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Johannes 8-10 · Tag 302 · 2025

Raus aus der Dunkelheit – Jesus ist dein Licht und Hirte!

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Jesus aber begab sich an den Ölberg.
Am folgenden Morgen jedoch fand er sich wieder im Tempel ein, und das gesamte Volk kam zu ihm; er setzte sich dann und lehrte sie.
Da führten die Schriftgelehrten und Pharisäer eine Frau herbei, die beim Ehebruch ergriffen worden war, stellten sie in die Mitte
und sagten zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden.
Nun hat Mose uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen . Was sagst nun du dazu?
Dies sagten sie aber, um ihn zu versuchen, damit sie einen Grund zur Anklage gegen ihn hätten. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf den Erdboden.
Als sie aber ihre Frage an ihn mehrfach wiederholten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein auf sie!
Hierauf bückte er sich aufs neue und schrieb auf dem Erdboden weiter.
Als aber jene das gehört hatten, gingen sie einer nach dem andern weg, die Ältesten zuerst bis zu den Letzten, und Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die in der Mitte stand.
Da richtete Jesus sich auf und fragte sie: Frau, wo sind sie? Hat keiner dich verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr.
Da sagte Jesus: Auch ich verurteile dich nicht: gehe hin und sündige hinfort nicht mehr! Selbstzeugnis Jesu als des Lichts der Welt und des Sohnes Gottes
Nun redete Jesus aufs neue zu ihnen und sagte: Ich bin das Licht der Welt: wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern das Licht des Lebens haben.
Da sagten die Pharisäer zu ihm: Du legst Zeugnis über dich selbst ab: dein Zeugnis ist ungültig.
Jesus gab ihnen zur Antwort: Auch wenn ich über mich selbst Zeugnis ablege, so ist mein Zeugnis doch gültig, denn ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wißt nicht, woher ich komme und wohin ich gehe.
Ihr richtet nach dem Fleisch, ich richte überhaupt niemand.
Doch auch wenn ich richte, ist mein Urteil wahr; denn ich stehe nicht allein, sondern mit mir ist der, welcher mich gesandt hat.
Nun steht doch auch in eurem Gesetz geschrieben, daß das Zeugnis zweier Personen wahr ist .
Ich lege Zeugnis von mir ab, und der Vater, der mich gesandt hat, legt auch Zeugnis von mir ab.
Da fragten sie ihn: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Weder mich noch meinen Vater kennt ihr; wenn ihr mich kenntet, würdet ihr auch meinen Vater kennen.
Diese Worte sprach er aus, als er beim Opferkasten im Tempel lehrte; und niemand legte Hand an ihn, weil seine Stunde noch nicht gekommen war. Jesus bezeugt die tiefe Kluft, die ihn nach seiner Herkunft von den Juden trennt
Aufs neue sagte er dann zu ihnen: Ich gehe weg; dann werdet ihr mich suchen und in eurer Sünde sterben. Wohin ich gehe, dahin könnt ihr nicht kommen.
Da sagten die Juden: Will er sich etwa das Leben nehmen, weil er sagt: ›Wohin ich gehe, dahin könnt ihr nicht kommen‹?
Da sagte er zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; ihr seid aus dieser Welt, ich bin nicht aus dieser Welt.
Darum habe ich euch gesagt, daß ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glaubt, daß ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben.
Da fragten sie ihn: Wer bist du denn? Jesus antwortete ihnen: Das, was ich von Anfang an und auch jetzt euch sage.
Vieles hätte ich über euch noch zu sagen und zu richten; aber der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und ich – was ich von ihm gehört habe, das rede ich zur Welt.
Sie verstanden nicht, daß er vom Vater zu ihnen redete.
Da fuhr nun Jesus fort: Wenn ihr den Menschensohn erhöht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, daß ich es bin und daß ich nichts von mir selbst aus tue, sondern so rede, wie der Vater mich gelehrt hat.
Und der mich gesandt hat, ist mit mir; er hat mich nicht allein gelassen, weil ich allezeit das tue, was ihm wohlgefällig ist. Jesu Zeugnis von seiner Gottessohnschaft und von der Sündenknechtschaft der Juden trotz ihrer Abstammung von Abraham
Als er das sagte, kamen viele zum Glauben an ihn.
