Sprüche 22-25 · Tag 179 · 2025
Einfache Weisheit für klare Entscheidungen.
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Ein guter Name ist wertvoller als großer Reichtum, Beliebtheit besser als Silber und Gold. –
Reiche und Arme sind aufeinander angewiesen: der HERR hat sie alle beide geschaffen. –
Der Kluge sieht das Unglück voraus und verbirgt sich; die Einfältigen aber gehen weiter und erleiden Schaden. –
Der Lohn der Demut der Gottesfurcht ist Reichtum, Ehre und Leben. –
Fußangeln und Schlingen liegen auf dem Wege des Falschen; wer sein Leben bewahren will, hält sich fern von ihnen. –
Erziehe dein Kind angemessen für seinen Lebensweg; dann wird es auch im Alter nicht davon abweichen. –
Der Reiche ist ein Herr der Armen, und wer borgt, ist ein Knecht des Gläubigers. –
Wer Unrecht sät, wird Unheil ernten, und die Zuchtrute seines Grimmes wird ihn selbst treffen. –
Der Mildherzige wird gesegnet; denn er gibt dem Armen von seinem Brot ab. –
Treibe den Spötter weg, so geht der Streit mit hinaus, und das Zanken und Schmähen hat ein Ende. –
Wer reines Herzens ist, den liebt der HERR, und wessen Lippen herzgewinnend reden, dessen Freund ist der König. –
Die Augen des HERRN bewahren, was sie wahrgenommen, und er bringt die Worte des Treulosen zu Fall. –
Der Faule sagt: Ein Löwe ist draußen; ich könnte mitten auf der Straße ums Leben kommen! –
Eine tiefe Grube ist der Mund der fremden Weiber; wer dem HERRN verhaßt ist, fällt hinein. –
Steckt Torheit tief im Herzen eines Kindes, so wird die Zuchtrute sie ihm austreiben. –
Wer einen Armen bedrückt, verhilft ihm zur Bereicherung; wer einen Reichen beschenkt, tut’s nur zu dessen Verarmung. III. Erste Sammlung von Aussprüchen der Weisen
Leihe mir dein Ohr und vernimm die Worte von Weisen und richte deine Aufmerksamkeit auf mein Wissen!
Denn schön ist’s, wenn du sie in deinem Inneren festhältst: möchten sie allesamt auf deinen Lippen verbleiben!
Damit dein Vertrauen auf dem HERRN ruhe, habe ich dich heute unterwiesen, ja dich.
Wahrlich ich habe dir Kernsprüche aufgeschrieben mit Ratschlägen und Lehren,
um dir kundzutun die Richtschnur von Wahrheitsworten, damit du denen, die dich fragen, richtige Antworten geben kannst.
Bringe den Geringen nicht um das Seine, weil er gering ist, und zertritt den Armen nicht im Tor,
denn der HERR wird ihre Sache führen und denen, die sie berauben, das Leben rauben.
Befreunde dich nicht mit einem Zornmütigen und habe keinen Umgang mit einem Hitzkopf,
damit du dich nicht an seine Pfade gewöhnst und dir einen Fallstrick für deine Seele zulegst.
Gehöre nicht zu denen, die Handschlag geben, zu denen, die für Schulden Bürgschaft leisten;
denn wenn du nicht imstande bist zu zahlen: warum soll man dir das Bett unter dem Leibe wegnehmen?
Verrücke nicht die uralten Grenzsteine, die deine Väter gesetzt haben. –
Siehst du einen Mann, der in seinem Geschäft tüchtig ist, so wisse: bei Königen kann er in Dienst treten; er braucht nicht niedrigen Leuten seine Dienste zu widmen.
Wenn du mit einem Herrscher zu Tische sitzt, so beachte wohl, wen du vor dir hast,
und setze dir ein Messer an die Kehle, wenn du starke Eßlust hast!
Laß dich nicht nach seinen Leckerbissen gelüsten, denn sie sind eine trügliche Speise.
