Psalm 64-67 · Tag 151
Vom Schutz vor verborgenem Unrecht zur Freude über Gottes weltweiten Segen.
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Dem Musikmeister, ein Psalm Davids.
Höre, o Gott, meine Stimme, wenn ich klage,
vor dem Feinde, der mich schreckt, behüte mein Leben!
Schirme mich vor den Plänen der bösen Buben,
vor der lärmenden Rotte der Übeltäter,
die ihre Zunge schärfen wie ein Schwert,
giftige Worte als ihre Pfeile auf den Bogen legen,
um im Versteck auf den Frommen zu schießen:
unversehens schießen sie auf ihn ohne Scheu.
Sie ermutigen sich zu bösem Anschlag,
verabreden, heimlich Schlingen zu legen;
sie denken: »Wer wird sie sehen?«
Sie sinnen auf Freveltaten:
»Wir sind fertig, der Plan ist fein erdacht!«
Und das Innere jedes Menschen und das Herz sind unergründlich.
Da trifft sie Gott mit dem Pfeil,
urplötzlich fühlen sie sich verwundet:
ihre eigene Zunge hat sie zu Fall gebracht;
alle, die sie sehen, schütteln das Haupt.
Da fürchten sich alle Menschen
und bekennen: »Das hat Gott getan!«
und erwägen sein Walten.
Der Gerechte freut sich des HERRN
und nimmt seine Zuflucht zu ihm,
und alle redlichen Herzen preisen sich glücklich.
Danklied für geistliche Wohltaten Gottes und für Erntesegen
Dem Musikmeister; ein Psalm Davids, ein Lied.
Dir gebührt Lobpreis, o Gott, in Zion,
und dir muß man Gelübde bezahlen ,
der du Gebete erhörst: zu dir kommt alles Fleisch
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um der Verschuldungen willen.
Wenn uns unsere Sünden zu drückend werden,
du, HERR, vergibst sie.
Wohl dem, den du erwählst und zu dir nahen läßt,
daß er in deinen Vorhöfen weilen darf!
Wir wollen reichlich uns laben am Segen deines Hauses,
deines heiligen Tempels!
Durch Wundertaten erhörst du uns in Gerechtigkeit,
du Gott unsers Heils,
du Zuversicht aller Enden der Erde
und der fernsten Meere ,
der da feststellt die Berge durch seine Kraft,
umgürtet mit Stärke,
der da stillt das Brausen der Meere,
das Brausen ihrer Wogen und das Toben der Völker,
so daß die Bewohner der Enden sich fürchten
vor deinen Zeichen;
die fernsten Länder des Ostens und Westens
bringst du zu lautem Jauchzen. –
Du hast das Land gesegnet, es strömt schier über;
du hast es gar reich gemacht –
der Gottesbach hat Wasser in Fülle gehabt –;
du hast ihre Feldfrucht wohl geraten lassen,
denn also hast du das Land instand gesetzt;
du hast seine Furchen getränkt, seine Schollen geebnet ,
durch Regen es weich gemacht, sein Gewächs gesegnet.
Du hast das Jahr gekrönt mit deiner Güte,
und deine Spuren triefen von Fett.
Es triefen die Anger der Steppe,
und mit Jubel umgürten sich die Hügel;
die Auen bekleiden sich mit Herden,
und die Täler hüllen sich in Korn:
man jauchzt einander zu und singt.
Danklied des Volkes für wunderbare Führung und Errettung
Dem Musikmeister; ein Lied, ein Psalm.
Jauchzet Gott, ihr Lande alle!
Lobsinget der Ehre seines Namens,
macht seinen Lobpreis herrlich!
Sprechet zu Gott: »Wie wunderbar ist dein Walten!
Ob der Fülle deiner Macht huldigen dir sogar deine Feinde.
Alle Lande müssen vor dir sich niederwerfen und dir lobsingen,
lobsingen deinem Namen!« SELA.
Kommt und schauet die Großtaten Gottes,
der wunderbar ist im Walten über den Menschenkindern!
Er wandelte das Meer in trocknes Land,
so daß man den Strom zu Fuß durchzog;
drum wollen wir uns freun!
Ewig herrscht er in seiner Macht;
seine Augen haben acht auf die Völker:
die Widerspenstigen dürfen sich nicht stolz erheben. SELA.
Preiset, ihr Völker, unsern Gott,
laßt laut seinen Ruhm erschallen,
ihn, der unsre Seele am Leben erhalten
und unsern Fuß nicht hat wanken lassen.
Wohl hast du uns geprüft, o Gott,
uns geläutert, wie man Silber läutert;A
du hast uns ins Netz geraten lassen,
hast drückende Last auf unsern Rücken gelegt;
Menschen hast du hinfahren lassen über unser Haupt,
durch Feuer und Wasser haben wir ziehen müssen:
doch endlich hast du uns ins Freie hinausgeführt.
Ich komme mit Brandopfern in dein Haus,
entrichte dir meine Gelübde,
zu denen meine Lippen sich verpflichtet haben,
und die mein Mund verheißen in meiner Not.
Brandopfer von Mastvieh will ich dir bringen
samt dem Opferduft von Widdern;
Rinder samt Böcken will ich zubereiten. SELA.
Kommt her und höret, ihr Gottesfürchtigen alle:
ich will erzählen, was er an meiner Seele getan!
Zu ihm hab’ ich laut mit meinem Munde gerufen,
während Lobpreis schon auf meiner Zunge lag.
Wäre mein Sinn auf Böses gerichtet gewesen,
so hätte der Allherr mich nicht erhört.
Aber Gott hat mich erhört,
hat geachtet auf mein lautes Flehen.
Gepriesen sei Gott, der mein Flehen nicht verworfen
und seine Gnade mir nicht versagt hat!
Gott segne Israel!
Dem Musikmeister, mit Saitenspiel; ein Psalm, ein Lied.
Gott sei uns gnädig und segne uns!
Er lasse sein Angesicht bei uns leuchten, SELA,
daß man auf Erden dein Walten erkenne,
unter allen Heidenvölkern dein Heil!A
Preisen müssen dich, Gott, die Völker,
preisen die Völker allesamt;
sich freuen müssen die Völkerschaften und jubeln,
weil du die Völker gerecht richtest
und leitest die Völkerschaften auf Erden. SELA.
Preisen müssen dich, Gott, die Völker,
preisen die Völker allesamt!
Das Land hat seinen Ertrag gespendet:
gesegnet hat uns Gott, unser Gott.
Es segne uns Gott,
und fürchten müssen ihn alle Enden der Erde!
Der Sieg des Gottes Israels über seine Feinde
Vertiefung
Kernsatz des Tages
Wer seine verborgene Angst vor Gott bringt, kann lernen, die Welt nicht von der Bedrohung her zu sehen, sondern von Gottes Treue.
Verdichteter Impuls
Die Psalmen 64 bis 67 beginnen nicht im Frieden. Sie kennen das Unheimliche, das sich im Verborgenen sammelt: Worte, Absichten, Pläne, die verletzen, bevor sie sichtbar werden.
Verlangsamungsfrage
Welche verborgene Sorge bestimmt meinen Blick stärker, als ich es mir eingestehe?
Dein Schritt für heute
Vielleicht sprichst du heute einen einzigen Satz vor Gott aus, der bisher in dir verborgen geblieben ist, und bleibst danach einen Atemzug lang still.
Folgendetails
Personen in dieser Folge
Zu hören: Samuel Glöggl.
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