Bibel in einem Jahr Cover

Hebräer 1–3 · Tag 345 · 2025

Hör auf die Stimme des Königs.

Weitere Folgen

Mitlesen

Text dieser Folge Zum Mitlesen aufklappen

I. Die Größe des Gottessohnes und die bedrohlichen Folgen des Ungehorsams gegen sein Wort
Nachdem Gott vorzeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat in den Propheten,
hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben von allem eingesetzt, durch den er auch die Weltzeiten geschaffen hat.
Dieser ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und die Ausprägung seines Wesens und trägt das Weltall durch sein Allmachtswort; er hat sich, nachdem er die Reinigung von den Sünden vollbracht hat, zur Rechten der Erhabenheit in den Himmelshöhen gesetzt
und ist dadurch um so viel größer geworden als die Engel, wie der Name, den er als Erbteil erhalten hat, den ihrigen überragt.
Denn zu welchem von den Engeln hätte Gott jemals gesagt : Mein Sohn bist du: ich habe dich heute gezeugt? Und ein andermal : Ich will ihm Vater sein, und er soll für mich Sohn sein?
Weiter sagt er von der Zeit, in welcher er den Erstgeborenen wiederum in die Menschenwelt einführen wird : Alle Engel Gottes sollen vor ihm huldigend sich neigen.
Und in bezug auf die Engel heißt es zwar : Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zur Feuerflamme,
aber in bezug auf den Sohn : Dein Thron, o Gott, steht fest in alle Ewigkeit, und der Stab der Geradheit ist der Stab deiner Königsherrschaft.
Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzwidrigkeit gehaßt; darum hat dich, o Gott, dein Gott mit Freudenöl gesalbt vor deinen Genossen.
Und ferner : Du hast im Anfang, Herr, die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk;
sie werden vergehen, du aber bleibst, und sie werden alle veralten wie ein Gewand;
wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, und sie werden verwandelt werden; du aber bleibst derselbe, und deine Jahre werden kein Ende nehmen.
Zu welchem Engel hätte er ferner jemals gesagt : Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege zum Schemel deiner Füße?
Sind sie nicht allesamt dienstbare Geister, die zu Dienstleistungen ausgesandt werden um derer willen, welche die Rettung ererben sollen?

Darum müssen wir uns um so fester an das halten, was wir gehört haben, um seiner ja nicht verlustig zu gehen.
Denn wenn schon das durch Vermittlung von Engeln verkündete Wort unverbrüchlich war und jede Übertretung und jeder Ungehorsam die gebührende Vergeltung empfing :
wie sollten wir da entrinnen, wenn wir ein so hohes Heil unbeachtet lassen? Dieses hat ja seinen Anfang von der Verkündigung durch den Herrn genommen und ist uns dann von den Ohrenzeugen zuverlässig bestätigt worden,
wobei auch Gott noch Zeugnis dafür abgelegt hat durch Zeichen und Wunder, durch mannigfache Krafttaten und Austeilungen des heiligen Geistes, nach seinem Ermessen.
Denn nicht Engeln hat er die zukünftige Welt, von der wir hier reden, unterstellt,
vielmehr hat jemand an einer Stelle ausdrücklich bezeugt : Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, oder des Menschen Sohn, daß du ihn beachtest?
Du hast ihn für eine kurze Zeit unter die Engel erniedrigt, ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt;
alles hast du ihm unter die Füße unterworfen. Dadurch nämlich, daß er ihm alles unterworfen hat, hat er nichts von der Unterwerfung unter ihn ausgenommen. Bisher nehmen wir allerdings noch nicht wahr, daß ihm alles unterworfen ist;
wohl aber sehen wir den, der für eine kurze Zeit unter die Engel erniedrigt gewesen ist, nämlich Jesus, um seines Todesleidens willen mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; er sollte ja durch Gottes Gnade für jeden den Tod schmecken.
Denn es geziemte ihm, um dessen willen alles ist und durch den alles ist, nachdem er viele Söhne zur Herrlichkeit geführt hatte, den Urheber ihrer Rettung durch Leiden hindurch zur Vollendung zu bringen.
Denn beide, sowohl der Heiligende als auch die, welche geheiligt werden, alle von dem gleichen Vater her; aus diesem Grunde schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu nennen,
indem er sagt : Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkündigen, inmitten der Gemeinde will ich dich preisen;
und an einer andern Stelle : Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen; und wiederum : Siehe, hier bin ich und die Kinder, die Gott mir gegeben hat.
Weil nun die Kinder am Blut und Fleisch Anteil haben, hat auch er gleichermaßen Anteil an ihnen erhalten, um durch seinen Tod den zu vernichten, der die Macht des Todes hat, nämlich den Teufel,
und um alle die in Freiheit zu setzen, die durch Furcht vor dem Tode während ihres ganzen Lebens in Knechtschaft gehalten wurden.
Denn es sind doch sicherlich nicht Engel, deren er sich anzunehmen hat, sondern der Nachkommenschaft Abrahams nimmt er sich an;
und daher mußte er in allen Stücken seinen Brüdern gleich werden, damit er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester Gott gegenüber, um für die Sünden des Volkes Vergebung zu erwirken.
Denn eben deshalb, weil er selbst Versuchung erlitten hat, vermag er denen zu helfen, die versucht werden.