Mühe dich nicht, dir Reichtum zu erwerben: dazu biete deine Klugheit nicht auf!
Kaum hast du deine Blicke auf ihn gerichtet, so ist er schon verschwunden; denn sicherlich verschafft er sich Flügel wie ein Adler, der gen Himmel fliegt.
Speise nicht bei einem Mißgünstigen und laß dich nicht nach seinen Leckerbissen gelüsten!
Denn wie einer, der alles bei sich berechnet, so gibt er sich: Iß und trink! sagt er zu dir, ohne es dir jedoch im Herzen zu gönnen.
So mußt du denn den Bissen, den du genossen hast, wieder ausspeien, und deine freundlichen Worte hast du verschwendet.
Rede nicht vor den Ohren eines Toren, denn er hat für deine verständigen Worte nur Verachtung. –
Verrücke die Grenzsteine der Witwe nicht und dringe nicht in den Ackerbesitz der Verwaisten ein!
Denn ihr Rechtsbeistand ist stark: der wird ihre Sache gegen dich führen.
Bringe dein Herz der Unterweisung entgegen und deine Ohren einsichtsvollen Reden.
Erspare deinem Kinde die Züchtigung nicht! Denn schlägst du es mit der Rute, wird es nicht zu sterben brauchen.
Du wirst es mit der Rute schlagen und dadurch sein Leben vor dem Totenreich bewahren.
Mein Sohn, wenn dein Herz weise wird, so wird das auch für mich eine herzliche Freude sein;
und mein Innerstes wird frohlocken, wenn deine Lippen reden, was recht ist.
Dein Herz ereifere sich nicht bezüglich der Sünder, wohl aber bezüglich der Furcht des HERRN allezeit:
denn es gibt sicherlich noch eine Zukunft, und deine Hoffnung wird nicht zuschanden werden.
Höre du zu, mein Sohn, damit du weise wirst, und laß dein Herz geradeaus den rechten Weg gehen!
Gehöre nicht zu den Trunkenbolden, noch zu denen, die im Fleischgenuß schwelgen!
Denn Säufer und Schlemmer verarmen, und Schläfrigkeit gibt Lumpen zur Kleidung.
Gehorche deinem Vater, der dir das Leben gegeben hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt geworden ist!
Kaufe dir Wahrheit und verkaufe sie nicht wieder, Weisheit und Zucht und Einsicht.
Laut frohlockt der Vater eines frommen ; und die ein verständiges Kind geboren hat, darf sich seiner freuen.
Mögen dein Vater und deine Mutter solche Freude haben und sie, die dir das Leben gegeben haben, frohlocken!
Gib mir, mein Sohn, dein Herz und laß deinen Augen meine Wege wohlgefallen!
Denn eine tiefe Grube ist die Lustdirne und ein enger Brunnen die Buhlerin.
Überdies liegt sie auf der Lauer wie ein Räuber und vermehrt die Treulosen unter den Menschen.
Bei wem findet sich Ach? Bei wem Wehe? Bei wem Händel? Bei wem Klagen? Bei wem Wunden ohne Ursache? Bei wem trübe Augen?
Bei denen, die noch spät beim Wein sitzen, die da einkehren, um den Mischtrank zu prüfen.
Sieh den Wein nicht an, wie er rötlich schimmert, wie hell er im Becher funkelt und so sanft hinuntergleitet!
Aber hinterher beißt er wie eine Schlange und spritzt Gift wie eine Otter.
Deine Augen werden seltsame Dinge sehen, und dein Herz wird verkehrtes Zeug reden;
und du wirst sein wie einer, der tief unten im Meer liegt, und wie einer, der oben im Mastkorb liegt.
Man hat mich geschlagen, aber es hat mir nicht weh getan; man hat mich geprügelt, aber ich habe nichts davon gefühlt. Wann werde ich aufwachen? Dann will ich es wieder so machen, will ihn aufs neue aufsuchen.
