Psalm 144-147 · Tag 172
Gottes Größe zeigt sich in seiner Herrschaft über die Welt und in seiner heilenden Nähe zu den Zerbrochenen.
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Von David.
Gepriesen sei der HERR, mein Fels,
der meine Hände tüchtig gemacht zum Kampf,
meine Finger geschickt zum Kriege,
mein Wohltäter und meine Burg, meine Feste und mein Retter,
mein Schild und der, auf den ich vertraue;
Völker hat er mir unterworfen!
HERR, was ist der Mensch, daß du ihn beachtest,
des Menschen Sohn, daß du seiner gedenkst?
Der Mensch gleicht einem Hauch,
seine Tage sind wie ein Schatten, der vorüberfliegt.
HERR, neige deinen Himmel und fahre herab,
rühre die Berge an, daß sie rauchen!
Schleudre Blitze und zerstreue sie ,
schieß deine Pfeile ab und laß sie zerstieben!
Strecke deine Hände aus der Höhe herab, reiß mich heraus
und rette mich aus gewaltigen Fluten,
aus der Hand der Söhne der Fremde,
deren Lippen Lügen reden
und deren Rechte mit Täuschung umgeht.A
Gott, ein neues Lied will ich dir singen,
auf zehnsaitiger Harfe dir spielen:
dir, der den Königen Sieg verleiht,
der David, seinen Knecht, entrissen dem mörderischen Schwert.
Reiß mich heraus und rette mich aus der Hand der Söhne der Fremde,
deren Lippen Lügen reden
und deren Rechte mit Täuschung umgeht ! –
O gib, daß unsere Söhne in ihrer Jugendkraft
hochgewachsenen Setzlingen gleichen!
Daß unsre Töchter seien wie schöngemeißelte Ecksäulen
an prächtig gebauten Palästen!
Daß unsre Speicher, wohlgefüllt,
spenden einen Vorrat nach dem andern!
Daß unser Kleinvieh sich tausendfach mehre,
zehntausendfach auf unsern Triften!
Daß unsre Rinder trächtig seien ohne Mißgeschick und ohne Fehlgeburt,
keine Spaltung im Volk und kein Wehgeschrei auf unsern Straßen!
Glückselig das Volk, dem es so ergeht!
Glückselig das Volk, dessen Gott der HERR ist!
Loblied auf die Größe und Güte Gottes, des Erhalters und Beherrschers der Welt
Ein Loblied von David.
Ich will dich erheben, mein Gott, du König,
und deinen Namen preisen immer und ewig!
An jedem Tage will ich dich preisen
und deinen Namen rühmen immer und ewig!
Groß ist der HERR und hoch zu rühmen,
und seine Größe ist unausforschlich.
Ein Geschlecht wird dem andern rühmen deine Werke
und kundtun deine gewaltigen Taten.
Von der herrlichen Pracht deiner Hoheit will ich reden,
und von deinen Wundertaten .
Von der Macht deines furchtbaren Waltens wird man reden,
und deine Größe – davon will ich erzählen!
Den Ruhm deiner reichen Güte wird man verkünden
und jubelnd preisen deine Gerechtigkeit.
Gnädig und barmherzig ist der HERR,
langmütig und reich an Güte.
Der HERR ist gütig gegen alle,
und sein Erbarmen umfaßt alle seine Werke.
Alle deine Werke werden dich loben, HERR,
und deine Frommen dich preisen;
die Herrlichkeit deines Königtums werden sie rühmen
und reden von deiner Macht,
um den Menschenkindern kundzutun seine mächtigen Taten
und die herrliche Pracht seines Königtums.
Dein Reich ist ein Reich für alle Ewigkeiten,
und deine Herrschaft besteht durch alle Geschlechter.
Getreu ist der HERR in seinen Worten
und heilig in all seinem Tun.
Der HERR stützt alle Fallenden
und richtet alle Gebeugten auf.
Aller Augen warten auf dich,
und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit;
du tust deine Hand auf
und sättigst alles, was lebt, mit WohlgefallenA.
Gerecht ist der HERR in all seinem Walten
und liebreich in all seinem Tun.
Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen,
allen, die ihn in TreueA anrufen;
er erfüllt das Begehren derer, die ihn fürchten,
er hört ihr Schreien und hilft ihnen.
Der HERR behütet alle, die ihn lieben,
doch alle Frevler rottet er aus.
