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Sacharja 1-5 · Tag 272 · 2025

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Im achten Monat, im zweiten Regierungsjahre des Darius, erging das Wort des HERRN an den Propheten Sacharja, den Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, folgendermaßen:
Der HERR ist gegen eure Väter schwer erzürnt gewesen.
Nun aber sage zu ihnen: ›So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: Kehrt um zu mir‹ – so lautet der Ausspruch des HERRN der Heerscharen –, ›so will auch ich wieder zu euch umkehren‹ – spricht der HERR der Heerscharen.
›Seid nicht wie eure Väter, denen die früheren Propheten zwar die Mahnung zugerufen haben: So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: Kehrt doch um von eurem bösen Wandel und von eurem bösen Tun!, aber sie haben nicht gehorcht und nicht auf mich geachtet!‹ – so lautet der Ausspruch des HERRN.
›Wo sind nun eure Väter? Und können die Propheten ewig leben?
Doch meine Drohworte und meine Ratschlüsse, deren Verkündigung ich meinen Knechten, den Propheten, geboten hatte, sind die nicht bei euren Vätern eingetroffen, so daß sie in sich gingen und bekannten: ›Wie der HERR der Heerscharen sich vorgenommen hatte, mit uns nach unserm Wandel und nach unserm ganzen Tun zu verfahren, so ist er wirklich mit uns verfahren‹?
Am vierundzwanzigsten Tage des elften Monats – das ist der Monat Sebat –, im zweiten Regierungsjahre des Darius, erging das Wort des HERRN an den Propheten Sacharja, den Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, folgendermaßen:
Ich hatte zur Nachtzeit ein Gesicht: ich sah einen Mann auf einem rotbraunen Roß reiten; der hielt zwischen den Myrten, die im Talgrund stehen, und hinter ihm befanden sich Rosse, rotbraune, fuchsrote, und weiße.
Als ich nun fragte: Mein Herr, was bedeuten diese?, antwortete mir der Engel, der mit mir redete: Ich will dich schauen lassen, was diese da bedeuten.
Da nahm der Mann, der zwischen den Myrten hielt, das Wort und sagte: Das sind die, welche der HERR ausgesandt hat, um die Erde zu durchstreifen.
Da erstatteten sie dem Engel des HERRN, der zwischen den Myrten hielt, Bericht mit den Worten: Wir haben die Erde durchstreift und festgestellt, daß die ganze Erde sich in tiefster Ruhe befindet.
Da nahm der Engel des HERRN das Wort und fragte: O HERR der Heerscharen, wann willst du dich endlich Jerusalems und der Städte Judas erbarmen, denen du nun schon siebzig Jahre lang gezürnt hast?
Da antwortete der HERR dem Engel, der mit mir redete, freundliche, trostreiche Worte.
Hierauf sagte der Engel, der mit mir redete, zu mir: Mache folgende Verkündigung bekannt: ›So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: Ich bin mit großem Eifer für Jerusalem und für Zion erfüllt
und hege heftigen Zorn gegen die sorglos dahinlebenden Heidenvölker, die, während ich ein wenig erzürnt war, ihrerseits zum Unheil mitgeholfen haben.
Darum spricht der HERR also: Ich habe mich Jerusalem voll Erbarmens wieder zugewandt: mein Tempelhaus soll in ihm wieder aufgebaut werden‹ – so lautet der Ausspruch des HERRN der Heerscharen –, ›und die Meßschnur soll über Jerusalem ausgespannt werden.‹
Weiter mache noch folgendes bekannt: ›So hat der HERR der Heerscharen gesprochen: Aufs neue sollen meine Städte von Gutem überfließen, und der HERR wird Zion aufs neue trösten und Jerusalem wiederum erwählen.‹