Sei nicht neidisch auf böse Menschen und laß dich nicht gelüsten, ihr Genosse zu sein!
Denn ihr Herz sinnt auf Gewalttat, und ihre Lippen reden Unheil.
Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Einsicht fest gegründet;
und durch Klugheit füllen sich die Kammern mit allerlei kostbarem und herrlichem Besitz.
Ein weiser Mann ist einem starken überlegen und ein einsichtiger einem kraftvollen;
denn mit klugen Maßnahmen wirst du den Krieg glücklich führen, und der Sieg ist da, wo Ratgeber in großer Zahl vorhanden sind.
Unerschwinglich ist für den Toren die Weisheit; darum tut er am Tor den Mund nicht auf.
Wer darauf ausgeht, Böses zu tun, den nennt man einen Bösewicht.
Die Sünde ist ein Vorhaben des Unverstandes, und der Spötter ist ein Greuel für die Menschen.
Hast du dich in der Zeit schlaff gezeigt, so ist deine Kraft auch in der Zeit der Not schwach.
Rette die, welche zum Tode geschleppt werden, und die zur Hinrichtung Wankenden – o befreie sie doch!
Wolltest du sagen: Wir haben ja nichts davon gewußt: wird nicht er, der die Herzen wägt, es durchschauen und er, der deine Seele beobachtet, es wissen? Ja, er wird jedem nach seinem Tun vergelten.
Iß Honig, mein Sohn, denn er ist gesund, und Honigseim schmeckt deinem Gaumen süß.
Ebenso heilsam erachte die Weisheit für deine Seele! Hast du sie erlangt, so ist eine Zukunft vorhanden, und deine Hoffnung wird nicht zuschanden werden.
Belaure nicht, du Gottloser, die Wohnung des Gerechten und verstöre seine Lagerstätte nicht!
Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht wieder auf, die Gottlosen aber stürzen nieder im Unglück.
Wenn dein Feind zu Fall kommt, so freue dich nicht, und wenn er strauchelt, so frohlocke dein Herz nicht,
damit der HERR es nicht sieht und Mißfallen empfindet und seinen Zorn von ihm weg wendet.
Erhitze dich nicht über die Übeltäter, ereifere dich nicht über die Gottlosen!
Denn für den Bösen gibt es keine Zukunft, und die Leuchte der Gottlosen erlischt.
Mein Sohn, fürchte den HERRN und den König und laß dich nicht mit Mißvergnügten ein!
Denn plötzlich bricht das Verderben über sie herein, und der Untergang der Mißvergnügten kommt unvermutet. IV. Zweite Sammlung von Aussprüchen der Weisen
Auch die folgenden Sprüche stammen von Weisen: In einer Rechtssache die Person ansehen, ist ein übel Ding.
Wer zu dem Schuldigen sagt: Du bist im Recht, den verwünschen die Völker, verfluchen die Völkerschaften;
aber denen, die gerecht entscheiden, ergeht es gut, und reicher Segen wird ihnen zuteil.
Wie ein Kuß auf die Lippen ist eine treffende Antwort.
Besorge deine Obliegenheiten draußen und verrichte deine Arbeit auf dem Felde; darnach magst du dir einen Hausstand gründen.
Tritt nicht als falscher Zeuge gegen einen andern auf und richte keine Täuschung mit deinen Lippen an.
Sage nicht: Wie er mir getan hat, so will ich ihm wieder tun: ich will dem Manne nach seinem Tun vergelten.
Am Acker eines faulen Mannes kam ich vorüber und am Weinberg eines unverständigen Menschen;
und siehe da: er war ganz mit Disteln überwachsen, seine Oberfläche mit Unkraut bedeckt und seine Steinmauer eingestürzt.
Als ich das sah, nahm ich es mir zu Herzen, ich beachtete es und ließ es mir zur Lehre dienen:
Noch ein wenig Schlaf, noch ein wenig Schlummer, noch ein wenig die Hände falten, um auszuruhen!