Darum, heilige Brüder, Genossen der himmlischen Berufung, richtet euer Augenmerk auf den Gottesboten und Hohenpriester unsers Bekenntnisses, auf Jesus,
der da treu war dem, der ihn geschaffen hat, wie auch Mose in Gottes ganzem Hause .
Denn einer größeren Herrlichkeit als Mose ist dieser würdig erachtet worden, in dem Maße, als der, welcher das Haus hergestellt hat, höher an Ehre steht als das Haus.
Denn jedes Haus wird von jemand hergestellt; der aber alles hergestellt hat, das ist Gott.
Und was Mose betrifft, so ist er zwar in seinem ganzen Hause treu gewesen, als Diener, um Zeugnis abzulegen für das, was als Offenbarung verkündigt werden sollte;
Christus dagegen als Sohn über sein eigenes Haus, und sein Haus sind wir, vorausgesetzt, daß wir an der freudigen Zuversicht und an der Hoffnung, deren wir uns rühmen, bis ans Ende unerschütterlich festhalten. Die Warnung des Psalmwortes vor Unglauben und Abfall
Deshalb das Wort des heiligen Geistes : Heute, wenn ihr seine Stimme hört,
verhärtet eure Herzen nicht, wie bei der Erbitterung am Tage der Versuchung in der Wüste ,
wo eure Väter mit einer Erprobung versuchten; und doch haben sie meine Werke vierzig Jahre hindurch gesehen.
Deshalb ward ich über dieses Geschlecht entrüstet und sprach: ›Allezeit gehen sie mit ihrem Herzen irre!‹ Sie aber erkannten meine Wege nicht,
so daß ich in meinem Zorn schwur: ›Sie sollen nimmermehr in meine Ruhe eingehen!‹
Gebt acht, liebe Brüder, daß sich in keinem von euch ein böses Herz des Unglaubens im Abfall von dem lebendigen Gott zeige!
Ermahnt euch vielmehr selbst an jedem Tage, solange das Heute noch gilt, damit keiner von euch durch den Betrug der Sünde verhärtet werde. Das Warnungsbeispiel der Israeliten in der Wüste
Denn Genossen Christi sind wir geworden, wenn anders wir die anfängliche Glaubenszuversicht bis ans Ende unerschütterlich festhalten.
Wenn es heißt : Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht, wie es bei der Erbitterung geschah –
wer waren denn die Leute, die, obgleich sie gehört hatten, dennoch sich erbittern ließen? Waren es nicht alle, die durch Moses Vermittlung aus Ägypten ausgezogen waren?
Und wer waren die Leute, über die er vierzig Jahre lang entrüstet gewesen ist? Doch wohl die, welche gesündigt hatten und deren Glieder in der Wüste zerfallen sind.
Und wer waren die Leute, denen er zugeschworen hat, sie sollten nicht in seine Ruhe eingehen? Doch wohl die, welche sich ungehorsam bewiesen hatten.
So sehen wir denn, daß sie nicht haben hineingelangen können infolge Unglaubens.

Folgendetails

Veröffentlicht am 11. Dezember 2025Laufzeit 11 Min. 43 Sek.

Personen in dieser Folge

Samuel Glöggl

Zu hören: Samuel Glöggl.

Weitergehen

Weitere Podcasts von Samuel Glöggl: Katechismus in einem Jahr, Von der inneren Regierung oder direkt diese Arbeit mittragen.