Als ich dann aufblickte und hinschaute, sah ich vier Hörner.
Als ich nun den Engel, der mit mir redete, fragte: Was haben diese zu bedeuten?, antwortete er mir: Das sind die Hörner, welche Juda, Israel und Jerusalem zerstreut haben.
Hierauf ließ der HERR mich vier Schmiede schauen,
und als ich fragte: Was wollen diese hier tun?, gab er mir zur Antwort: Jenes sind die Hörner, welche Juda dermaßen zerstreut haben, daß es sein Haupt nicht mehr erheben konnte; nun aber sind diese gekommen, um sie in Schrecken zu setzen und die Hörner der Völker abzuschlagen, die ihr Horn gegen das Land Juda erhoben haben, um es zu zerstreuen.
Als ich dann aufblickte und hinschaute, sah ich einen Mann, der eine Meßschnur in der Hand hielt.
Als ich ihn nun fragte: Wohin gehst du?, antwortete er mir: Ich soll Jerusalem ausmessen, um festzustellen, wie groß seine Breite und wie groß seine Länge ist.
Da stand auf einmal der Engel da, der mit mir redete; und ein anderer Engel trat hervor, ihm entgegen,
und er sagte zu diesem: Laufe hin und sage dem jungen Manne dort folgendes: ›Eine offene Stadt soll Jerusalem bilden wegen der Menge der Menschen und des Viehs in seinem Innern;
ich selbst aber‹ – so lautet der Ausspruch des HERRN – ›will ihm ringsum eine feurige Mauer sein und ihm zur Verherrlichung in seiner Mitte gereichen.‹
Auf, auf! Fliehet aus dem Lande des Nordens! – so lautet der Ausspruch des HERRN –; denn nach allen vier Windrichtungen will ich euch zersprengen – so lautet der Ausspruch des HERRN.
Auf! Nach Zion rettet euch, die ihr noch bei der Tochter Babel wohnt!
Denn so hat der HERR der Heerscharen gesprochen: Nach Herrlichem hat er mich gesandt zu den Heidenvölkern, die euch geplündert haben; denn wer euch antastet, tastet seinen Augapfel an.
Denn wisset wohl: Ich werde meine Hand gegen sie schwingen, daß sie denen zur Beute werden sollen, die jetzt ihre Knechte sind; dann werdet ihr auch erkennen, daß der HERR der Heerscharen es ist, der mich gesandt hat. –
Juble und freue dich, Tochter Zion! Denn wisse wohl: Ich komme und nehme Wohnung in deiner Mitte – so lautet der Ausspruch des HERRN.
Da werden sich dann an jenem Tage viele Völker an den HERRN anschließen und mir als Volk angehören; und ich werde in deiner Mitte Wohnung nehmen; dann wirst du auch erkennen, daß der HERR der Heerscharen es ist, der mich zu dir gesandt hat.
Der HERR aber wird Juda als sein Erbteil auf dem heiligen Boden in Besitz nehmen und Jerusalem wiederum erwählen. –
Stille sei alles Fleisch vor dem HERRN! Denn er hat sich aufgemacht aus seiner heiligen Wohnstätte.

Hierauf ließ er mich den Hohenpriester Josua schauen, wie er vor dem Engel des HERRN stand, während der Satan sich zu seiner Rechten stellte, um ihn anzuklagen.
Da sagte der Engel des HERRN zum Satan: Der HERR wolle dich schelten, Satan! Ja, der HERR, der sich Jerusalem erwählt hat, möge dir Schweigen gebieten! Ist dieser nicht ein aus dem Feuer herausgerissenes Brandscheit?
Josua war aber mit unsauberen Gewändern bekleidet, während er vor dem Engel stand.
Der nahm nun das Wort und gab den vor ihm stehenden die Weisung: Ziehet ihm die schmutzigen Kleider aus! Zu ihm aber sagte er: Siehe, ich habe deine Verschuldung von dir weggenommen und lasse dir Prachtgewänder anlegen!
Hierauf befahl er: Man setze ihm auch einen reinen Kopfbund aufs Haupt! Da setzten sie ihm den reinen Kopfbund aufs Haupt und legten ihm die Prachtgewänder an, während der Engel des HERRN neben ihm stand.
Hierauf gab der Engel des HERRN vor Josua folgende feierliche Erklärung ab:
So spricht der HERR der Heerscharen: ›Wenn du auf meinen Wegen wandelst und meinen Dienst gewissenhaft versiehst, sollst du sowohl mein Haus verwalten als auch über meine Vorhöfe die Aufsicht führen, und ich will dir freien Zutritt zu mir gewähren unter diesen, die hier stehen.
Vernimm es doch, Josua, du Hoherpriester! Du und deine Amtsbrüder, die vor dir ihre Sitze haben , ihr seid Männer, die ein Vorzeichen bedeuten; denn wisse wohl: Ich will meinen Knecht, ›Sproß‹ genannt, kommen lassen.
Denn siehe, der Stein, den ich vor Josua hingestellt habe – auf diesen einen Stein sind sieben Augen gerichtet –: auf diesen Stein will ich selbst nunmehr seine Inschrift eingraben‹ – so lautet der Ausspruch des HERRN der Heerscharen – ›und will die Verschuldung dieses Landes an einem Tage hinwegschaffen.
An jenem Tage‹ – so lautet der Ausspruch des HERRN der Heerscharen – ›werdet ihr einer den andern zu Gaste laden unter seinen Weinstock und unter seinen Feigenbaum.‹

