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Matthäus 19-21 · Tag 283 · 2025

Unbequem, aber heilsam – Wenn Jesus dein Herz prüft.

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Als Jesus nun diese Reden beendet hatte, brach er aus Galiläa auf und kam in das Gebiet von Judäa auf der anderen Seite des Jordans;
eine große Volksmenge begleitete ihn, und er heilte sie dort.
Da traten Pharisäer an ihn heran, die ihn auf die Probe stellen wollten, und legten ihm die Frage vor: Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grunde entlassen?
Er gab ihnen zur Antwort: Habt ihr nicht gelesen , daß der Schöpfer die Menschen von Anfang an als Mann und Weib geschaffen
und gesagt hat : ›Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und die beiden werden ein Fleisch sein‹?
Also sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was somit Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.
Sie entgegneten ihm: Warum hat denn Mose geboten , der Frau einen Scheidebrief auszustellen und sie dann zu entlassen?
Er antwortete ihnen: Mose hat euch mit Rücksicht auf eure Herzenshärte gestattet, eure Frauen zu entlassen; aber von Anfang an ist es nicht so gewesen.
Ich sage euch aber: Wer sich von seiner Frau scheidet – außer wegen Unzucht – und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch heiratet, begeht auch Ehebruch].
Da sagten die Jünger zu ihm: Wenn es mit dem Rechtsverhältnis des Mannes gegenüber seiner Frau so steht, dann ist es nicht geraten, sich zu verheiraten.
Er aber antwortete ihnen: Nicht alle fassen dieses Wort, sondern nur die, denen es gegeben ist.
Es gibt nämlich zur Ehe Untüchtige, die vom Mutterleibe her so geboren worden sind; und es gibt zur Ehe Untüchtige, die von Menschenhand zur Ehe untüchtig gemacht worden sind; und es gibt zur Ehe Untüchtige, die sich selbst um des Himmelreichs willen untüchtig gemacht haben. Wer es zu fassen vermag, der fasse es!
Hierauf brachte man kleine Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflegen und beten möchte; die Jünger aber verwiesen es in barscher Weise .
Doch Jesus sagte: Laßt die Kinder und hindert sie nicht, zu mir zu kommen! Denn für ihresgleichen ist das Himmelreich bestimmt.
Dann legte er ihnen die Hände auf und wanderte von dort weiter.
Da trat einer an ihn heran und fragte ihn: Meister, was muß ich Gutes tun, um ewiges Leben zu erlangen?
Er antwortete ihm: Was fragst du mich über das Gute? einer ist der Gute. Willst du aber ins Leben eingehen, so halte die Gebote.
Welche? entgegnete er. Jesus antwortete: Diese: ›Du sollst nicht töten, nicht ehebrechen, nicht stehlen, nicht falsches Zeugnis ablegen,
ehre deinen Vater und deine Mutter‹ und ›du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‹
Der Jüngling erwiderte ihm: Dies alles habe ich beobachtet: was fehlt mir noch?
Jesus antwortete ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe dein Hab und Gut und gib den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!
Als der Jüngling das Wort gehört hatte, ging er betrübt weg; denn er besaß ein großes Vermögen.
Jesus aber sagte zu seinen Jüngern: Wahrlich ich sage euch: Für einen Reichen wird es schwer sein, ins Himmelreich einzugehen.
Nochmals sage ich euch: Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr hindurchgeht, als daß ein Reicher in das Reich Gottes eingeht.
Als die Jünger das hörten, wurden sie ganz bestürzt und sagten: Ja, wer kann dann gerettet werden?
Jesus aber blickte sie an und sagte zu ihnen: Bei den Menschen ist dies unmöglich, aber bei Gott ist alles möglich.
Hierauf nahm Petrus das Wort und sagte zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt: welcher Lohn wird uns also dafür zuteil werden?
Jesus antwortete ihnen: Wahrlich ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzt, gleichfalls auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.
Und jeder, der um meines Namens willen Brüder oder Schwestern, Vater oder Mutter, Weib oder Kinder, Äcker oder Häuser verlassen hat, wird vielmal Wertvolleres empfangen und ewiges Leben erben.
Viele Erste aber werden Letzte sein und viele Letzte die Ersten.

