Psalm 92-95 · Tag 158
Gottes Königtum schenkt Trost, ruft zur Anbetung und bewahrt das Herz vor Verhärtung.
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Ein Psalm; ein Lied für den Sabbattag.
Köstlich ist’s, dem HERRN zu danken,
zu lobsingen deinem Namen, du Höchster,
am Morgen deine Gnade zu künden
und deine Treue in den Nächten
zum Klang zehnsaitigen Psalters und zur Harfe,
zum Saitenspiel auf der Zither.
Denn du hast mich erfreut, o HERR, durch dein Tun,
ob den Werken deiner Hände juble ich.
Wie groß sind deine Werke, o HERR,
gewaltig tief sind deine Gedanken!
Nur ein unvernünft’ger Mensch erkennt das nicht,
nur ein Tor sieht dies nicht ein.
Wenn die Gottlosen sprossen wie Gras
und alle Übeltäter blühen,
so ist’s doch nur dazu, damit sie für immer vertilgt werden.
Du aber thronst auf ewig in der Höhe, HERR!
Denn wahrlich deine Feinde, o HERR,
ja wahrlich deine Feinde kommen um:
alle Übeltäter werden zerstreut.
Doch mein Horn erhöhst du wie das eines Wildstiers,
hast allzeit mich gesalbt mit frischem Öl;A
mein Auge wird sich weiden an meinen Feinden;
vom Geschick der Bösen, die sich gegen mich erheben,
wird mein Ohr mit Freuden hören.
Der Gerechte sproßt gleich dem Palmbaum,
er wächst wie auf dem Libanon die Zeder.
Gepflanzt im Hause des HERRN,
sprossen sie reich in den Vorhöfen unsers Gottes,
tragen Frucht noch im Greisenalter,
sind voller Saft und frischbelaubt,
um zu verkünden, daß der HERR gerecht ist,
mein Fels, an dem kein Unrecht haftet.
Die Herrlichkeit Gottes, des ewigen Weltenkönigs
Der HERR ist König ! Er hat sich gekleidet in Hoheit ;
in Hoheit hat der HERR sich gekleidet, mit Kraft umgürtet,
auch der Erdkreis steht fest, so daß er nicht wankt.
Fest steht dein Thron von Anbeginn,
von Ewigkeit her bist du.
Fluten erhoben, o HERR, Fluten erhoben ihr Brausen,
Fluten werden ihr Tosen erheben –
mächtiger als das Brausen gewaltiger Wasser,
mächtiger als die brandenden Meereswogen
ist der HERR in der Himmelshöhe!
Was du verordnet hast, ist völlig zuverlässig,
deinem Hause gebührt Heiligkeit ,
o HERR, für die Dauer der Zeiten.
Bitte um Rache gegen die gottlosen Unterdrücker des Volkes Gottes
Du Gott der Rache, o HERR,
du Gott der Rache, erscheine!
Erhebe dich, Richter der Erde,
vergilt den Stolzen nach ihrem Tun!
Wie lange noch sollen die Gottlosen, HERR,
wie lange noch sollen die Gottlosen jubeln,
sollen sie geifern und trotzige Reden führen,
alle Übeltäter stolz sich brüsten?
Dein Volk, o HERR, zertreten sie
und bedrücken dein Erbe ;
sie erwürgen Witwe und Fremdling
und morden die Waisen
und sagen dabei: »Nicht sieht es der HERR«
oder: »Nicht merkt es der Gott Jakobs.«
Nehmt Verstand an, ihr Unvernünftigen im Volk,
und ihr Toren: wann wollt ihr Einsicht gewinnen?
Der das Ohr gepflanzt, der sollte nicht hören?
Der das Auge gebildet, der sollte nicht sehn?
Der die Völker erzieht, der sollte nicht strafen,
er, der die Menschen Erkenntnis lehrt?
Der HERR kennt wohl die Gedanken der Menschen,
daß nur ein Hauch sie sind.
