Markus 15-16 · Tag 291 · 2025
Hoffnung ist niemals verloren!
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Und sogleich frühmorgens fertigten die Hohenpriester mit den Ältesten und Schriftgelehrten und der gesamte Hohe Rat den Beschluß aus, ließen Jesus fesseln und abführen und übergaben ihn dem Pilatus.
Dieser befragte ihn: Bist du der König der Juden? Er antwortete ihm mit den Worten: Ja, ich bin es.
Die Hohenpriester brachten dann viele Anklagen gegen ihn vor;
da fragte Pilatus ihn nochmals: Entgegnest du nichts? Höre nur, was sie alles gegen dich vorbringen!
Jesus aber gab keine Antwort mehr, so daß Pilatus sich verwunderte.
An jedem Fest aber pflegte er ihnen einen Gefangenen freizugeben, den sie sich erbaten.
Nun saß damals ein unter dem Namen Barabbas bekannter Mensch im Gefängnis mit den Aufrührern, die beim Aufruhr einen Mord begangen hatten.
So zog denn die Volksmenge hinauf und begann um das zu bitten, was er ihnen gewöhnlich gewährte.
Pilatus antwortete ihnen mit der Frage: Wollt ihr, daß ich euch den König der Juden freigebe?
Er war sich nämlich klar darüber geworden, daß die Hohenpriester ihn aus Neid überantwortet hatten.
Die Hohenpriester aber hetzten die Volksmenge zu der Forderung auf, er möchte ihnen lieber den Barabbas freigeben.
Nun richtete Pilatus nochmals die Frage an sie: Was soll ich denn mit dem machen, den ihr den König der Juden nennt?
Sie schrien zurück: Laß ihn kreuzigen!
Pilatus entgegnete ihnen: Was hat er denn Böses getan? Da schrien sie noch lauter: Laß ihn kreuzigen!
Um nun dem Volke den Willen zu tun, gab Pilatus ihnen den Barabbas frei, Jesus aber ließ er geißeln und übergab ihn dann zur Kreuzigung.
Nun führten ihn die Soldaten ab in das Innere des Palastes – das ist nämlich die Statthalterei – und riefen die ganze Abteilung zusammen,
dann legten sie ihm einen Purpur um, setzten ihm eine Dornenkrone auf, die sie geflochten hatten,
und fingen an, ihm als König zu huldigen mit dem Zuruf: Sei gegrüßt, Judenkönig!
Dabei schlugen sie ihn mit einem Rohr aufs Haupt, spien ihn an, warfen sich vor ihm auf die Knie nieder und brachten ihm Huldigungen dar.
Nachdem sie ihn so verspottet hatten, nahmen sie ihm den Purpurmantel wieder ab und legten ihm seine eigenen Kleider an. Dann führten sie ihn zur Kreuzigung hinaus
und zwangen einen Vorübergehenden, Simon aus Cyrene, der vom Felde kam, den Vater Alexanders und des Rufus, ihm das Kreuz zu tragen.
So brachten sie ihn nach dem Platz Golgatha, das bedeutet übersetzt ›Schädel‹,
und reichten ihm mit Myrrhe gewürzten Wein, den er aber nicht nahm .
Dann kreuzigten sie ihn und verteilten seine Kleider unter sich, indem sie das Los um sie warfen, welches Stück jeder erhalten sollte .
Es war aber die dritte Tagesstunde, als sie ihn kreuzigten;
und die Inschrift mit der Angabe seiner Schuld lautete so: Der König der Juden.
Mit ihm kreuzigten sie auch zwei Räuber, den einen zu seiner Rechten, den anderen zu seiner Linken.
gerechnet worden.]
Und die Vorübergehenden schmähten ihn, schüttelten die Köpfe und riefen aus: Ha du, der du den Tempel abbrichst und ihn in drei Tagen wieder aufbaust:
hilf dir selbst und steige vom Kreuz herab!
Ebenso verhöhnten ihn auch die Hohenpriester untereinander samt den Schriftgelehrten mit den Worten: Anderen hat er geholfen, sich selbst kann er nicht helfen!
Der Gottgesalbte, der König von Israel, steige jetzt vom Kreuz herab, damit wir es sehen und gläubig werden! Auch die mit ihm Gekreuzigten schmähten ihn.
Als dann aber die sechste Stunde gekommen war, trat eine Finsternis über das ganze Land ein bis zur neunten Stunde;
und in der neunten Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eloi, Eloi, lema sabachthani?, das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Als dies einige von den Dabeistehenden hörten, sagten sie: Hört, er ruft den Elia!
