Johannes 17-19 · Tag 305 · 2025
Kostbar geliebt – für dich ging Jesus ans Kreuz!
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Jesu Gebet für sich selbst
So redete Jesus; dann richtete er seine Augen zum Himmel empor und betete: Vater, die Stunde ist gekommen: verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche!
Du hast ihm ja Macht über alles Fleisch verliehen, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben gebe.
Darin besteht aber das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.
Ich habe dich hier auf der Erde verherrlicht und habe das Werk vollendet, dessen Vollführung du mir aufgetragen hast.
Und jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir besaß, ehe die Welt war. Fürbitte Jesu für die Erhaltung der Jünger in der rechten Gotteserkenntnis
Ich habe deinen Namen den Menschen geoffenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Dir gehörten sie an, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt.
Jetzt haben sie erkannt, daß alles, was du mir gegeben hast, von dir stammt;
denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und haben in Wahrheit erkannt, daß ich von dir ausgegangen bin, und haben den Glauben gewonnen, daß du es bist, der mich gesandt hat.
Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast; denn sie sind dein Eigentum,
und was mein ist, ist ja alles dein, und was dein ist, das ist mein, und ich bin in ihnen verherrlicht worden.
Und ich bin nicht mehr in der Welt, doch sie sind noch in der Welt, während ich zu dir gehe. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir anvertraut hast, damit sie eins seien, so wie wir es sind.
Solange ich in ihrer Mitte gewesen bin, habe ich sie, die du mir gegeben hast, in deinem Namen erhalten und habe sie behütet, und keiner von ihnen ist verlorengegangen außer dem Sohne des Verderbens, damit die Schrift erfüllt würde .
Jetzt aber gehe ich zu dir und rede dieses noch in der Welt, damit sie die Freude, wie ich sie habe, vollkommen in sich tragen.
Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehaßt, weil sie nicht zur Welt gehören, wie auch ich nicht der Welt angehöre.
Ich bitte dich nicht, sie aus der Welt hinwegzunehmen, sondern sie vor dem Bösen zu behüten.
Sie gehören nicht zur Welt, wie auch ich nicht der Welt angehöre.
Heilige sie in deiner Wahrheit: dein Wort ist Wahrheit.
Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt;
und für sie heilige ich mich, damit auch sie in Wahrheit geheiligt seien. Fürbitte für alle Gläubigen
Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort zum Glauben an mich kommen ,
daß sie alle eins seien; wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, so laß auch sie in uns eins sein, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast.
Ich habe auch die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, damit sie eins seien, wie wir eins sind:
ich in ihnen und du in mir, auf daß sie zu vollkommener Einheit gelangen, damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.
Vater, ich will, daß da, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir verliehen hast; denn du hast mich schon vor der Grundlegung der Welt geliebt.
Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt, und diese haben erkannt, daß du mich gesandt hast.
Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen.
IV. Jesu Leiden und Tod
Nachdem Jesus so gebetet hatte, ging er mit seinen Jüngern hinaus über den Bach Kidron hinüber an einen Ort, wo ein Garten war, in den er mit seinen Jüngern eintrat.
Aber auch Judas, sein Verräter, kannte diesen Ort, weil Jesus dort oft mit seinen Jüngern zusammengekommen war.
Nachdem nun Judas die Abteilung Soldaten und von den Hohenpriestern und Pharisäern Diener erhalten hatte, kam er mit Fackeln, Laternen und Waffen dorthin.
Wiewohl nun Jesus alles wußte, was über ihn kommen würde, trat er doch hinaus und fragte sie: Wen sucht ihr?
Sie antworteten ihm: Jesus von Nazareth. Er sagte zu ihnen: Der bin ich. Auch Judas, sein Verräter, stand bei ihnen.
Als Jesus nun zu ihnen sagte: Der bin ich!, wichen sie zurück und fielen zu Boden.