Wohl dem Manne, den du, HERR, in Zucht nimmst,
und den du aus deinem Gesetz belehrst,
damit er sich Ruhe verschaffe vor Unglückstagen,
bis dem Frevler die Grube man gräbt!
Denn der HERR wird sein Volk nicht verstoßen
und sein Erbe nicht verlassen;
denn Recht muß doch Recht bleiben,
und ihmB werden alle redlich Gesinnten sich anschließen.
Wer leistet mir Beistand gegen die Bösen?
Wer tritt für mich ein gegen die Übeltäter?
Wäre der HERR nicht mein Helfer gewesen,
so wohnte meine Seele wohlA schon im stillen Land.
Sooft ich dachte: »Mein Fuß will wanken«,
hat deine Gnade, HERR, mich immer gestützt;
bei der Menge meiner Sorgen in meiner Brust
haben deine Tröstungen mir das Herz erquickt.
Sollte verbündet dir sein der Richterstuhl des Unheils,
der Verderben schafft durch GesetzesverdrehungA?
Sie tun sich ja zusammen gegen das Leben des Gerechten
und verurteilen unschuldig Blut.
Doch der HERR ist mir zur festen Burg geworden,
mein Gott zu meinem Zufluchtsfelsen;
er läßt ihren Frevel auf sie selber fallen
und wird sie ob ihrer Bosheit vertilgen:
ja vertilgen wird sie der HERR, unser Gott.
Lobpreis Gottes beim Einzug in den Tempel und Bußrede
Kommt, laßt uns dem HERRN zujubeln,
jauchzen dem Felsen unsers Heils!
Laßt uns mit Dank vor sein Angesicht treten,
mit Liedern ihm jauchzen!
Denn ein großer Gott ist der HERR
und ein großer König über alle Götter,
er, in dessen Hand die Tiefen der Erde sind
und dem auch die Gipfel der Berge gehören;
er, dem das Meer gehört: er hat’s ja geschaffen,
und das Festland: seine Hände haben’s gebildet.
Kommt, laßt uns anbeten und niederfallen,
die Knie beugen vor dem HERRN, unserm Schöpfer!
Denn er ist unser Gott,
und wir das Volk seiner Weide, die Herde seiner Hand .
Möchtet ihr heute doch hören auf seine Stimme:
»Verstockt nicht euer Herz wie bei Meriba,
wie am Tage von Massa in der Wüste ,
woselbst eure Väter mich versuchten,
mich prüften, obwohl sie doch sahen mein Tun.
Vierzig Jahre hegte ich Abscheu gegen dieses Geschlecht,
und sagte : ›Sie sind ein Volk mit irrendem Herzen‹;
sie aber wollten von meinen Wegen nichts wissen.
So schwur ich denn in meinem Zorn:
›Sie sollen nicht eingehn in meine RuhstattA!‹«
Lobpreis Gottes als des Weltherrschers in der Endzeit
Vertiefung
Kernsatz des Tages
Wer Gottes Stimme heute nicht abweist, findet mitten in der Wirklichkeit zurück in seine Ruhe.
Verdichteter Impuls
Psalm 92 beginnt mit Dank, nicht weil alles leicht wäre, sondern weil Gottes Güte tragfähiger ist als die wechselnden Stunden. Der Sabbat wird zum Raum, in dem der Mensch nicht leisten muss, sondern erinnern darf.
Verlangsamungsfrage
Wo hat sich mein Herz an Enttäuschung gewöhnt, obwohl Gott mich heute noch ansprechen will?
Dein Schritt für heute
Vielleicht sprichst du heute einen einzigen ehrlichen Dank vor Gott aus, langsam und ohne ihn zu erklären.
Folgendetails
Personen in dieser Folge
Zu hören: Samuel Glöggl.
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Weitere Podcasts von Samuel Glöggl: Katechismus in einem Jahr, Von der inneren Regierung oder direkt diese Arbeit mittragen.