Nun sagte Jesus zu den Juden, die an ihn gläubig geworden waren: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr in Wahrheit meine Jünger
und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
Da entgegneten sie ihm: Wir sind Abrahams Nachkommenschaft und haben noch niemals jemandem als Knechte gedient; wie kannst du da sagen: ›Ihr werdet frei werden‹?
Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: ein jeder, der Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde.
Der Knecht aber bleibt nicht für immer im Hause, der Sohn dagegen bleibt für immer darin.
Wenn also der Sohn euch frei gemacht hat, dann werdet ihr wirklich frei sein. Die ungläubigen Juden sind weder Abrahams noch Gottes Kinder, sondern Kinder des Teufels
Ich weiß wohl, daß ihr Abrahams Nachkommenschaft seid; aber ihr sucht mich zu töten, weil mein Wort keinen Eingang bei euch findet.
Was ich beim Vater gesehen habe, das rede ich; dementsprechend tut auch ihr das, was ihr vom Vater gehört habt.
Sie antworteten ihm mit der Versicherung: Unser Vater ist Abraham! Jesus erwiderte ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder seid, so handelt auch so wie Abraham !
Nun aber geht ihr darauf aus, mich zu töten, einen Mann, der euch die Wahrheit verkündigt hat, wie ich sie von Gott gehört habe: so etwas hat Abraham nicht getan.
Ihr vollbringt die Werke eures Vaters. Sie erwiderten ihm: Wir sind keine unehelichen Kinder; wir haben nur einen einzigen Vater, nämlich Gott.
Da sagte Jesus zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, dann würdet ihr mich lieben; denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen; ich bin nicht von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt.
Wie geht es nun zu, daß ihr meine Art zu reden nicht versteht? Weil ihr nicht imstande seid, das, was meine Worte besagen, auch nur anzuhören.
Ihr stammt eben vom Teufel als eurem Vater und wollt nach den Gelüsten eures Vaters handeln. Der ist ein Menschenmörder von Anfang an gewesen und steht nicht in der Wahrheit, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, dann redet er aus seinem eigensten Wesen heraus, denn er ist ein Lügner und der Vater von ihr.
Weil ich dagegen die Wahrheit rede, schenkt ihr mir keinen Glauben.
Wer von euch kann mich einer Sünde zeihen? Wenn ich die Wahrheit rede, warum schenkt ihr mir keinen Glauben?
Wer aus Gott ist, hört die Worte Gottes; deshalb hört ihr sie nicht, weil ihr nicht von Gott seid. Jesu Zeugnis von der Erhabenheit seiner Person und von seiner Überlegenheit über Abraham
Da gaben ihm die Juden zur Antwort: Sagen wir nicht mit Recht, daß du ein Samariter und von einem bösen Geist besessen bist?
Jesus antwortete ihnen: Ich bin von keinem bösen Geist besessen, sondern ehre meinen Vater; doch ihr beschimpft mich.
Ich aber sorge nicht für meine Ehre: es ist einer da, der sorgt und Gericht hält.
Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er den Tod in Ewigkeit nicht sehen.
Da entgegneten ihm die Juden: Jetzt wissen wir sicher, daß du von einem bösen Geist besessen bist. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du behauptest: ›Wenn jemand mein Wort bewahrt, wird er den Tod in Ewigkeit nicht schmecken.‹
Bist du etwa größer als unser Vater Abraham, der doch gestorben ist? Und auch die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst?
Jesus antwortete: Wenn ich mich selbst ehrte, so wäre es mit meiner Ehre nichts; nein, mein Vater ist es, der mich ehrt, derselbe, von dem ihr behauptet, er sei euer Gott;
und dabei habt ihr ihn nicht erkannt. Ich aber kenne ihn; und wenn ich sagen wollte, daß ich ihn nicht kenne, so würde ich euch gleich sein, nämlich ein Lügner. Doch ich kenne ihn und bewahre sein Wort.
Euer Vater Abraham hat darüber gejubelt, daß er meinen Tag sehen sollte, und er hat ihn gesehen und sich darüber gefreut.
Da sagten die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und willst Abraham gesehen haben?
Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ehe Abraham ward, bin ich.
Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen; Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.