Da fragte er sie nochmals: Wen sucht ihr? Sie sagten: Jesus von Nazareth.
Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, daß ich es bin. Wenn ihr also mich sucht, so laßt diese hier gehen!
So sollte sich das Wort erfüllen, das er ausgesprochen hatte: Ich habe keinen von denen, die du mir gegeben hast, verloren gehen lassen.
Da nun Simon Petrus ein Schwert bei sich hatte, zog er es heraus, schlug damit nach dem Knechte des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab; der Knecht hieß Malchus.
Da sagte Jesus zu Petrus: Stecke das Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gereicht hat?
Hierauf nahmen die Abteilung Soldaten mit ihrem Hauptmann und die Diener der Juden Jesus fest, fesselten ihn
und führten ihn zunächst zu Hannas ab; dieser war nämlich der Schwiegervater des Kaiphas, der in jenem Jahre Hoherpriester war.
Kaiphas aber war es, der den Juden den Rat gegeben hatte, es sei besser, daß ein einzelner Mensch für das Volk sterbe.
Simon Petrus aber und noch ein anderer Jünger waren Jesus nachgefolgt. Dieser Jünger war aber mit dem Hohenpriester bekannt und ging gleichzeitig mit Jesus in den Palast des Hohenpriesters hinein,
während Petrus draußen vor der Tür stehenblieb. Da ging der andere Jünger, der mit dem Hohenpriester bekannt war, hinaus, redete mit der Türhüterin und führte Petrus hinein.
Da sagte die Magd, welche die Tür hütete, zu Petrus: Gehörst du nicht auch zu den Jüngern dieses Menschen? Er antwortete: Nein.
Es standen aber die Knechte und Diener da, hatten sich wegen der Kälte ein Kohlenfeuer angemacht und wärmten sich daran; aber auch Petrus stand bei ihnen und wärmte sich.
Der Hohepriester befragte nun Jesus über seine Jünger und seine Lehre.
Jesus antwortete ihm: Ich habe frei und offen zu aller Welt geredet; ich habe allezeit in den Synagogen und im Tempel gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen; im geheimen habe ich überhaupt nicht geredet.
Warum fragst du mich? Frage die, welche gehört haben, was ich zu ihnen geredet habe; diese wissen, was ich gesagt habe.
Als er das ausgesprochen hatte, gab einer von den Dienern, der dabeistand, Jesus einen Schlag ins Gesicht und sagte: So antwortest du dem Hohenpriester?
Jesus entgegnete ihm: Wenn ich ungehörig gesprochen habe, so gib an, was ungehörig daran gewesen ist; wenn ich aber richtig gesprochen habe, warum schlägst du mich?
Darauf sandte Hannas ihn gefesselt zum Hohenpriester Kaiphas.
Simon Petrus aber stand da und wärmte sich. Da fragten sie ihn: Gehörst du nicht auch zu seinen Jüngern?
Er leugnete aber mit einem Nein. Da sagte einer von den Knechten des Hohenpriesters, ein Verwandter des Knechtes, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Habe ich dich nicht in dem Garten bei ihm gesehen?
Da leugnete Petrus nochmals; und sogleich darauf krähte der Hahn.
Man führte Jesus dann aus dem Hause des Kaiphas nach der Statthalterei; es war früh am Morgen. Die Juden selbst gingen dabei nicht in die Statthalterei hinein, um nicht unrein zu werden, sondern das Passah essen zu können.
Darum kam Pilatus zu ihnen hinaus und fragte sie: Welche Anklage habt ihr gegen diesen Mann zu erheben?
Sie antworteten ihm mit den Worten: Wenn dieser Mensch kein Verbrecher wäre, so hätten wir ihn dir nicht überliefert!
Da sagte Pilatus zu ihnen: Nehmt ihr ihn und richtet ihn nach eurem Gesetz. Da entgegneten ihm die Juden: Wir haben nicht das Recht, jemand hinzurichten –
so sollte sich das Wort Jesu erfüllen, durch das er die Art seines Todes angedeutet hatte.