Da kam der Engel, der mit mir redete, zurück und weckte mich auf wie einen, der aus seinem Schlaf aufgeweckt wird,
und er fragte mich: Was siehst du? Ich antwortete: Ich sehe, da steht ein Leuchter ganz von Gold, und ein Ölbehälter befindet sich oben darauf, und sieben Lampen sind an ihm und sieben Gießröhren für die Lampen, die sich an ihm befinden;
und neben ihm stehen zwei Ölbäume, einer zu seiner Rechten und einer links von ihm.
Da hob ich an und richtete an den Engel, der mit mir redete, die Frage: Mein Herr, was soll dies alles bedeuten?
Da gab mir der Engel, der mit mir redete, folgende Antwort: Du weißt also nicht, was dies dort bedeutet? Als ich nun antwortete: Nein, mein Herr,
gab er mir folgende Auskunft: So lautet das Wort des HERRN an Serubbabel: ›Nicht durch Heeresmacht und nicht durch Gewalt , sondern durch meinen Geist!‹ – so spricht der HERR der Heerscharen.
›Wer bist du, großer Berg? Vor Serubbabel sollst du zur Ebene werden! Er wird den Giebelstein an Ort und Stelle bringen unter dem Jubelruf: ›Heil, Heil sei ihm!‹
Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgendermaßen:
Die Hände Serubbabels haben den Grundstein zu diesem Hause gelegt, und seine Hände werden es auch vollenden; dann wirst du auch erkennen, daß der HERR der Heerscharen es ist, der mich zu euch gesandt hat.
Denn wer immer den Tag der geringen Anfänge verachtet hat, der wird mit Freuden den Bleistein in der Hand Serubbabels sehen. Diese sieben aber sind die Augen des HERRN, die über die ganze Erde schweifen.
Hierauf richtete ich die Frage an ihn: Was bedeuten denn diese beiden Ölbäume rechts und links von dem Leuchter?
Und noch eine andere Frage richtete ich an ihn, nämlich: Was haben die beiden Olivenzweige zu bedeuten, die sich neben den beiden goldenen Röhren befinden, welche das Gold von oben herableiten?
Da antwortete er mir: Du weißt also nicht, was diese bedeuten? Als ich ihm nun erwiderte: Nein, mein Herr,
sagte er: Das sind die beiden Söhne des Öls, die vor dem Herrn der ganzen Erde stehen.

Als ich dann wieder aufblickte und hinschaute, sah ich, wie eine Schriftrolle geflogen kam,
und auf seine Frage: Was siehst du? antwortete ich: Ich sehe eine Schriftrolle fliegen, zwanzig Ellen lang und zehn Ellen breit.
Da sagte er zu mir: Das ist der Fluch, der über das ganze weite Land ergeht; denn jeder Dieb wird nach der Bestimmung, die auf der einen Seite der Rolle geschrieben steht, weggefegt werden, und jeder Meineidige wird nach der Bestimmung, die auf der andern Seite der Rolle geschrieben steht, weggefegt werden.
›Ich habe den Fluch deshalb ausgehen lassen‹ – so lautet der Ausspruch des HERRN der Heerscharen –, ›damit er in das Haus des Diebes und in das Haus dessen, der bei meinem Namen falsch geschworen hat, eindringt und im Innern seines Hauses sich festsetzt, bis er es mitsamt seinem Holzwerk und seinen Steinen vernichtet hat.‹
Hierauf trat der Engel, der mit mir redete, wieder hervor und sagte zu mir: Blicke doch in die Höhe und sieh, was das ist, das dort zum Vorschein kommt!
Als ich nun fragte: Was ist das?, antwortete er: Das ist das große Getreidemaß, das zum Vorschein kommt; dann fuhr er fort: Dies ist ihre Verschuldung im ganzen Lande!
Da hob sich auf einmal ein schwerer Bleideckel empor, und ein einzelnes Weib saß dort im Innern des Getreidemaßes.
Da sagte er: Das ist die Gottlosigkeit! Dann stieß er das Weib wieder in das Getreidemaß zurück und warf die Bleiplatte wieder auf ihre Öffnung.
Als ich dann wieder aufblickte und hinschaute, sah ich zwei Weiber zum Vorschein kommen, in deren Flügeln sich Wind befand; sie hatten nämlich Flügel wie Storchenflügel; die hoben das Getreidemaß empor zwischen Erde und Himmel .
Als ich nun den Engel, der mit mir redete, fragte: Wohin bringen diese das Getreidemaß?,
antwortete er mir: Es soll ihr ein Haus im Lande Babylonien gebaut werden, und, wenn dieses fertig ist, soll es dort auf dem ihr gebührenden Platz niedergesetzt werden.

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Veröffentlicht am 29. September 2025Laufzeit 2 Min. 17 Sek.

Personen in dieser Folge

Samuel Glöggl

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