Psalm 80-83 · Tag 155 · 2025
Wenn Gott schweigt – Er hört dich trotzdem!
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Dem Musikmeister, nach Lilien ist das Zeugnis; von Asaph ein Psalm.
O Hirte Israels, merk auf, der du Joseph leitest wie eine Herde! Der du thronst über den Cheruben, erscheine!
Als Anführer Ephraims und Benjamins und Manasses biete deine Heldenkraft auf und komm uns zu Hilfe!
O Gott , stelle uns wieder her und laß dein Angesicht leuchten, damit uns Rettung widerfährt!
O HERR, Gott der Heerscharen, wie lange noch raucht dein Zorn trotz der Gebete deines Volkes?
Du hast uns Tränenbrot essen lassen und uns eimerweise getränkt mit Tränen;
du hast uns gemacht zum Zankapfel unsern Nachbarn, und unsere Feinde spotten über uns.
O Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her und laß dein Angesicht leuchten, damit uns Rettung widerfährt!
Einen Weinstock hast aus Ägypten du ausgehoben, hast Heidenvölker vertrieben, ihn eingepflanzt,
hast weiten Raum vor ihm her geschafft, daß er Wurzeln schlug und das Land erfüllte;
die Berge wurden von seinem Schatten bedeckt und von seinen Reben die Zedern Gottes;
er streckte seine Ranken aus bis ans Meer und seine Schößlinge bis zum Euphratstrom.
Warum hast du sein Gehege eingerissen, so daß alle ihn zerpflücken, die des Weges ziehn?
Es zerwühlt ihn der Eber aus dem Walde, und die Tiere des Feldes fressen ihn kahl.
O Gott der Heerscharen, kehre doch zurück, schaue vom Himmel nieder und blicke her und nimm dich dieses Weinstocks an,
des Setzlings, den deine Rechte gepflanzt, und des Schößlings, den du dir großgezogen!
Er ist mit Feuer verbrannt, ist abgehauen: vor dem Zornblick deines Angesichts kommen sie um.
Halte schirmend die Hand über den Mann deiner Rechten, den Menschensohn, den du dir großgezogen:
so wollen wir nimmer von dir weichen! Schenke uns neues Leben, so wollen wir deinen Namen preisen!
O HERR, Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her, laß dein Angesicht leuchten, damit uns Rettung widerfährt!
Dem Musikmeister, nach der Keltertreterweise; von Asaph.
Singt jubelnd dem Gott, der unsre Stärke ist, jauchzet dem Gott Jakobs!
Stimmt Lobgesang an und laßt die Pauken erschallen, die liebliche Zither mitsamt der Harfe!
Stoßt am Neumond in die Posaune, beim Vollmond zur Feier unsres Festes!
Denn so ist es Satzung für Israel, ein Gebot des Gottes Jakobs;
als Gesetz hat er’s für Joseph verordnet, als er auszog gegen Ägyptenland. – Eine Sprache, die ich bisher nicht gekannt, vernehme ich:
Ich hab’ seine Schulter der Last entzogen, seine Hände sind des Tragkorbs ledig geworden.
Als du riefst in der Drangsal, erlöste ich dich, erhörte dich in der Hülle der Donnerwolke, prüfte dich am Haderwasser . SELA.
›Höre, mein Volk, ich will dich warnen! o Israel, möchtest du mir doch gehorchen!
Kein fremder Gott soll unter dir sein, vor keinem Gott des Auslands darfst du dich niederwerfen!
Ich, der HERR, bin dein Gott, der dich heraufgeführt aus Ägyptenland: tu deinen Mund weit auf, so will ich ihn füllen!‹
Doch mein Volk hat nicht gehört auf meine Stimme, und Israel ist mir nicht zu Willen gewesen.
Da hab ich sie preisgegeben dem Starrsinn ihres Herzens: sie sollten nach ihren eignen Gedanken wandeln.
O wollte mein Volk doch mir gehorchen, Israel doch wandeln auf meinen Wegen!
Wie bald würde ich ihre Feinde beugen und gegen ihre Dränger kehren meine Hand!
Die da hassen den HERRN, die müßten ihm schmeicheln, und ihre Gerichtszeit sollte ewig währen.
Doch ihn wollt’ ich nähren mit dem Mark des Weizens, dich sättigen aus dem Felsen mit Honig.
Ein Psalm Asaphs. Gott steht da in der Gottesversammlung, hält inmitten der Götter Gericht:
Wie lange noch wollt ihr ungerecht richten und Partei für die Gottlosen nehmen? SELA.
Schafft Recht dem Geringen und Verwaisten, dem Bedrückten und Dürftigen verhelft zum Recht!
Rettet den Geringen und Armen, entreißt ihn der Hand der Gottlosen!
Doch sie sind ohne Einsicht und ohne Erkenntnis; in Finsternis gehn sie einher, mögen der Erde Pfeiler auch alle wanken.
Wohl hab’ ich selber gesagt, daß ihr Götter seid und Söhne des Höchsten allesamt;
dennoch wie Menschen sollt ihr sterben. und fallen wie irgendeiner der Fürsten.
Erhebe dich, Gott, richte die Erde! Denn du bist der Erbherr über alle Völker.
Ein Lied, ein Psalm Asaphs.
O Gott, halte dich nicht zurück, verharre nicht im Schweigen und bleibe nicht ruhig, o Gott!
Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, tragen das Haupt hoch!
Gegen dein Volk ersinnen sie einen Anschlag und beraten sich gegen deine Schutzbefohlnen;
sie sagen: Kommt, wir wollen sie vertilgen als Volk: des Namens Israel soll man fürder nicht gedenken!
Ja, sie haben einmütigen Sinns sich beraten, ein Bündnis gegen dich geschlossen:
die Zelte Edoms und der Ismaeliter, Moab und die Hagriter,
Gebal und Ammon und Amalek, das Philisterland samt den Bewohnern von Tyrus.
Auch Assur hat sich zu ihnen gesellt, es leiht den Nachkommen Lots seinen Arm. SELA.
Verfahre mit ihnen wie einst mit Midian , wie mit Sisera, wie mit Jabin am Bache Kison ,
die bei Endor den Untergang fanden, mit ihren Leibern das Erdreich düngten!
Mache sie, ihre Edlen, wie Oreb und Seeb, und wie Sebah und Zalmunna alle ihre Fürsten ,
die gesprochen hatten: Wir wollen für uns erobern die Fluren Gottes!
Mein Gott, mache sie gleich dem verwehten Laub, wie Spreu vor dem Winde!
Wie Feuer, das den Wald verzehrt, wie Flammen, welche die Berge versengen:
so verfolge sie mit deinem Sturm und schrecke sie mit deiner Windsbraut!
Laß Beschämung ihr Antlitz bedecken, auf daß sie nach deinem Namen fragen, o HERR!
Laß sie beschämt und erschreckt sein für immer, in Schande geraten und vergehn!
Sie müssen erkennen, daß du, dessen Name HERR ist, du allein der Höchste bist über die ganze Erde.
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Personen in dieser Folge
Zu hören: Samuel Glöggl.
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