Pilatus ging nun wieder in die Statthalterei hinein, ließ Jesus rufen und fragte ihn: Bist du der König der Juden?
Jesus antwortete: Fragst du so von dir selbst aus, oder haben andere es dir von mir gesagt?
Pilatus antwortete: Ich bin doch kein Jude! Dein Volk und zwar die Hohenpriester haben dich mir überantwortet: was hast du verbrochen?
Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, so würden meine Diener kämpfen, damit ich den Juden nicht überliefert würde; nun aber ist mein Reich nicht von hier.
Da sagte Pilatus zu ihm: Ein König bist du also? Jesus antwortete: Ja, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen; jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.
Darauf antwortete ihm Pilatus: Was ist Wahrheit?! Nach diesen Worten ging er wieder zu den Juden hinaus und sagte zu ihnen: Ich finde keinerlei Schuld an ihm.
Es ist aber herkömmlich bei euch, daß ich euch am Passah einen freigebe: soll ich euch also den König der Juden freigeben?
Da riefen sie wieder laut: Nein, nicht diesen, sondern den Barabbas! Barabbas war aber ein Räuber.
Da ließ nun Pilatus Jesus ergreifen und geißeln;
dann flochten die Soldaten eine Dornenkrone, setzten sie ihm aufs Haupt und legten ihm einen scharlachroten Mantel um;
hierauf traten sie vor ihn hin und riefen aus: Sei gegrüßt, Judenkönig! und versetzten ihm Schläge ins Gesicht.
Pilatus kam dann wieder heraus und sagte zu ihnen: Seht, ich führe ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, daß ich keinerlei Schuld an ihm finde.
So kam denn Jesus heraus, indem er die Dornenkrone und den Purpurmantel trug, und Pilatus sagte zu ihnen: Seht, der Mensch!
Als ihn nun die Hohenpriester und die Tempeldiener erblickten, schrien sie: Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz! Pilatus entgegnete ihnen: Nehmt ihr ihn und kreuzigt ihn! Denn ich finde keine Schuld an ihm.
Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz muß er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat.
Als nun Pilatus dies Wort hörte, geriet er in noch größere Angst;
er ging also wieder in die Statthalterei hinein und fragte Jesus: Woher bist du? Jesus aber gab ihm keine Antwort.
Da sagte Pilatus zu ihm: Mir willst du nicht Rede stehen? Weißt du nicht, daß ich die Macht habe, dich freizugeben, und auch die Macht habe, dich kreuzigen zu lassen?
Jesus antwortete ihm: Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben her gegeben wäre; deshalb trifft den, welcher mich dir ausgeliefert hat, eine größere Schuld.
Von da an suchte Pilatus ihn freizugeben; aber die Juden schrien: Gibst du diesen frei, so bist du kein Freund des Kaisers! Jeder, der sich selbst zum König macht, lehnt sich gegen den Kaiser auf!
Als Pilatus diese Worte hörte, ließ er Jesus hinausführen und setzte sich auf den Richterstuhl an dem Platze, welcher ›Steinpflaster‹, auf hebräisch Gabbatha, heißt.
Es war aber der Rüsttag auf das Passahfest, und zwar um die sechste Stunde. Nun sagte Pilatus zu den Juden: Seht, da ist euer König!
Da schrien jene: Weg, weg mit ihm, kreuzige ihn! Pilatus entgegnete ihnen: Euren König soll ich kreuzigen lassen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König als den Kaiser!
Darauf übergab er ihnen Jesus zur Kreuzigung. So übernahmen sie denn Jesus;
und dieser ging, indem er sein Kreuz selber trug, hinaus nach der sogenannten ›Schädelstätte‹, die auf hebräisch Golgatha heißt;
dort kreuzigten sie ihn und mit ihm noch zwei andere auf beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte.
