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Psalm 52-55 · Tag 148

Gottes Treue trägt durch Verleumdung, Verrat, Angst und die Unruhe des Herzens.

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Kapitel & Zeitmarken

  1. 0:00 Intro bis 1:58
  2. 1:58 Psalm 52 bis 3:17
  3. 3:17 Psalm 53 bis 4:24
  4. 4:24 Psalm 54 bis 5:22
  5. 5:22 Psalm 55 bis 8:29
  6. 8:29 Outro bis 9:20

Mitlesen

Text dieser Folge Zum Mitlesen aufklappen

Dem Musikmeister; ein Lehrgedicht Davids,
als der Edomiter Doeg kam und dem Saul die Meldung brachte, David sei in das Haus Ahimelechs gekommen .
Was rühmst du dich der Bosheit, du Gewaltmensch?

Gottes Gnade währet alle Zeit.

Auf Unheil sinnt deine Zunge

wie ein scharfes Schermesser, du Ränkeschmied!

Du liebst das Böse mehr als das Gute,

sprichst lieber Lügen als Gerechtigkeit . SELA.

Du liebst nur unheilvolle Reden,

du trügerische Zunge!

So wird denn Gott dich auch vernichten für immer,

dich wegraffen und herausreißen aus dem Zelt,
dich entwurzeln aus der Lebenden Land! SELA.

Die Gerechten werden es sehn und sich fürchten,

über ihn aber spotten:

»Seht, das ist der Mann, der nicht Gott

zu seiner Schutzwehr machte,
vielmehr sich verließ auf seinen großen Reichtum
und stark sich dünkte durch seine Bosheit!«

Ich aber bin wie ein grünender Ölbaum im Hause Gottes,

ich vertraue auf Gottes Gnade immer und ewig.

Preisen will ich dich immer, denn du hast’s vollführt,

will rühmen deinen Namen, daß er so herrlich ist, vor deinen Frommen.

Gedanken bei der allgemeinen Verderbtheit der Welt und Bitte um Erlösung

Dem Musikmeister, nach »die Krankheit«; ein Lehrgedicht von David.
Die Toren sprechen in ihrem Herzen:

»Es gibt keinen Gott«;
verderbt ist ihr Tun, abscheulich ihr Freveln:
da ist keiner, der Gutes täte.

Gott schaut hernieder vom Himmel aus

nach den Menschenkindern,
um zu sehn, ob da sei ein Verständiger,
einer, der nach Gott fragt.

Doch alle sind sie abgefallen, insgesamt entartet;

da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.

Haben denn keinen Verstand die Übeltäter,

die mein Volk verzehren?
Die Gottes Brot wohl essen,
doch ohne ihn anzurufen?

Damals gerieten sie in Angst und Schrecken,

ohne daß Grund zum Erschrecken war;
denn Gott zerstreute die Gebeine deiner Belagerer;
du machtest sie zuschanden, denn Gott hatte sie verworfen.A

Ach, daß doch aus Zion die Rettung Israels käme!

Wenn Gott einst wendet das Schicksal seines Volkes,
wird Jakob jubeln, Israel sich freuen!

Hilferuf gegen gottlose Feinde

Dem Musikmeister, mit Saitenspiel; ein Lehrgedicht Davids,
als die Siphiter kamen und zu Saul sagten: »Weißt du nicht, daß David sich bei uns verborgen hält?« .
Hilf mir, o Gott, durch deinen Namen

und schaffe mir Recht durch deine Kraft!

Höre, o Gott, mein Gebet,

vernimm die Worte meines Mundes!

Denn Freche haben sich gegen mich erhoben,

und Gewalttätige trachten mir nach dem Leben:
sie haben Gott sich nicht vor Augen gestellt. SELA.

Ich weiß: Gott ist mir ein Helfer,

der Allherr ist meiner Seele Stütze .

Das Böse wird auf meine Feinde zurückfallen:

nach deiner Treue vernichte sie!

Dann will ich mit Freuden dir Opfer bringen,

will preisen deinen Namen, o HERR, daß er gütig ist;

denn er hat mich aus aller Bedrängnis errettet,

und an meinen Feinden hat mein Auge sich geweidet.

