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Sirach 50-51 · Tag 204 · 2025

Die Kraft eines dankbaren Herzens.

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Der größte unter seinen Brüdern und der Stolz seines Volkes war der Hohepriester Simon, der Sohn des Onias, der zu seiner Zeit das Gotteshaus ausbesserte und in seinen Tagen den Tempelplatz befestigte,
zu dessen Zeit die Mauer gebaut wurde , die Ecktürme und die Umfassungsmauer des Heiligtums ;
in dessen Tagen der Teich gegraben wurde, ein Wasserbecken wie ein Meer mit seiner Fülle ;
der für sein Volk sorgte gegen die Räuberei und die Hauptstadt gegen Belagerung befestigte.
Wie herrlich war er beim Umzug des Volkes,
wenn er hinter dem Vorhang hervortrat! wie der Morgenstern zwischen Wolken hervor und wie der Vollmond an den Tagen des Festes;
wie die Sonne, die auf den Tempel des Höchsten herabscheint, und wie der Regenbogen, der im Gewölk sichtbar wird;
wie eine Rosenblüte in der Frühlingszeit und wie Lilien an Wasserläufen; wie die Pflanzenpracht des Libanon zur Sommerzeit
und wie das Weihrauchfeuer über der Räucherpfanne; wie ein goldenes Gefäß ganz in getriebener Arbeit, geziert mit allerlei Edelgestein;
wie ein Ölbaum, der mit Früchten prangt, und wie eine Zypresse, die zu den Wolken emporragt .
Wenn er die Ehrengewänder anlegte und in den ganzen Schmuck sich kleidete; wenn er hinaufstieg zum heiligen Vater und den Vorhof des Heiligtums verherrlichte;
wenn er die Fleischstücke aus der Hand seiner Brüder nahm und er selbst an der Feuerstelle des Altars stand , rings um ihn der Kranz seiner Söhne wie Zedernschößlinge auf dem Libanon, und ihn umringten wie Weiden am Bach
alle Söhne Aarons in ihrem Schmuck und die Feueropfer des Herrn waren in ihren Händen vor der ganzen Gemeinde Israel,
bis er den Dienst am Altar vollständig besorgt und die Holzstöße des Höchsten geschichtet hatte
und er seine Hand nach der Opferschale ausstreckte und die Spende von Traubenblut darbrachte und sie an den Untersatz des Altars ausgoß zum lieblichen Wohlgeruch für den Höchsten, den Allkönig: –
dann stießen die Söhne Aarons in die Trompeten von getriebener Arbeit; sie bliesen und ließen einen gewaltigen Schall ertönen, um das Volk vor dem Höchsten in Erinnerung zu bringen.
Dann beeilte sich das ganze Volk allzumal und fiel auf sein Angesicht zur Erde nieder, um anzubeten vor dem Herrn, dem allmächtigen Gott, dem Allerhöchsten .
Und die Sänger ließen ihre Stimme erschallen, und im weiten Haus ertönte süß ihr Lied ;
und es jubelte das ganze Volk des Landes im Gebet vor dem Allerbarmer, bis er den Dienst des Herrn vollendet und, was ihm gebührte, dargebracht hatte .
Dann stieg er herab und erhob seine Hände über die ganze Gemeinde der Israeliten, und der Segen des Herrn war auf seinen Lippen, und des Namens des Herrn rühmte er sich;
dann fielen sie zum zweitenmal nieder, um den Segen vom Höchsten zu empfangen .
Und nun preist den Gott des Weltalls, der Großes vollbringt überall oder auf Erden , der unsere Tage beglückt vom Mutterleibe an und mit uns verfährt nach seiner Barmherzigkeit!
Er gebe uns Freude ins Herz und lasse Frieden in unseren Tagen in Israel herrschen wie in den Tagen der Vorzeit .
Möge seine Gnade beständig bei Simon bleiben noch seinen Nachkommen, solange der Himmel steht!
Gegen zwei Völker empfindet mein Herz Abscheu, und das dritte ist kein Volk:
die Bewohner des Gebirges Seir und die Philister und das törichte Volk, das in Sichem wohnt.
Einsichtsvolle und verständige Lehre habe ich in diesem Buche aufgezeichnet, ich Jesus, Sirachs Sohn von Jerusalem, der Weisheit aus seinem Herzen hervorströmen ließ .
Heil dem Manne, der darüber nachdenkt! und wer’s zu Herzen nimmt; wird weise werden;
denn wenn er danach handelt, wird er Kraft zu allem haben, weil das Licht des Herrn seine Spur ist.