Da lief einer hin, tränkte einen Schwamm mit Essig, steckte ihn an ein Rohr und wollte ihm zu trinken geben , wobei er sagte: Laßt mich! Wir wollen doch sehen, ob Elia kommt, um ihn herabzunehmen!
Jesus aber stieß noch einen lauten Schrei aus und verschied dann.
Da zerriß der Vorhang des Tempels in zwei Stücke von oben bis unten.
Als aber der Hauptmann, der ihm gegenüber in der Nähe stand, ihn so verscheiden sah, erklärte er: Dieser Mann ist wirklich Gottes Sohn gewesen.
Es waren aber auch Frauen da, die von weitem zuschauten, unter ihnen Maria von Magdala und Maria, die Mutter Jakobus des Kleinen und des Joses, und Salome,
die ihm schon, als er noch in Galiläa war, nachgefolgt waren und ihm Dienste geleistet hatten, und noch viele andere , die mit ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren.
Als es nun bereits Spätnachmittag geworden war – es war nämlich Rüsttag, das ist der Tag vor dem Sabbat –,
kam Joseph von Arimathäa, ein angesehener Ratsherr, der auch auf das Reich Gottes wartete, begab sich mit kühnem Entschluß zu Pilatus hinein und bat ihn um den Leichnam Jesu.
Pilatus wunderte sich, daß er schon gestorben sein sollte; er ließ den Hauptmann zu sich rufen und fragte ihn, ob er schon lange tot sei;
und als er von dem Hauptmann das Nähere erfahren hatte, schenkte er den Leichnam dem Joseph.
Der kaufte nun Leinwand, nahm ihn herab, wickelte ihn in die Leinwand und setzte ihn in einem Grabe bei, das in einen Felsen gehauen war; dann wälzte er einen Stein vor den Eingang des Grabes.
Maria von Magdala aber und Maria, die Mutter des Joses, sahen sich genau den Ort an, wohin er gelegt worden war.
VII. Die Auferstehungsberichte
Als dann der Sabbat vorüber war, kauften Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Salben, um hinzugehen und ihn zu salben;
und ganz früh am ersten Tage der Woche kamen sie zum Grabe, als die Sonne aufgegangen war;
und sie sagten zueinander: Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?, er war nämlich sehr groß;
doch als sie hinblickten, sahen sie, daß der Stein schon weggewälzt war.
Als sie dann in das Grab hineingetreten waren, sahen sie einen Jüngling auf der rechten Seite sitzen, der mit einem langen, weißen Gewande bekleidet war, und sie erschraken sehr.
Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten: er ist auferweckt worden, ist nicht mehr hier; seht, da ist die Stelle, wohin man ihn gelegt hatte!
Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und dem Petrus, daß er euch nach Galiläa vorausgeht: dort werdet ihr ihn wiedersehen, wie er euch gesagt hat.
Da gingen sie hinaus und flohen vom Grabe hinweg; denn Zittern und Entsetzen hatte sie befallen; und sie sagten niemand etwas davon, denn sie fürchteten sich.
Nachdem Jesus aber am ersten Tage der Woche frühmorgens auferstanden war, erschien er zuerst der Maria von Magdala, aus der er sieben böse Geister ausgetrieben hatte.
Diese ging hin und verkündete es denen, die bei ihm gewesen waren und trauerten und weinten.
Doch als diese hörten, daß er lebe und ihr erschienen sei, wollten sie es nicht glauben. –
Darauf offenbarte er sich in veränderter Gestalt zweien von ihnen, als sie auf einer Wanderung über Land gingen.
Auch diese gingen hin und verkündeten es den übrigen; doch auch ihnen glaubten sie nicht.
Später aber offenbarte er sich den elf , als sie bei Tische saßen, und schalt ihren Unglauben und ihre Herzenshärte, weil sie denen, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten, keinen Glauben geschenkt hatten.
Darauf sagte er zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt die Heilsbotschaft der ganzen Schöpfung!
Wer da gläubig geworden ist und sich hat taufen lassen, wird gerettet werden; wer aber ungläubig geblieben ist, wird verurteilt werden.
Denen aber, die zum Glauben gekommen sind, werden diese Wunderzeichen folgen: in meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden,
werden Schlangen aufheben und, wenn sie etwas Todbringendes trinken, wird es ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden.
Nachdem nun der Herr Jesus zu ihnen geredet hatte, wurde er in den Himmel emporgehoben und setzte sich zur Rechten Gottes.
Sie aber zogen aus und predigten überall, wobei der Herr mitwirkte und das Wort durch die Zeichen bestätigte, die dabei geschahen.
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