Gebet gegen gottlose Feinde und Klage über einen treulosen Freund

Dem Musikmeister, mit Saitenspiel, ein Lehrgedicht von David.
Vernimm, o Gott, mein Gebet

und verbirg dich nicht vor meinem Flehen!

Merke auf mich und erhöre mich!

Ich schwanke in meinem Kummer hin und her und stöhne

ob dem Lärmen der Feinde,

ob dem Toben der Frevler;
denn sie wälzen Unheil auf mich
und befehden mich wütend.

Das Herz ängstigt sich mir in der Brust,

und die Schrecken des Todes haben mich befallen;

Furcht und Zittern kommt mich an,

und ein Schauder überläuft mich.

So ruf ich denn aus: »O hätt’ ich doch Flügel wie die Taube!

Ich wollte fliegen, bis ich irgendwo Ruhe fände.«

Ja weithin wollt ich entfliehen,

in der Wüste einen Rastort suchen; SELA.

nach einem Zufluchtsorte für mich wollt’ ich eilen

schneller als reißender Wind, als Sturm!A

Vernichte , Allherr, entzweie ihre Zungen!

Denn ich sehe Gewalttat und Hader in der Stadt.

Man macht bei Tag und bei Nacht die Runde um sie auf ihren Mauern,

Unheil und Elend herrschen in ihrer Mitte.

Heilloses Treiben besteht in ihrem Innern,

und von ihrem Marktplatz weicht nicht Bedrückung und Trug.

Denn nicht ein Feind ist’s, der mich schmäht –

das wollt’ ich ertragen;
nicht einer, der mich haßt, tut groß gegen mich –
ich würde vor ihm mich verbergen;

nein, du bist’s, ein Mann meinesgleichen,

mein Freund und trauter Bekannter,

die wir innigen Verkehr miteinander pflegten,

zum Hause Gottes schritten im Festgetümmel.

Möge der Tod sie ereilen,

mögen sie lebend zur Unterwelt fahren!
Denn Bosheit herrscht in ihrer Wohnstatt, in ihrem Herzen.

Ich aber rufe zu Gott,

und der HERR wird mir helfen.

Abends und morgens und mittags

will ich klagen und seufzen,
so wird er mein Flehen vernehmen.

Er wird meine Seele erlösen zum Frieden,

so daß sie nicht an mich können;
denn ihrer sind viele gegen mich.

Gott wird mich hören, wird sie demütigen ,

er, der von alters her auf dem Throne sitzt; SELA.
sie wollen sich ja nicht ändern
und Gott nicht fürchten.

Er hat die Hand an seine Freunde gelegt,

hat seinen Bund entweiht .

Glatt sind die Schmeichlerworte seines Mundes,

aber Krieg ist sein Sinnen;
linder sind seine Reden als Öl,
und sind doch gezückte Schwerter.

Wirf auf den HERRN deine Bürde:

er wird dich aufrecht erhalten;
er läßt den Gerechten nicht ewig wanken.

Ja du, Gott, wirst sie stürzen

in die Tiefe des Grabes;A
die Männer des Blutvergießens und des Truges
werden ihre Tage nicht auf die Hälfte bringen. Ich aber vertraue auf dich!

Getroster Mut in schwerer Bedrängnis

Vertiefung

Kernsatz des Tages

Wer seine Last Gott überlässt, muss nicht von der Verletzung geformt werden.

Verdichteter Impuls

Diese Psalmen sehen das Böse ohne Beschönigung. Sie kennen die Macht der Zunge, den Glanz der Selbstsicherheit, die Kälte des Verrats.

Verlangsamungsfrage

Welche Last halte ich noch fest, weil ich fürchte, dass Gott sie nicht wirklich tragen könnte?

Dein Schritt für heute

Vielleicht nimmst du dir einen schweren Satz und sprichst ihn leise vor Gott aus, ohne ihn zu ordnen oder zu erklären.

Wenn du hier weitergehen möchtest: im Begleitbuch weiterlesen.

Folgendetails

Psalm 52-55Veröffentlicht am 28. Mai 2026Laufzeit 9 Min. 20 Sek.

Personen in dieser Folge

Samuel Glöggl

Zu hören: Samuel Glöggl.

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