So kommt denn die Armut im Eilschritt über dich und der Mangel über dich wie ein gewappneter Mann.
V. Dritte Sammlung von Sprüchen Salomos
Auch dies sind Sprüche von Salomo, welche die Männer Hiskias, des Königs von Juda, gesammelt haben.
Gottes Ehre ist es, eine Sache zu verbergen, aber der Könige Ehre ist es, eine Sache ans Licht zu bringen. –
Wie des Himmels Höhe und der Erde Tiefe, so ist auch das Herz der Könige unerforschlich. –
Nur wenn die Schlacken vom Silber geschieden werden, so kommt dem Goldschmied ein Gerät zustande.
Nur wenn die Gottlosen aus der Nähe des Königs entfernt werden, so wird sein Thron durch Gerechtigkeit feststehen. –
Brüste dich nicht vor dem König und stelle dich nicht an den Platz der Großen!
Denn besser ist’s, daß man zu dir sagt: Rücke herauf, hierher, als daß man dich vor einem Vornehmen herunterrücken läßt. –
Was du mit deinen Augen gesehen hast, mache nicht voreilig zum Gegenstand einer Anklage; denn was willst du hinterher anfangen, wenn dein Nächster dich schmählich widerlegt? –
Bringe deinen Rechtshandel mit deinem Gegner zum Austrag, aber verrate dabei kein fremdes Geheimnis,
damit, wer es hört, dich nicht schmäht und dein übler Ruf nicht wieder schwindet. –
Wie goldene Äpfel in silbernen Prunkschalen, so ist ein Wort, gesprochen zu rechter Zeit. –
Ein goldener Ring und ein Geschmeide von feinem Gold: so ist ein weiser Tadler für ein aufmerksames Ohr. –
Wie Kühlung durch Schnee an einem Erntetage, so ist ein treuer Bote für seinen Auftraggeber: er erquickt das Herz seines Herrn. –
Wie Gewölk und Wind und doch kein Regen: so ist ein Mann, der mit Geschenken prahlt, die er nie gibt. –
Durch leidenschaftslose Ruhe wird der Fürst gewonnen, und eine sanfte Zunge zerbricht Knochen. –
Hast du Honig gefunden, so genieße davon nur ein genügend Teil, damit du nicht übersatt wirst und ihn wieder ausspeien mußt. –
Setze deinen Fuß nur selten in das Haus deines Nächsten, damit er deiner nicht überdrüssig wird und dich dann haßt. –
Streithammer, Schwert und spitzer Pfeil: so ist ein Mann, der gegen einen andern als falscher Zeuge aussagt. –
Ein brüchiger Zahn und ein wankender Fuß: so ist ein treuloser Mensch in der Zeit der Not. –
Wie einer, der Essig auf eine Wunde gießt, so ist jemand, der einem bekümmerten Herzen Lieder vorsingt. –
Wenn deinen Feind hungert, so speise ihn mit Brot, und wenn ihn dürstet, so gib ihm Wasser zu trinken;
denn damit häufst du glühende Kohlen auf sein Haupt, und der HERR wird dir’s vergelten. –
Nordwind bringt Regen herbei, und Ohrenbläserei verursacht verdrießliche Gesichter. –
Besser ist es, auf dem Dach in einem Winkel zu wohnen, als mit einem zänkischen Weibe in gemeinsamem Hause. –
Kühles Wasser für eine lechzende Seele: so ist eine gute Nachricht aus fernem Lande. –
Eine getrübte Quelle und ein verschütteter Brunnen: so ist ein Gerechter, der vor dem Gottlosen wankt. –
Zuviel Honig essen ist nicht heilsam, darum sei sparsam mit ehrenden Worten. –
Wie eine Stadt, deren Mauern niedergerissen sind, so ist ein Mann, dessen Geiste Selbstbeherrschung mangelt.
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