Anhang
Preisen will ich dich, o Herr, du König, ich will dich loben, du Gott meines Heils! ich will deinen Namen preisen, !
denn Beschützer und Helfer bist du mir geworden und hast meinen Leib vor der Grube bewahrt und mich aus der Schlinge der verleumderischen Zunge gerettet; vor den Lippen derer, die mit Lügen umgehen, hast du mich beschützt und bist mir ein Helfer gegen meine Widersacher gewesen;
und du hast mich gerettet nach der Fülle deines Erbarmens aus der Schlinge derer, die mich zu verschlingen gedachten, aus der Gewalt derer, die mir nach dem Leben trachteten, aus den vielen Nöten, die ich erlitt,
von der Erstickung durch den Brand rings um mich her und mitten aus dem Feuer, das ich nicht angezündet hatte,
aus der Tiefe des Schoßes der Unterwelt, von der unreinen Zunge und den lügnerischen Reden, von den Pfeilen der falschen Zunge.
Meine Seele war bis in die Nähe des Todes gekommen, und mein Leben war dem Totenreich drunten nahe:
da wandte ich mich nach allen Seiten , doch da war kein Helfer, und ich blickte aus nach einer Stütze von Menschen, doch ich fand keine.
Da gedachte ich deiner Barmherzigkeit, o Herr, und deines Waltens von Ewigkeit her, daß du die rettest, die auf dich hoffen, und sie aus der Gewalt ihrer Feinde rettest.
Da ließ ich von der Erde mein Flehen aufsteigen und betete um Errettung vom Tode.
Ich rief den Herrn an, den Vater meines Herrn , daß er mich nicht verlasse in den Tagen der Trübsal, zur Zeit der Übermütigen in meiner Hilflosigkeit.
Loben will ich deinen Namen immerdar und dir lobsingen mit Danksagung. Da hörte der Herr auf meine Stimme und achtete auf mein Flehen ;
und er befreite mich aus allem Übel und errettete mich zur Zeit der Not. Darum will ich dir danken und dir lobsingen und preisen den Namen des Herrn.
Als ich noch jung war, bevor ich auf Reisen ging, sucht ich die Weisheit sehnlich in meinem Gebet.
Vor dem Tempel bat ich um sie, und bis ans Ende will ich nach ihr trachten.
Sie erblühte gleich einer reifenden Traube, und mein Herz freute sich an ihr. Unter ihrer Leitung schritt mein Fuß auf gerader Bahn dahin; von meiner Jugendzeit an ging ich ihrer Spur nach.
Kaum hatte ich ihr mein Ohr geliehen, so nahm ich sie auf und gewann reiche Erkenntnis.
Fortschreiten ward mir durch sie zuteil; dem der mir Weisheit beibrachte, will ich Anerkennung zollen.
Ich war dann darauf bedacht, sie zu betätigen; ich war eifrig bemüht, gut zu handeln, und wurde nicht zuschanden .
Meine Seele hat um sie gerungen, und in meinem ganzen Tun verfuhr ich mit Sorgfalt ; meine Hände streckte ich zum Himmel aus und trauerte über meine Verfehlungen gegen sie.
Ich richtete meinen Sinn auf sie und fand sie durch Reinheit ; Einsicht gewann ich mit ihrer Unterstützung von Anfang an; darum will ich nie wieder von ihr lassen.
Mein Inneres ward erregt, nach ihr zu trachten; darum habe ich in ihr einen schönen Besitz erworben.
Der Herr hat mir die Zunge als meinen Lohn verliehen; darum will ich ihn mit meinen Lippen preisen.
Kehrt bei mir ein, ihr Unverständigen, und verweilt in meinem Hause der Belehrung!
wie lange noch wollt ihr Mangel daran leiden und sollen eure Seelen heiß danach dürsten?
Ich habe meinen Mund aufgetan und geredet: kommt, kauft, es kostet kein Geld!
Beugt euren Nacken unter das Joch, und eure Seele nehme Belehrung an; nahe ist sie denen, die sie suchen, und wer sich ihr hingibt, findet sie .
Seht mit eigenen Augen, daß ich mich nur wenig bemüht und doch viele Ruhe für mich in ihr gefunden habe.
Nehmt an der Belehrung teil in großer Zahl und erwerbt euch Silber und Gold durch sie.
Eure Seele freue sich seiner Barmherzigkeit, und schämt euch seines Lobpreises nicht!
Verrichtet euer Werk vor der Zeit, so wird er euch euren Lohn geben zu seiner Zeit.

Folgendetails

Veröffentlicht am 23. Juli 2025Laufzeit 10 Min. 20 Sek.

Personen in dieser Folge

Samuel Glöggl

Zu hören: Samuel Glöggl.

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