Denn das Himmelreich ist einem menschlichen Hausherrn gleich, der frühmorgens ausging, um Arbeiter für seinen Weinberg einzustellen.
Nachdem er nun mit den Arbeitern einen Tagelohn von einem Denar vereinbart hatte, schickte er sie in seinen Weinberg.
Als er dann um die dritte Tagesstunde wieder ausging, sah er andere auf dem Marktplatz unbeschäftigt stehen
und sagte zu ihnen: ›Geht auch ihr in meinen Weinberg, ich will euch geben, was recht ist‹;
und sie gingen hin. Wiederum ging er um die sechste und um die neunte Stunde aus und machte es ebenso;
und als er um die elfte Stunde wieder ausging, fand er noch andere dastehen und sagte zu ihnen: ›Was steht ihr hier den ganzen Tag müßig?‹
Sie antworteten ihm: ›Niemand hat uns in Arbeit genommen.‹ Da sagte er zu ihnen: ›Geht auch ihr noch in den Weinberg!‹
Als es dann Abend geworden war, sagte der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: ›Rufe die Arbeiter und zahle ihnen den Lohn aus! Fange bei den letzten an bis zu den ersten!‹
Als nun die um die elfte Stunde Eingestellten kamen, erhielten sie jeder einen Denar.
Als dann die Ersten kamen, dachten sie, sie würden mehr erhalten; doch sie erhielten gleichfalls jeder nur einen Denar.
Als sie ihn empfangen hatten, murrten sie gegen den Hausherrn
und sagten: ›Diese Letzten haben nur eine einzige Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben!‹
Er aber entgegnete einem von ihnen: ›Freund, ich tue dir nicht unrecht; bist du nicht um einen Denar mit mir eins geworden?
Nimm dein Geld und gehe! Es gefällt mir nun einmal, diesem Letzten ebensoviel zu geben wie dir.
Habe ich etwa nicht das Recht, mit dem, was mein ist, zu machen, was ich will? Oder siehst du neidisch dazu, daß ich wohlwollend bin?‹
Ebenso werden die Letzten Erste und die Ersten Letzte sein.
Als nun Jesus vorhatte, nach Jerusalem hinaufzuziehen, nahm er die zwölf Jünger gesondert zu sich und sagte unterwegs zu ihnen:
Seht, wir ziehen jetzt nach Jerusalem hinauf: dort wird der Menschensohn den Hohenpriestern und Schriftgelehrten überantwortet werden; die werden ihn zum Tode verurteilen
und ihn den Heiden zur Verspottung, zur Geißelung und zur Kreuzigung überliefern; und am dritten Tage wird er auferweckt werden.
Damals trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm, fiel vor ihm nieder und wollte ihn um etwas bitten.
Er fragte sie: Was wünschest du? Sie antwortete ihm: Bestimme, daß diese meine beiden Söhne dereinst in deinem Königreich einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen sollen.
Da antwortete Jesus: Ihr wißt nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie antworteten ihm: Ja, wir können es.
Er erwiderte ihnen: Meinen Kelch werdet ihr zwar trinken , aber die Plätze zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu verleihen, sondern sie werden denen zuteil, für die sie von meinem Vater bestimmt sind.
Als die zehn Jünger das hörten, wurden sie über die beiden Brüder unwillig;
Jesus aber rief sie zu sich und sagte: Ihr wißt, daß die weltlichen Herrscher sich als Herren gegen ihre Völker benehmen und daß ihre Großen sie vergewaltigen.
Bei euch aber darf es nicht so sein; wer unter euch als Großer dastehen möchte, der muß euer Diener sein,
und wer bei euch der Erste sein möchte, der muß euer Knecht sein,
wie ja auch der Menschensohn nicht gekommen ist, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen und sein Leben als Lösegeld hinzugeben für viele. VII. Jesu Einzug in Jerusalem und letztes Wirken
Als sie dann aus Jericho hinauszogen, folgte ihm eine große Volksmenge nach.
Da saßen dort zwei Blinde am Wege; als diese hörten, daß Jesus vorüberziehe, riefen sie laut: Herr, erbarme dich unser, Sohn Davids!
Die Volksmenge rief ihnen drohend zu, sie sollten still sein; sie aber schrien nur noch lauter: Herr, erbarme dich unser, Sohn Davids!
Da blieb Jesus stehen, rief sie herbei und fragte sie: Was wünscht ihr von mir?
Sie antworteten ihm: Herr, daß unsere Augen aufgetan werden!
Da fühlte Jesus Mitleid mit ihnen; er berührte ihre Augen, und sogleich konnten sie sehen und schlossen sich ihm an.