Mein Mund soll verkünden den Lobpreis des HERRN,
und alles Fleisch soll preisen seinen heiligen Namen
immer und ewig!
Wohl dem, der auf den Herr vertraut!
Halleluja! Lobe den HERRN, meine Seele!
Loben will ich den HERRN, solange ich lebe,
will meinem Gott lobsingen, solange ich bin!
Verlaßt euch nicht auf Fürsten,
nicht auf Menschen, die ja nicht helfen können!
Geht der Odem ihnen aus, so kehren sie zurück zum Staube;
am gleichen Tage ist’s aus mit ihren Plänen.
Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist,
dessen Hoffnung ruht auf dem HERRN, seinem Gott,
auf ihm, der Himmel und Erde geschaffen,
das Meer mit allem, was in ihnen ist,
der Treue ewiglich hält;
der Recht den Unterdrückten schafft
und Brot den Hungrigen gibt.
Der HERR macht die Gefangenen frei;
der HERR gibt Blinden das Augenlicht,
der HERR richtet die Gebeugten auf,
der HERR hat lieb die Gerechten;
der HERR behütet den Fremdling;
Waisen und Witwen hält er aufrecht;
doch den Weg der Gottlosen macht er zum Irrweg.
Der HERR wird König in Ewigkeit sein,
dein Gott, o Zion, für und für! Halleluja!
Lobpreis der Allmacht, Güte und Weisheit Gottes
Preiset den HERRN! Denn schön ist’s,
unserm Gott zu lobsingen,
ja lieblich und wohlgeziemend ist Lobgesang.
Der HERR baut Jerusalem wieder auf,
er sammelt Israels zerstreute Söhne;
er heilt, die zerbrochnen Herzens sind,
und verbindet ihre Wunden;
er bestimmt den Sternen ihre Zahl
und ruft sie alle mit Namen .
Groß ist unser Herr und allgewaltig,
für seine Weisheit gibt’s kein Maß.
Der HERR hilft den Gebeugten auf,
doch die Gottlosen stürzt er nieder zu Boden.
Stimmt für den HERRN ein Danklied an,
spielt unserm Gott auf der Zither –
ihm, der den Himmel mit Wolken bedeckt
und Regen schafft für die Erde,
der Gras auf den Bergen sprießen läßt,
der den Tieren ihr Futter gibt,
den jungen Raben, die zu ihm schreien!
Er hat nicht Lust an der Stärke des Rosses,
nicht Gefallen an den Schenkeln des Mannes;
Gefallen hat der HERR an denen, die ihn fürchten,
an denen, die auf seine Gnade harren.
Preise den HERRN, Jerusalem,
lobsinge, Zion, deinem Gott!
Denn er hat die Riegel deiner Tore stark gemacht,
gesegnet deine Kinder in deiner Mitte;
er schafft deinen Grenzen Sicherheit,
sättigt dich mit dem Mark des Weizens.A
Er läßt sein Machtwort nieder zur Erde gehn:
gar eilig läuft sein Gebot dahin;
er sendet Schnee wie Wollflocken
und streut den Reif wie Asche aus;
er wirft seinen Hagel wie Brocken herab:
wer kann bestehn vor seiner Kälte?
Doch läßt er sein Gebot ergehn, so macht er sie schmelzen;
läßt er wehn seinen Tauwind, so rieseln die Wasser.
Er hat Jakob sein Wort verkündet,
Israel sein Gesetz und seine Rechte.
Mit keinem Volk ist so er verfahren,
drum kennen sie seine Rechte nicht. Halleluja!
Alle Welt lobe den Herrn!
Vertiefung
Kernsatz des Tages
Gott bleibt nahe, wenn der Mensch seine Grenzen erkennt.
Verdichteter Impuls
Diese Psalmen beginnen nicht in einer heilen Welt. Sie kennen Bedrohung, Unsicherheit und die Brüchigkeit des Menschen. Das Gebet verschweigt nicht, dass Leben gefährdet ist.
Verlangsamungsfrage
Wo versuche ich noch, mich selbst zu halten, obwohl ich längst gehalten werden möchte?
Dein Schritt für heute
Lege eine Hand für einen Moment ruhig auf dein Herz und sprich leise: „Gott, sammle mich.“
Folgendetails
Personen in dieser Folge
Host: Samuel Glöggl.
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