Auch eine Aufschrift hatte Pilatus schreiben und oben am Kreuz anbringen lassen; sie lautete: Jesus von Nazareth, der König der Juden.
Diese Aufschrift nun lasen viele von den Juden, weil der Platz, wo Jesus gekreuzigt wurde, nahe bei der Stadt lag und die Aufschrift in hebräischer, römischer und griechischer Sprache abgefaßt war.
Da sagten die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: ›Der König der Juden‹, sondern: ›Dieser Mensch hat behauptet, er sei der König der Juden‹!
Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben!
Als nun die Soldaten Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleidungsstücke und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen Teil, außerdem noch das Unterkleid. Dieses Unterkleid war aber ohne Naht, von oben an in einem Stück gewebt.
Da sagten sie zueinander: Wir wollen es nicht zerschneiden, sondern darum losen, wem es gehören soll – so sollte das Schriftwort seine Erfüllung finden : Sie haben meine Kleider unter sich verteilt und über mein Gewand das Los geworfen. Auf diese Weise verfuhren also die Soldaten.
Es standen aber beim Kreuze Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, auch Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala.
Als nun Jesus seine Mutter und neben ihr den Jünger, den er lieb hatte, stehen sah, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe dein Sohn!
Darauf sagte er zu dem Jünger: Siehe deine Mutter! Und von dieser Stunde an nahm der Jünger sie zu sich in sein Haus.
Darauf, weil Jesus wußte, daß nunmehr alles vollbracht war, sagte er, damit die Schrift ganz erfüllt würde: Mich dürstet.
Es stand dort nun ein mit Essig gefülltes Gefäß. Sie umwickelten also einen mit dem Essig getränkten Schwamm mit Ysop und hielten ihm diesen an den Mund.
Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sagte er: Es ist vollbracht!, neigte dann das Haupt und gab den Geist auf.
Weil es nun Rüsttag war, trugen die Juden, damit die Leichen nicht während des Sabbats am Kreuz blieben – dieser Sabbattag war nämlich ein hoher Festtag –, dem Pilatus die Bitte vor, es möchten ihnen die Schenkel mit Keulen zerschlagen und sie dann herabgenommen werden.
So kamen denn die Soldaten und zerschlugen dem ersten die Schenkel, ebenso auch dem andern, der mit gekreuzigt worden war.
Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, daß er bereits tot war, zerschlugen sie ihm die Schenkel nicht,
sondern einer von den Soldaten stieß ihn mit seiner Lanze in die Seite; da floß sogleich Blut und Wasser heraus.
Ein Augenzeuge hat dies bezeugt, und sein Zeugnis ist zuverlässig, und jener weiß, daß er die Wahrheit sagt, damit auch ihr zum Glauben kommet.
Dies ist nämlich geschehen, damit das Schriftwort erfüllt würde : Es soll kein Knochen an ihm zerbrochen werden.
Und noch eine andere Schriftstelle lautet : Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.
Hierauf trug Joseph von Arimathäa, der ein Jünger Jesu war – allerdings war er’s nur im geheimen aus Furcht vor den Juden –, dem Pilatus die Bitte vor, daß er den Leichnam Jesu vom Kreuze abnehmen dürfe; und Pilatus gewährte ihm die Bitte. So ging er denn hin und nahm seinen Leichnam ab.
Aber auch Nikodemus kam, derselbe, der zum erstenmal bei Nacht zu Jesus gekommen war , und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe mit, wohl hundert Pfund.
So nahmen sie denn den Leib Jesu und banden ihn ein in Leinwandstreifen mitsamt den wohlriechenden Stoffen, wie es Sitte der Juden bei Bestattungen ist.
Es lag aber bei dem Platze, wo er gekreuzigt worden war, ein Garten, und in dem Garten ein neues Grab, in welchem bisher noch niemand beigesetzt worden war.
Dorthin brachten sie nun Jesus mit Rücksicht auf den jüdischen Rüsttag, weil das Grab sich in der Nähe befand.
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