Als sie sich dann Jerusalem näherten und nach Bethphage an den Ölberg gekommen waren, da sandte Jesus zwei von seinen Jüngern ab
mit der Weisung: Geht in das Dorf, das vor euch liegt! Ihr werdet dort sogleich eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; bindet sie los und bringt sie mir her!
Und wenn euch jemand etwas sagen sollte, so antwortet ihm: ›Der Herr hat sie nötig, wird sie aber sofort zurückschicken.‹
Dies ist aber geschehen, damit das Wort des Propheten erfüllt werde, das da lautet :
Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und auf einem Esel reitend, und zwar auf einem Füllen, dem Jungen des Lasttiers.
Als nun die Jünger hingegangen waren und den Auftrag Jesu ausgerichtet hatten,
führten sie die Eselin mit dem Füllen herbei, legten ihre Mäntel auf sie, und er setzte sich darauf.
Die überaus zahlreiche Volksmenge aber breitete ihre Mäntel auf den Weg aus, andere hieben Zweige von den Bäumen ab und streuten sie auf den Weg;
und die Scharen, die im Zuge vor ihm her gingen und die, welche ihm nachfolgten, riefen laut: Hosianna dem Sohne Davids! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosianna in den Himmelshöhen!
Als er dann in Jerusalem eingezogen war, geriet die ganze Stadt in Bewegung, und zwar fragte man: Wer ist dieser?
Da sagte die Volksmenge: Dies ist der Prophet Jesus aus Nazareth in Galiläa!
Jesus ging dann in den Tempel Gottes, trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, warf die Tische der Geldwechsler und die Sitze der Taubenverkäufer um
und sagte zu ihnen: Es steht geschrieben : ›Mein Haus soll ein Bethaus heißen!‹ Ihr aber macht es zu einer ›Räuberhöhle‹!
Es kamen auch Blinde und Lahme im Tempel zu ihm, und er heilte sie.
Als aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und wie die Kinder im Tempel laut riefen: Hosianna dem Sohne Davids!, wurden sie unwillig
und sagten zu ihm: Hörst du nicht, was diese hier rufen? Da antwortete Jesus ihnen: Jawohl! Habt ihr noch niemals gelesen : ›Aus dem Munde von Unmündigen und Säuglingen hast du Lobpreis bereitet‹?
Mit diesen Worten ließ er sie stehen, ging aus der Stadt hinaus nach Bethanien und blieb über Nacht dort.
Als er dann frühmorgens in die Stadt zurückkehrte, hungerte ihn,
und als er einen einzelnen Feigenbaum am Wege stehen sah, ging er zu ihm hin, fand aber nichts anderes an ihm als Blätter. Da sagte er zu ihm: Nie mehr soll noch Frucht von dir kommen in Ewigkeit!, und der Feigenbaum verdorrte sofort.
Als die Jünger das sahen, verwunderten sie sich und sagten: Wie kommt es, daß der Feigenbaum sofort verdorrt ist?
Da antwortete ihnen Jesus: Wahrlich ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und keinen Zweifel hegt, so werdet ihr nicht nur das, was hier mit dem Feigenbaume geschehen ist, tun können, sondern auch, wenn ihr zu dem Berge hier sagtet: ›Hebe dich empor und stürze dich ins Meer!‹, so würde es geschehen;
und alles, um was ihr im Gebet bittet, werdet ihr empfangen, wenn ihr Glauben habt.
Als er dann in den Tempel gekommen war, traten die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes zu ihm, während er lehrte, und fragten ihn: Auf Grund welcher Vollmacht trittst du in dieser Weise hier auf, und wer hat dir die Vollmacht dazu gegeben?
Jesus gab ihnen zur Antwort: Auch ich will euch eine einzige Frage vorlegen; wenn ihr sie mir beantwortet, so will auch ich euch sagen, auf Grund welcher Vollmacht ich hier so auftrete:
Woher stammte die Taufe des Johannes? Vom Himmel oder von den Menschen? Da überlegten sie bei sich folgendermaßen:
Sagen wir: ›Vom Himmel‹, so wird er uns vorhalten: ›Warum habt ihr ihm dann keinen Glauben geschenkt?‹ Sagen wir aber: ›Von den Menschen‹, so haben wir das Volk zu fürchten; denn alle halten Johannes für einen Propheten.
So gaben sie denn Jesus zur Antwort: Wir wissen es nicht. Da antwortete auch er ihnen: Dann sage auch ich euch nicht, auf Grund welcher Vollmacht ich hier so auftrete.
Was meint ihr aber ? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging nun zu dem ersten und sagte: ›Mein Sohn, gehe hin und arbeite heute im Weinberge.‹
Der antwortete: ›Ja, Herr‹, ging aber nicht hin.
Dann ging er zu dem zweiten und sagte zu ihm das gleiche. Der gab zur Antwort: ›Ich will nicht!‹ Später aber besann er sich eines Besseren und ging hin.
Wer von den beiden hat nun den Willen des Vaters getan? Sie antworteten: Der zweite. Da sagte Jesus zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Die Zöllner und die Dirnen kommen vor euch in das Reich Gottes.
Denn Johannes ist mit der Lehre von der Gerechtigkeit zu euch gekommen, und ihr habt ihm nicht geglaubt, während die Zöllner und die Dirnen ihm Glauben geschenkt haben. Ihr dagegen seid, obgleich ihr das sahet, auch hinterher nicht in euch gegangen, daß ihr ihm geglaubt hättet.
Vernehmt noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausherr, der legte einen Weinberg an, umgab ihn mit einem Zaun, grub in ihm eine Kelter, baute einen Wachtturm, verpachtete ihn an Weingärtner und ging dann außer Landes .
Als dann die Zeit der Früchte kam, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, damit sie die ihm zukommenden Früchte in Empfang nähmen.
Da ergriffen die Weingärtner seine Knechte: den einen mißhandelten sie, den andern erschlugen sie, den dritten steinigten sie.
Wiederum sandte er andere Knechte in noch größerer Zahl als die ersten, doch sie machten es mit ihnen ebenso.
Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen, weil er dachte: ›Sie werden sich doch vor meinem Sohne scheuen!‹
Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sagten sie unter sich: ›Dieser ist der Erbe: kommt, wir wollen ihn töten, dann können wir sein Erbgut in Besitz nehmen!‹
So ergriffen sie ihn denn, stießen ihn zum Weinberg hinaus und schlugen ihn tot.
Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er mit diesen Weingärtnern machen?
Sie antworteten ihm: Er wird die Elenden elendiglich umbringen und den Weinberg an andere Weingärtner verpachten, die ihm die Früchte zu rechter Zeit abliefern werden.
Jesus fuhr fort: Habt ihr noch niemals in den Schriften das Wort gelesen : ›Der Stein, den die Bauleute verworfen hatten, der ist zum Eckstein geworden; durch den Herrn ist er das geworden, und ein Wunder ist er in unsern Augen‹?
Deshalb sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch genommen und einem Volke gegeben werden, das dessen Früchte bringt.

Als die Hohenpriester und Pharisäer seine Gleichnisse hörten, merkten sie, daß er von ihnen redete;
darum hätten sie ihn am liebsten festgenommen, fürchteten sich aber vor der Volksmenge, weil die ihn für einen Propheten hielt.

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Veröffentlicht am 10. Oktober 2025Laufzeit 19 Min. 6 Sek.

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Samuel Glöggl

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