt noch einige von den Fischen her, die ihr soeben gefangen habt!
Da stieg Simon Petrus hinein und zog das Netz ans Land, das mit hundertunddreiundfünfzig großen Fischen gefüllt war und trotz dieser großen Zahl nicht zerriß.
Nun sagte Jesus zu ihnen: Kommt her und haltet das Frühmahl! Keiner aber von den Jüngern wagte die Frage an ihn zu richten: Wer bist du? Sie wußten ja, daß es der Herr war.
Jesus trat nun hin, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso auch die Fische.
Dies war nun schon das dritte Mal, daß Jesus sich nach seiner Auferstehung von den Toten seinen Jüngern offenbarte.
Als sie nun das Frühmahl gehalten hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Da sagte er zu ihm: Weide meine Lämmer!
Darauf fragte ihn Jesus zum zweitenmal: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Da sagte Jesus zu ihm: Hüte meine Schafe!
Zum drittenmal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Da wurde Petrus betrübt, weil er ihn zum drittenmal fragte: Hast du mich lieb?, und er antwortete ihm: Herr, du weißt alles; du weißt auch, daß ich dich lieb habe. Da sagte Jesus zu ihm: Weide meine Schafe!
Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Als du noch jünger warst, hast du dir dein Gewand selbst gegürtet und bist umhergegangen, wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Arme ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und dich an eine Stätte führen, wohin du nicht willst.
Dies sagte er aber, um anzudeuten, durch was für eine Todesart Petrus Gott verherrlichen würde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: Folge mir nach!
Als Petrus sich dann umwandte, sah er den Jünger, den Jesus liebhatte, hinter ihnen herkommen, denselben, der sich auch beim Abendmahl an seine Brust gelehnt und gefragt hatte: Herr, wer ist’s, der dich verrät?
Als nun Petrus diesen sah, fragte er Jesus: Herr, was wird aber mit diesem werden?
Jesus antwortete ihm: Wenn es mein Wille ist, daß er bis zu meinem Kommen bleibt, was geht das dich an? Folge du mir nach!
So verbreitete sich denn diese Rede unter den Brüdern: Jener Jünger stirbt nicht. Aber Jesus hatte zu ihm nicht gesagt: Er stirbt nicht, sondern: Wenn es mein Wille ist, daß er bis zu meinem Kommen bleibt, was geht das dich an?
Dies ist der Jünger, der von diesen Dingen Zeugnis ablegt und auch diese Schrift verfaßt hat, und wir wissen, daß sein Zeugnis wahr ist.
Es gibt aber noch vieles andere, was Jesus getan hat; wollte man das alles im einzelnen aufschreiben, so würde nach meiner Überzeugung die Welt die Bücher nicht fassen, die dann zu schreiben wären.
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