Im Vorübergehen sah er alsdann einen Mann, der von Geburt an blind war.
Da fragten ihn seine Jünger: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser Mann oder seine Eltern, daß er als Blinder geboren worden ist?
Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern; sondern damit das Wirken Gottes an ihm offenbar würde.
Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, in der niemand wirken kann.
Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
Nach diesen Worten spie er auf den Boden, stellte mit dem Speichel einen Teig her, legte dem Blinden den Teig auf die Augen
und sagte zu ihm: Gehe hin, wasche dich im Teiche Siloah! – Das heißt übersetzt ›Abgesandter‹. – Da ging er hin, wusch sich und kam sehend zurück.
Nun sagten die Nachbarn und die Leute, die ihn früher als Bettler gesehen hatten: Ist dieser nicht der Mann, der früher dasaß und bettelte?
Die einen sagten: Ja, er ist’s; andere meinten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich; er selbst aber sagte: Ja, ich bin’s.
Da fragten sie ihn: Auf welche Weise sind dir denn die Augen aufgetan worden?
Er antwortete: Der Mann, der Jesus heißt, stellte einen Teig her, strich ihn mir auf die Augen und sagte zu mir: ›Gehe hin an den Siloahteich und wasche dich dort!‹ Da ging ich hin, wusch mich und konnte sehen.
Sie fragten ihn nun: Wo ist der Mann? Er antwortete: Das weiß ich nicht. Das erste Verhör der Pharisäer
Man führte ihn nun zu den Pharisäern, ihn, den ehemals Blinden.
Es war aber Sabbat an dem Tage gewesen, an dem Jesus den Teig hergestellt und ihm die Augen aufgetan hatte.
Da fragten ihn nochmals auch die Pharisäer, wie er sehend geworden sei, und er antwortete ihnen: Er hat mir einen Teig auf die Augen gelegt, ich habe mich dann gewaschen und kann nun sehen.
Da sagten einige von den Pharisäern: Der betreffende Mensch ist nicht von Gott her, weil er den Sabbat nicht hält; andere dagegen meinten: Wie könnte ein sündiger Mensch derartige Wunderzeichen tun? So bestand eine Meinungsverschiedenheit unter ihnen.
Sie fragten also den Blindgeborenen aufs neue: Was sagst du denn von ihm? Dir hat er doch die Augen aufgetan. Jener antwortete: Er ist ein Prophet. Das Verhör der Eltern
Die Juden wollten nun von ihm nicht glauben, daß er blind gewesen und sehend geworden sei, bis sie schließlich die Eltern des Sehendgewordenen riefen
und sie fragten: Ist dies euer Sohn, der, wie ihr behauptet, blind geboren worden ist? Wie kommt es denn, daß er jetzt sehen kann?
Da antworteten seine Eltern: Wir wissen, daß dies unser Sohn ist und daß er als Blinder geboren worden ist;
wie es aber kommt, daß er jetzt sehen kann, das wissen wir nicht, und wer ihm die Augen geöffnet hat, wissen wir auch nicht. Befragt ihn selbst darüber: er ist alt genug; er wird selbst Auskunft über sich geben.
Das sagten seine Eltern, weil sie sich vor den Juden fürchteten; denn die Juden hatten bereits miteinander abgemacht, daß, wenn jemand Jesus als den Messias anerkenne, er in den Bann getan werden solle.
Aus diesem Grunde sagten seine Eltern: Er ist alt genug: fragt ihn selbst! Das zweite Verhör des Geheilten
So ließen sie denn den Mann, der blind gewesen war, zum zweitenmal rufen und sagten zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, daß dieser Mensch ein Sünder ist.
Da antwortete jener: Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht; eins aber weiß ich, daß ich blind gewesen bin und jetzt sehen kann.
Da fragten sie ihn noch einmal: Was hat er mit dir vorgenommen? Auf welche Weise hat er dir die Augen aufgetan?
Er antwortete ihnen: Ich habe es euch schon einmal gesagt, doch ihr habt nicht darauf gehört; warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt etwa auch ihr seine Jünger werden?
Da schmähten sie ihn und sagten: Du bist ein Jünger von ihm, wir aber sind Jünger von Mose.
Wir wissen, daß Gott zu Mose geredet hat; von diesem aber wissen wir nicht, woher er stammt.
Der Mann gab ihnen zur Antwort: Darin liegt eben das Verwunderliche, daß ihr nicht wißt, woher er stammt, und mir hat er doch die Augen aufgetan.
Wir wissen, daß Gott Sünder nicht erhört, sondern nur wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den erhört er.
Von der Weltzeit an hat man noch nicht vernommen, daß jemand einem Blindgeborenen die Augen aufgetan hat.
Wenn dieser Mann nicht von Gott her wäre, so vermöchte er nichts zu tun.
Sie antworteten ihm: Du bist ganz in Sünden geboren, und du willst uns Lehren geben? Und sie stießen ihn aus. Der Glaube des Geheilten an Jesus; Jesus als das Licht der Nichtsehenden und als die Verblendung der Sehenden
Jesus erfuhr von seiner Ausstoßung und sagte zu ihm, als er ihn antraf: Glaubst du an den Sohn Gottes?
Jener gab zur Antwort: Herr, wer ist denn das? Ich möchte gern an ihn glauben.
Jesus antwortete ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist es!
Jener sagte: Ich glaube, Herr! und warf sich vor ihm nieder.
Nun sagte Jesus: Zu einer Scheidung bin ich in diese Welt gekommen: die Nichtsehenden sollen sehen können und die Sehenden blind werden.
Dies hörten einige von den Pharisäern, die sich in seiner Nähe befanden, und fragten ihn: Sind wir etwa auch blind?
Jesus antwortete ihnen: Wäret ihr blind, so hättet ihr keine Sünde; nun ihr aber behauptet: ›Wir sind sehend‹, so bleibt eure Sünde!

Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in die Hürde der Schafe hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber;
wer aber durch die Tür hineingeht, der ist der Hirt der Schafe.
Diesem macht der Türhüter auf, und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die ihm gehörenden Schafe mit Namen und führt sie hinaus.
Wenn er dann alle Schafe, die ihm gehören, hinausgelassen hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen.
Einem Fremden aber würden sie nicht folgen, sondern vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.
Dies sagte Jesus ihnen in bildlicher Rede; sie verstanden aber nicht, was er ihnen damit sagen wollte.
Da sagte Jesus von neuem zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ich bin die Tür für die Schafe!
Alle, die vor mir gekommen sind, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür: Wenn jemand durch mich eingeht, wird er gerettet werden, wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und Unheil anzurichten; ich aber bin gekommen, damit die Schafe Leben haben und Überfluß haben.
Ich bin der gute Hirt! Der gute Hirt gibt sein Leben für die Schafe hin.
Der Mietling , der kein Hirt ist und dem die Schafe nicht zu eigen gehören, sieht den Wolf kommen, verläßt die Schafe und flieht; und der Wolf fällt sie an und zerstreut sie:
er ist ja nur ein Mietling, und ihm ist an den Schafen nichts gelegen.
Ich bin der gute Hirt und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich,
ebenso wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben für die Schafe hin. –
Ich habe auch noch andere Schafe, die nicht zu dieser Hürde gehören; auch diese muß ich führen, und sie werden auf meinen Ruf hören, und es wird eine Herde, ein Hirt sein.
Um deswillen hat der Vater mich lieb, weil ich mein Leben hingebe, damit ich es wieder an mich nehme;
niemand nimmt es mir, sondern ich gebe es freiwillig hin. Ich habe Vollmacht, es hinzugeben, und ich habe Vollmacht, es wieder an mich zu nehmen; die Ermächtigung dazu habe ich von meinem Vater erhalten.
Da entstand wegen dieser Worte wieder eine Meinungsverschiedenheit unter den Juden.
Viele von ihnen sagten nämlich: Er ist von einem bösen Geist besessen und ist von Sinnen: was hört ihr ihn noch an?
Andere aber sagten: Das sind nicht Worte eines Besessenen; kann etwa ein böser Geist Blinden die Augen auftun?
Damals fand das Fest der Tempelweihe in Jerusalem statt; es war Winter,
und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab.
Da umringten ihn die Juden und sagten zu ihm: Wie lange läßt du uns noch in Ungewißheit schweben? Bist du Christus, so sage es uns frei heraus!
Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, doch ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, die legen Zeugnis von mir ab;
aber ihr glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört.
Meine Schafe hören auf meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach;
und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in alle Ewigkeit nicht umkommen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen.
Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand vermag sie der Hand meines Vaters zu entreißen.
Ich und der Vater sind eins!
Da holten die Juden wieder Steine herbei, um ihn zu steinigen;
Jesus aber sagte zu ihnen: Viele gute Werke habe ich euch vom Vater her sehen lassen: welches von diesen Werken ist es, wegen dessen ihr mich steinigen wollt?
Die Juden antworteten ihm: Nicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gotteslästerung, und zwar weil du, der du doch ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst.
Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben : ›Ich habe gesagt: Ihr seid Götter‹?
Wenn die Schrift schon jene , an die das Wort Gottes erging, Götter genannt hat – und die Schrift kann doch ihre Gültigkeit nicht verlieren –:
wie könnt ihr da dem, welchem der Vater die Weihe erteilt und den er in die Welt gesandt hat, Gotteslästerung vorwerfen, weil ich gesagt habe: ›Ich bin Gottes Sohn‹?
Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht;
wenn ich sie aber tue, so glaubt, wenn auch nicht mir selbst, so doch meinen Werken, damit ihr immer gewisser zu der Erkenntnis gelangt, daß der Vater in mir ist und ich im Vater bin.
Da suchten sie ihn wiederum festzunehmen, doch er entkam aus ihren Händen.
Er zog nun wieder in das Ostjordanland an den Ort, wo Johannes zuerst getauft hatte, und blieb dort.
Da kamen viele zu ihm und sagten: Johannes hat zwar keinerlei Wunder getan, alles aber, was Johannes über diesen Mann gesagt hat, ist wahr gewesen.
Und viele kamen dort zum Glauben an ihn.

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Veröffentlicht am 29. Oktober 2025Laufzeit 3 Min. 30 Sek.

Personen in dieser Folge

Samuel Glöggl

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